Druck durch iPhone

Fujitsu und Toshiba bestätigten Mobiltelefonfusion

Die beiden japanischen IT-Firmen Fujitsu und Toshiba wollen im Oktober 2010 ihre Mobilfunkgeschäfte fusionieren. Fujitsu wird den Mehrheitsanteil an dem Joint Venture halten. Die Zusammenlegung erfolgt vor dem Hintergrund des erfolgreichen Starts des iPhones in Japan und steigender Entwicklungskosten in dem Bereich.

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Fujitsu und Toshiba haben bestätigt, dass die japanischen IT-Konzerne ihre Mobilfunksparte zusammenlegen. Golem.de hatte in dieser Woche von den Planungen berichtet. Damit entsteht der zweitgrößte Handyhersteller Japans nach Sharp. Fujitsu wird eine Mehrheitsbeteiligung an dem Gemeinschaftsunternehmen halten. "Unser Mobiltelefongeschäft ist profitabel, und so können wir sicherstellen, dass es auch so bleibt", sagte Fujitsu-Sprecher Etsuro Yamada. "Von außerhalb kommt zudem Wettbewerbsdruck", sagte er mit Verweis auf den erfolgreichen Start des iPhones in Japan. Der Zusammenschluss soll im Oktober 2010 erfolgen und soll helfen, Entwicklungskosten einzusparen.

"Für uns ist die Vereinbarung über die Zusammenlegung Teil unserer Restrukturierung", sagte Toshiba-Sprecher Keisuke Ohmori. In dem im März 2010 beendeten Finanzjahr verzeichnete Toshibas Mobiltelefonsparte einen nicht näher spezifizierten operativen Verlust. Der Umsatz sank um 44 Prozent auf 90 Milliarden Yen (795 Millionen Euro).

"Fujitsu und Toshiba wollen zusammenarbeiten, um neue Handys des gehobenen Bedarfs für den japanischen Markt und das Ausland zu entwickeln" hieß es von den Unternehmen.

Toshiba hat seine eigene Mobiltelefonfertigung in Japan beendet und lässt sich von Auftragsherstellern aus dem Ausland beliefern. Dennoch schreibt der Konzernbereich weiter Verluste. Fujitsus Handysparte ist profitabel, steht wegen steigender Entwicklungskosten aber weiter unter Druck.

Anfang des Jahres 2010 hatten bereits NEC, Casio Computer und Hitachi das Gemeinschaftsunternehmen NEC Casio Mobile Communications gestartet.


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