Onlinejournalismus

ORF will Futurezone schließen (Update)

Der ORF will mehrere seiner Onlineangebote schließen, darunter auch die Technik- und IT-Seite Futurezone. Mit der Einschränkung seiner Onlineangebote will sich die österreichische öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt von den Verlegern die Zustimmung zum Ausbau der Onlinewerbung erkaufen.

Anzeige

Der Österreichische Rundfunk (ORF) will sein Onlineangebot Futurezone schließen, berichtet die Wiener Tageszeitung Standard. Die Schließung soll ein Zugeständnis des öffentlich-rechtlichen ORF an die Verleger des Landes sein.

Schwerpunkt Netzpolitik

Futurezone ist ein Onlinenachrichtenangebot, das sich wie Golem.de der Berichterstattung über Informationstechnologie widmet. Der thematische Schwerpunkt von Futurezone liegt auf Netzpolitik und Bürgerrechten im digitalen Zeitalter.

Die Einstellung des Angebots ist ein Zugeständnis der ORF-Führung an die österreichischen Verleger. Zwischen beiden schwelt seit einiger Zeit ein Streit wegen eines neuen ORF-Gesetzes. Der aktuelle Gesetzesentwurf begrenzt den Anteil der Onlinewerbung auf zwei Prozent der Gebühreneinnahmen. Das erreicht der ORF heute schon. Die Rundfunkanstalt will aber mehr Geld als bisher mit Onlinewerbung verdienen - vier Prozent der Gebühreneinnahmen sind gewünscht.

Öffentlich-rechtliche Onlineaktivitäten einschränken

Das wiederum passt den Verlegern nicht, die - ähnlich wie ihre deutschen Kollegen - die Onlineaktivitäten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks einschränken wollen. Hierzulande haben die Rundfunkanstalten zum Teil schon große Teile ihrer Onlineangebote gelöscht.

Der ORF hat angeboten, für das Zugeständnis der Verleger zum Ausbau der Werbung seine Onlineangebote zurückzufahren. Die Anstalt will demnach nur noch sendungsbegleitende Angebote betreiben. Dazu gehört Futurezone nicht - ebenso wie weitere Onlineangebote, die ebenfalls geschlossen werden sollen. Am Freitag dieser Woche soll das Parlament in Wien über den Kompromissverschlag entscheiden.

Rettung als Genossenschaft?

In dem sozialen Netz Facebook hat sich bereits eine Gruppe zur Rettung des Angebotes zusammengefunden. Sie schlägt dem ORF vor, die Futurezone, die gern als Fuzo abgekürzt wird, der Community zu übergeben. "Und die Community sind alle, die wollen, dass es die Fuzo weiter gibt. Lasst uns eine Genossenschaft gründen, an der sich alle Interessierten beteiligen können und die in Zukunft den Betrieb der Futurezone weiterführt und ausbaut."

Nachtrag vom 15. Juni 2010, 16:30 Uhr:
Die Redaktion der Futurezone hat den Bericht gegenüber Golem.de bestätigt. "Leider ist dem so", hieß es aus der Redaktion. Aus Anlass der "Streichung der Futurezone und der Reduzierung der Foren" findet seit heute 09:00 Uhr eine Betriebsversammlung bei ORF Online statt.
[von Werner Pluta und Achim Sawall]


Sebs 15. Jun 2010

Na die Verleger, bei deren Agritpop-Weichspülerkino lässt sie die FZ nur alt aussehen.

vielleicht... 15. Jun 2010

Das news.google KEINEN Content klaut, wurde niemals klargestellt. Das man keine IPad...

Narthex2 15. Jun 2010

Zwar nicht Felix Austria, aber trotzdem passend: "Der BDZV hatte angeführt, der Videotext...

UndApple 15. Jun 2010

Eine halbe Stunde rum, und noch immer nicht auf der Trollwiese? Ich bin erschüttert, mit...

panfred 15. Jun 2010

Die Zielgruppe ist doch mehrheitlich sicher eher zu den kritischeren Nutzern des Netzes...

Kommentieren




Anzeige
  1. IT-System-Administrator (m/w)
    Endress+Hauser Conducta Gesellschaft für Mess- und Regeltechnik mbH & Co. KG, Gerlingen, Waldheim bei Dresden, Groß-Umstadt bei Darmstadt
  2. Testmanager / Teamleiter für Verbundtests von Werkzeugketten (m/w)
    dSPACE GmbH, Paderborn
  3. IT Manager (m/w)
    Seaarland Shipmanagement GmbH & Co. KG, Hamburg (Reisebereitschaft)
  4. Software Developer (m/w) – LINUX EXPERT
    OMICRON electronics GmbH, Klaus (Austria)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Tablet-Nachfolger

    iPad-3-Teile aufgetaucht

  2. Tim Schafer

    40.000 US-Dollar für einen Konsolenpatch

  3. Gema-Vermerk

    Youtube sperrt irrtümlich Acta-Video von Bruno Kramm

  4. ProLiant Gen8

    HP macht Server unabhängig

  5. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 197 | letzter Beitrag 20:47 Uhr

  3. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 13:50 Uhr

  4. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 12:39 Uhr

  5. Kommentare: 100 | letzter Beitrag 20:09 Uhr

Mehr


  1. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  2. TZ77XE4

    Biostar zeigt Mainboard für Ivy Bridge und Sandy Bridge

  3. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  4. Fifa Street

    Last Man Standing auf dem Bolzplatz

  5. Isis Web Browser

    Neuer Browser für HPs WebOS

  6. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  7. Thermosensor

    Schmetterlingsflügel macht Wärme sichtbar

  8. Deutsche Gamestage

    Call for Papers der Quo Vadis verlängert

  9. Vodafone

    LTE auf dem Smartphone kostet monatlich 10 Euro mehr

  10. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Gerüchte: Apple will alle Notebooks dünner machen
Gerüchte
Apple will alle Notebooks dünner machen

Apple soll einem Bericht zufolge seine gesamte Notebookpalette dem Macbook Air anpassen. Dazu müssten die relativ dicken Modelle der Macbook-Pro-Serie vollständig überarbeitet werden und Anwender auch von liebgewonnenen Eigenschaften Abschied nehmen.

  1. Apple-Patentantrag Macbooks mit Brennstoffzellen
  2. Landingzone Dockingstation für das Macbook Air

Apple: Apple-Aktie erreicht neuen Höchststand
Apple
Apple-Aktie erreicht neuen Höchststand

Seit der Bekanntgabe der letzten Quartalsergebnisse legt die Aktie von Apple fast täglich zu. Das Wachstum ist so stark, dass es den gesamten Aktienindex Standard & Poor's 500 nach oben zieht.

  1. Patentantrag Magsafe-Kabel für iPhone und iPad
  2. Tim Cook "Apple hat erstaunliche neue Produkte in Vorbereitung"
  3. Apple Massive Kritik an iBooks-Lizenzbedingungen

IMHO: Windows 8 - Microsofts Befreiungsschlag
IMHO
Windows 8 - Microsofts Befreiungsschlag

"Windows Reimagined", so bezeichnet Microsoft Windows 8. Es ist die größte Veränderung von Microsofts Betriebssystem seit Windows 95 und soll mit neuem UI und dem neuen API WinRT zum großen Befreiungsschlag für Microsoft werden.

  1. Beta Consumer Preview von Windows 8 am 29. Februar 2012
  2. Windows Explorer Windows 8 Beta mit weiteren Verbesserungen
  3. Sensor-Fusion Windows 8 soll Sensornutzung vereinfachen

Zum Artikel