Wikileaks

Assange will mit der US-Regierung sprechen

Kürzlich hatten Medien berichtet, dass US-Behörden nach Wikileaks-Gründer Julian Assange fahnden. Der hat jetzt gesagt, er suche den Kontakt zur US-Regierung. Außerdem hat er die Veröffentlichung weiterer Dokumente angekündigt, die die US-Armee kompromittieren sollen.

Anzeige

Julian Assange, Gründer des Angebots Wikileaks, sucht den direkten Kontakt zur US-Regierung. Grund ist der Fall des US-Armeeangehörigen, der geheime Dokumente auf dem Portal veröffentlicht haben soll. Nach dessen Festnahme war berichtet worden, die US-Regierung suche nach Assange, um die Veröffentlichung weiterer Dokumente zu verhindern.

Kommunikation erwünscht

Assange sagte jedoch der BBC, weder das US-Außenministerium noch das US-Verteidigungsministerium hätten von sich aus versucht, Kontakt mit Wikileaks aufzunehmen. Lediglich die von Wikileaks beauftragten Anwälte hätten Gespräche mit der US-Regierung geführt. Für Fälle wie den vorliegenden sei es aber gut, einen direkten Kommunikationskanal zu haben. Deshalb habe Wikileaks Kontakt zur US-Regierung aufgenommen.

Assange versicherte, mögliche Gespräche mit der US-Regierung hätten keinen Einfluss auf den Quellenschutz von Wikileaks. Der sei weiterhin garantiert. Das liegt auch an der Architektur der Seite: Wikileaks erhebt keine Daten von Nutzern, die Dateien auf das Angebot hochladen.

Prüfung von Dokumenten statt von Quellen

Wikileaks prüfe die Authentizität von Dokumenten, nicht die der Quelle. Insofern könne es keine Angaben dazu machen, ob der beschuldigte Analyst des US-Armeegeheimdienstes tatsächlich den Videomitschnitt eines Hubschrauberangriffs sowie weitere geheime Dokumente, darunter 260.000 Dokumente des US-Außenministeriums, bei Wikileaks eingestellt hat.

Assange hat Anfang der Woche bestätigt, dass Wikileaks die Verteidigung für den Mann bestellt hat. Es seien drei Anwälte bestellt worden, die sich um den Fall kümmern sollen. Wikileaks schütze nicht nur die Anonymität seiner Quellen - es trete auch für sie ein, sagte Assange auf einer Pressekonferenz anlässlich eines Auftritts im Europäischen Parlament. Die Ermittlungen der US-Behörden gegen den 22-jährigen Armeeangehörigen dauern indessen an. Anklage ist aber noch nicht erhoben worden.

Veröffentlichung weiterer Dokumente angekündigt

Wikileaks hat dieser Tage die Veröffentlichung weiterer geheimer Dokumente der US-Armee angekündigt. In dieser Woche will Wikileaks Dokumente zu einem Luftangriff in Afghanistan im Jahr 2009 veröffentlichen. Die dazugehörigen Videoaufnahmen sollen im Sommer folgen. Der Luftschlag auf die afghanische Stadt Garani Anfang Mai vergangenen Jahres hatte Kämpfern der Taliban gegolten. Dabei waren etwa 100 Zivilisten getötet worden, viele davon Kinder.


ÜberSoldier 24. Jun 2010

Das Originalvideo zeigt nämlich das ganze Ausmaß der Liest du eigentlich was du da...

Kommentieren




Anzeige
  1. Spezialist (m/w) zur 3D-Visualisierung
    über implements GmbH, Neumarkt
  2. Truck Architekt (m/w)
    Continental AG, Villingen-Schwenningen
  3. Webentwickler / Webentwicklerin
    FIZ CHEMIE Berlin GmbH, Berlin
  4. Administrator Datenbanksysteme (m/w)
    DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg - Hessen gemeinnützige GmbH, Baden-Baden

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Samsung Galaxy S3

    Siri braucht sich nicht zu fürchten

  2. Schmerzlos

    MIT-Forscher entwickeln Injektor mit Lorentzkraft-Antrieb

  3. CSU-Vizechefin

    Aussagen zur Internetsucht sind absurd

  4. iOS

    Untethered Jailbreak für iOS 5.1.1 erschienen

  5. USB-Sticks und Speicherkarten

    Hersteller wehren sich gegen neue "Mondtarife"


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 384 | letzter Beitrag 25.05. 15:32

  2. Kommentare: 220 | letzter Beitrag 25.05. 19:00

  3. Kommentare: 215 | letzter Beitrag 25.05. 11:40

  4. Kommentare: 183 | letzter Beitrag 25.05. 20:19

  5. Kommentare: 128 | letzter Beitrag 04:57 Uhr

Mehr


  1. iOS

    Untethered Jailbreak für iOS 5.1.1 erschienen

  2. CSU-Vizechefin

    Aussagen zur Internetsucht sind absurd

  3. Schmerzlos

    MIT-Forscher entwickeln Injektor mit Lorentzkraft-Antrieb

  4. Sony

    Music Unlimited nun auch fürs iPhone

  5. Samsung Galaxy S3

    Siri braucht sich nicht zu fürchten

  6. Gewerkschaft

    Entlassungen werden bei HP-Deutschland voll durchschlagen

  7. Tex Murphy

    Privatermittler sucht Privatinvestoren

  8. Studie

    Fast jeder zweite Nutzer hört legal Musik im Netz

  9. Funcom

    The Secret World mit neuen Plänen bis zum Start

  10. Play Store

    Google startet Bezahlabos in Android-Anwendungen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Samsung XE300: Google Chromebox versehentlich ausgeliefert
Samsung XE300
Google Chromebox versehentlich ausgeliefert

Weitgehend unbemerkt hat der US-Händler Tigerdirect die ersten Chromebox-Systeme von Google ausgeliefert. Für 330 US-Dollar bekommt der Nutzer recht gute Hardware in Nettop-Form, die sehr viel leistungsfähiger ist als die des Chromebook mit ChromeOS.

  1. Googles Aura Chromium OS mit klassischem Desktop

Lollipop Chainsaw angespielt: Blond und brutal
Lollipop Chainsaw angespielt
Blond und brutal

Der japanische Spieldesigner Goichi Suda - Fans sagen schlicht "Suda 51" - ist für schräge Actionspiele bekannt. Sein nächstes Werk schickt ein scheinbar braves Schulmädchen in den Kampf gegen Zombies.

  1. Spielepublisher in Not dtp Entertainment meldet Insolvenz an
  2. US-Umsätze im März 2012 Spielemarkt schrumpft weiter
  3. Starlight Inception Lucas-Arts-Veteran kämpft für das Weltraum-Action-Genre

Owncloud Inc.: "Wir sind kein Serviceprovider"
Owncloud Inc.
"Wir sind kein Serviceprovider"

Das Unternehmen Owncloud entwickele nur Software und biete Support für Kunden, sagte Technikchef Frank Karlitschek auf dem Linuxtag 2012. Darüber hinaus verriet er einige technische Details zu Owncloud 4 und kommenden Entwicklungen.

  1. Persönlicher Onlinespeicher Owncloud 4.0 verschlüsselt Daten auf dem Server
  2. Persönlicher Onlinespeicher Owncloud erhält Android-Applikation
  3. Persönlicher Onlinespeicher Owncloud 2012 auch mit kostenpflichtigem Support

Zum Artikel