Kabelnetzbetreiber

Primacom kündigt Insolvenzverfahren an

Primacom wird ein Insolvenzverfahren einleiten. Für die Kunden solle aber alles so weiterlaufen wie bisher, denn das operative Geschäft sei nicht betroffen, so das Unternehmen.

Anzeige

Der angeschlagene TV-Kabelnetzbetreiber Primacom hat einen Insolvenzantrag angekündigt. In der vergangenen Nacht hätten Kreditgeber einen Kompromissvorschlag des Hauptgesellschafters Escaline zurückgewiesen. Der Vorstand werde daher zeitnah einen Insolvenzantrag stellen, teilte das Unternehmen in einer Ad-hoc-Meldung mit.

"Das operative Geschäft ist nicht betroffen", sagte ein Unternehmenssprecher Golem.de. Dieses sei in dem Konstrukt Primacom Management GmbH gebündelt. Auch sei der Insolvenzantrag noch nicht gestellt worden, so der Sprecher. Primacom ist in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Rheinland-Pfalz, Mainz und Osnabrück aktiv.

Die Verbraucherzentrale Sachsen erklärte, dass das Insolvenzverfahren nicht das Ende der Leistungen von Primacom bedeute. Verträge seien auf jeden Fall weiterhin für beide Seiten bindend. "Das heißt, dass auch das Kabelentgelt oder die Telefonrechnung pünktlich und vollständig bezahlt werden müssen", sagte Friederike Wagner von den Verbraucherschützern.

Das Unternehmen Primacom, dessen Führung in Mainz sitzt, hat rund 340 Millionen Euro Schulden. Seit Monaten diskutiert Escaline mit den Gläubigern über eine Sanierung. Weitere Beteiligte sind die ING Bank und die Hedgefonds Alcentra, Avenue und Tennenbaum. Die Gläubiger forderten 29 Millionen Euro von der Holding Primacom AG, die das Unternehmen derzeit nicht aufbringen kann.

Die Luxemburger Holding Escaline ist jedoch kein Unternehmensretter. Escaline kontrollierte auch den Kabelkonzern Tele Columbus. Die Firma wurde von der Holding mit Schulden überladen. Anfang Januar 2010 wurde der viertgrößte Kabelkonzern für 2,5 Millionen Euro an ein Konsortium von rund 100 Gläubigern verkauft. Eine Holding nach Luxemburger Recht übernahm Tele Columbus. Zuletzt hatte der größte Kabelnetzbetreiber, Kabel Deutschland, Interesse an Tele Columbus gezeigt. Insider erwarten allerdings Probleme mit dem Kartellamt und glauben nicht an einen schnellen Verkauf des Kabelnetzbetreibers.


Mustard 15. Jun 2010

Hier auf dem Lande ist man ja leider angewiesen auf den einzigen Anbieter - Primacom...

Kommentieren




Anzeige
  1. Mitarbeiter (m/w) IT-Helpdesk 1st- und 2nd-Level-Support
    SV Deutschland GmbH, Langenfeld
  2. Webentwickler / Webentwicklerin
    FIZ CHEMIE Berlin GmbH, Berlin
  3. Anwendungsberater/in Salesforce
    Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Herzogenaurach
  4. Software Engineer (m/w)
    Lear Corporation GmbH & Co. KG, Böblingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Samsung Galaxy S3

    Siri braucht sich nicht zu fürchten

  2. Schmerzlos

    MIT-Forscher entwickeln Injektor mit Lorentzkraft-Antrieb

  3. CSU-Vizechefin

    Aussagen zur Internetsucht sind absurd

  4. iOS

    Untethered Jailbreak für iOS 5.1.1 erschienen

  5. USB-Sticks und Speicherkarten

    Hersteller wehren sich gegen neue "Mondtarife"


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 384 | letzter Beitrag 25.05. 15:32

  2. Kommentare: 220 | letzter Beitrag 25.05. 19:00

  3. Kommentare: 215 | letzter Beitrag 25.05. 11:40

  4. Kommentare: 183 | letzter Beitrag 25.05. 20:19

  5. Kommentare: 128 | letzter Beitrag 04:57 Uhr

Mehr


  1. iOS

    Untethered Jailbreak für iOS 5.1.1 erschienen

  2. CSU-Vizechefin

    Aussagen zur Internetsucht sind absurd

  3. Schmerzlos

    MIT-Forscher entwickeln Injektor mit Lorentzkraft-Antrieb

  4. Sony

    Music Unlimited nun auch fürs iPhone

  5. Samsung Galaxy S3

    Siri braucht sich nicht zu fürchten

  6. Gewerkschaft

    Entlassungen werden bei HP-Deutschland voll durchschlagen

  7. Tex Murphy

    Privatermittler sucht Privatinvestoren

  8. Studie

    Fast jeder zweite Nutzer hört legal Musik im Netz

  9. Funcom

    The Secret World mit neuen Plänen bis zum Start

  10. Play Store

    Google startet Bezahlabos in Android-Anwendungen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Soziale Pornos: Facebook verliert Klage gegen Faceporn
Soziale Pornos
Facebook verliert Klage gegen Faceporn

Ein soziales Netzwerk für Pornografie muss seine Marke nicht an Facebook übergeben. Faceporn, ein norwegisches Unternehmen, freut sich über den Sieg vor einem kalifornischen Gericht.

  1. iOS Facebook bringt eigene Kamera-App auf den Markt
  2. Redesign Facebook bastelt an einer veränderten Chronik
  3. Umsatzwarnung Facebook offenbar selbst an schwachem Börsenstart schuld

Kim Dotcom: "Gebt mir meine Rechner zurück!"
Kim Dotcom
"Gebt mir meine Rechner zurück!"

Kim Schmitz will Zugriff auf seine 135 Computer und Festplatten, die die neuseeländischen Behörden im Januar 2012 beschlagnahmt haben. Das FBI halte das Material von der Justiz in Neuseeland zurück, um seine Verteidigung im Fall Megaupload zu erschweren, sagt er.

  1. Megaupload Kim Dotcom darf wieder das Internet benutzen
  2. Nach Megaupload Mediafire und weitere Filehoster im Fokus der Filmindustrie
  3. Megaupload Kim Schmitz muss mit monatlich 37.000 Euro zurechtkommen

Toshiba AT300: 10-Zoll-Tablet mit Quad-Core-Prozessor und Android 4
Toshiba AT300
10-Zoll-Tablet mit Quad-Core-Prozessor und Android 4

Toshiba hat das Excite 10 unter der Bezeichnung AT300 für Europa angekündigt. Das Tablet hat einen 10-Zoll-Touchscreen, den Quad-Core-Prozessor Tegra 3 von Nvidia und wird mit Android 4 alias Ice Cream Sandwich ausgeliefert.

  1. Smartphones und Tablets Fünf Nexus-Geräte zum fünften Geburtstag von Android?
  2. Iconia Tab A510/A511 Lieferprobleme bei Acers Android-Tablets
  3. Acer Iconia Tab A700 Android-4-Tablet mit 10-Zoll-Full-HD-Display kommt im Juni

Zum Artikel