Kingston

Schnelle SDXC-Karte mit 64 GByte für 488 Euro

Nach Panasonic, Pretec und Sandisk bietet nun auch Kingston eine erste Speicherkarte nach SDXC-Standard an. Zwar gibt es dafür inzwischen etliche Kameras für die von Kingston versprochenen Transfergeschwindigkeiten, aber noch keine Lesegeräte.

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Die neue Speicherkarte von Kingston soll Ende Juni weltweit ausgeliefert werden, in Deutschland liegt die Preisempfehlung bei 488 Euro. 32-GByte-Karten nach SDHC-Standard - was dafür die höchste mögliche Kapazität darstellt - sind derzeit von Markenherstellern zu Preisen ab rund 80 Euro erhältlich. Kingstons erste SDXC-Karte ist, gemessen an der Kapazität, also dreimal so teuer.

Dafür soll der Steckling aber besonders viel bieten. Dank Unterstützung des Busses UHS-1 (ultra high-speed bus) nach der SDA-Spezifikation 3.01 für SDXC erreicht die Karte laut Kingston Schreibraten von bis zu 35 MByte/s und Leseraten bis 60 MByte/s. Insbesondere beim Lesen ist das das Doppelte dessen, was sehr schnelle SDHC-Karten per USB 2.0 erreichen.

Mit welchen Lesegeräten dieses Tempo erreichbar ist, werden die Anwender wohl selbst herausfinden müssen. Der Redaktion von Golem.de ist noch kein verfügbarer Cardreader für SDXC bekannt, der mit USB 3.0 oder etwa SATA arbeitet, um so schnell lesen zu können. Kingston selbst empfiehlt für die neue Karte seinen "19-in1 Media-Reader", der aber auch per USB 2.0 Anschluss zum PC findet. Ein USB-3.0-Reader von Pretec ist bisher nur angekündigt und soll im August 2010 auf den Markt kommen.

Zwar laufen SDXC-Karten nicht in Kameras, die für SDHC ausgelegt sind, im Falle der Cardreader hat das SDA-Konsortium aber vorgesorgt: In vielen dieser Geräte lassen sich die neuen Karten lesen und beschreiben. Eine Rückfrage beim Hersteller ist dabei ratsam. Auf Seiten des Betriebssystems muss ein Treiber für Exfat vorhanden sein, Windows 7 und Vista bringen ihn bereits mit, auch für Linux und Android gibt es inzwischen einen Treiber von Tuxera. Er ist allerdings nur Geräteherstellern gegen Lizenz zugänglich, weil Microsoft Patente an Exfat hält.

Die Kamerahersteller unterstützen SDXC bei immer mehr neuen Modellen, vor allem, weil damit längere Aufnahmen im zunehmend gebotenen Full-HD auch bei günstigeren Kameras möglich werden. Auch die Beschränkung auf eine maximale Dateigröße von 4 GByte fällt mit SDXC. Entsprechende Geräte gibt es unter anderem mit den Camcordern von Panasonic und neueren DSLRs von Canon.


Linux User 08. Jun 2010

Du hast es erfaßt. Würde ganz problemlos funktionieren, dazu müsste nur Microsoft Ihrem...

der preis ist kalt 07. Jun 2010

Dass die billiger werden mag wohl sein, aber die Karten haben ja noch Exotenstatus, wird...

FatFire 07. Jun 2010

Denk Dir das "dafür" weg, dann ist der Satz ganz erträglich.

nie (Golem.de) 07. Jun 2010

Logisch, ist korrigiert.

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