Dateisystem

ZFS als natives Modul für Linux verfügbar

Zusammen mit Oracle haben Entwickler am Lawrence Livermore National Laboratory ein natives Linux-Kernel-Modul für das Dateisystem ZFS entwickelt. Das gemeinsame Projekt soll langfristig das verteilte Dateisystem Lustre unter Linux auf dem ZFS-Dateisystem zur Verfügung stellen.

Anzeige

Das aktuell veröffentlichte Kernel-Modul für ZFS ist noch nicht einsetzbar, denn es fehlt die ZFS-Posix-Ebene (ZPL), über die das Betriebssystem mit dem Linux-Kernel Treiber kommuniziert. Gegenwärtig können ZFS-Dateisysteme damit nicht in das Dateisystem eingebunden werden. Die Entwickler arbeiten jedoch am ZPL, die auch die Verbindung zum Lustre-Dateisystem ermöglichen soll.

Das ZFS-Dateisystem ist eine Entwicklung von Sun Microsystems und kommt in den Betriebssystemen Opensolaris, Solaris und FreeBSD zum Einsatz. Es unterstützt Erweiterungen wie RAID-0, RAID-1, RAID-5 oder Logical Volumes und behält die Datenintegrität durch Checksummenprüfungen bei. ZFS kann Partitionen mit bis zu 16 EByte verwalten und bringt etliche Verwaltungswerkzeuge mit, etwa für Snapshots. ZFS steht unter der Sun-eigenen CDDL.

Die Betreuung des verteilten Dateisystems Lustre ging ebenfalls im Zuge der Übernahme von Sun an Oracle und wird auf zahlreichen Supercomputern als Dateisystem eingesetzt, etwa dem BlueGene/L am Lawrence Livermore National Laboratory. Lustre wurde für den Einsatz unter Linux entwickelt und steht unter der GPL.

GPL und CDDL sind in Teilen nicht kompatibel. Da der Linux-Kernel unter der GPL steht, ist das Ausliefern mit einem unter der CDDL stehenden nativen Moduls nicht zulässig. Bislang haben die Entwickler das Problem umgangen, indem sie den ZFS-Treiber in das Fuse-Framework integrierten. Die Fuse-Variante bringt aber erhebliche Leistungseinbußen mit sich.

Um die Lizenzproblematik zu umgehen, sehen die Entwickler des nativen Moduls gegenwärtig nur die Möglichkeit, den Quellcode anzubieten. Wer den Treiber einsetzen will, muss dann das Modul selbst kompilieren, damit dessen Einsatz legal ist. Die Entwickler am Lawrence Livermore National Laboratory haben Oracle gebeten, die ZFS-Lizenz zu ändern oder zu lockern, bislang ohne Erfolg.

Der native ZFS-Treiber kann bislang mit den Kernel-Versionen bis 2.6.32 verwendet werden.


adsadsa 10. Jun 2010

Einfach mal lesen. Dann weiß man, wie schlecht der Artikel hier ist.

Hello_World 09. Jun 2010

Er hat aber auch schon behauptet, dass man ZFS trotz CDDL in den Linux-Kernel aufnehmen...

jt (Golem.de) 08. Jun 2010

Danke für den Hinweis, ist korrigiert.

Kommentieren



Anzeige

  1. Project Engineer / Projekt Ingenieur (m/w) Broadcast / Sportanalyse
    ST SPORTSERVICE GmbH, Ismaning bei München
  2. Systemanalytikerin / Systemanalytiker
    Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., München
  3. Softwareentwickler / -innen .NET
    Dataport, Hamburg
  4. IT-Demand- und -Projektmanger für Business Units mit Fokus Logistik / SCM (m/w)
    SCHOTT AG, Mainz

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Ridesharing

    Taxidienst Uber in 200 Städten verfügbar

  2. Telefónica und E-Plus

    "Haben endgültige Freigabe von EU-Kommission bekommen"

  3. Intel Core i7-5960X im Test

    Die PC-Revolution beginnt mit Octacore und DDR4

  4. Nintendo

    Neuer 3DS mit NFC und zweitem Analogstick

  5. Onlinereiseplattform

    Opodo darf Nutzern keine Versicherungen unterschieben

  6. Galileo-Debakel

    Russischer Software-Fehler soll schuld sein

  7. Programmiersprache

    PHP 5.6 bringt interaktiven Debugger

  8. GTA 5

    Spekulationen über eingestellte PC-Version

  9. Test Assassin's Creed Memories

    Kartenspiel für Meuchelmörder

  10. Mozilla

    Werbe-Tiles in Firefox-Nightly verfügbar



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



IPv6: Der holprige Weg zu neuen IP-Adressen
IPv6
Der holprige Weg zu neuen IP-Adressen
  1. Containerverwaltung Docker 1.2 erlaubt Regelung von Containerneustarts
  2. Stellenanzeige Facebook will Linux-Netzwerkstack wie in FreeBSD
  3. Für Azure Microsoft gehen US-IPv4-Adressen aus

Formel E: Motorsport zum Zuhören
Formel E
Motorsport zum Zuhören

Raspberry B+ im Test: Sparsamer Nachfolger für mehr Bastelspaß
Raspberry B+ im Test
Sparsamer Nachfolger für mehr Bastelspaß
  1. Erweiterungsplatinen Der Raspberry Pi bekommt Hüte
  2. Odroid W Raspberry Pi-Klon für Fortgeschrittene
  3. Eric Anholt Langsamer Fortschritt bei Raspberry-Pi-Grafiktreiber

    •  / 
    Zum Artikel