Satellitenkommunikation

Iridium bestellt eine neue Satellitengeneration

Schnelleres Satelliteninternet am Nordpol in Sicht: Die neuen Satelliten von Iridium können Daten mit einer Geschwindigkeit von 1 MBit pro Sekunde übertragen. Allerdings dauert das noch etwas, Iridium hat die neue Satellitengeneration gerade erst bestellt. Die neue Konstellation soll 2017 komplett sein.

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Der Satellitenkommunikationsanbieter Iridium hat 81 Satelliten bestellt, die die aktuelle Satellitenkonstellation ablösen sollen. Der Auftrag für den Bau der künstlichen Himmelskörper, der ein Volumen von 2,9 Milliarden US-Dollar hat, geht an das französisch-italienische Unternehmen Thales Alenia Space.

72 Satelliten im Orbit, neun auf dem Boden

Iridium Next heißt die neue Konstellation, die wie die aktuelle aus 66 Satelliten bestehen wird, hinzu kommen sechs als Ersatz im Orbit. Die restlichen neun Satelliten bleiben am Boden und werden bei Bedarf in die Umlaufbahn geschossen. Die ersten neuen Satelliten sollen im ersten Quartal 2015 starten. Im Jahr 2017 soll die neue Konstellation dann komplett sein.

Eine der wichtigsten Verbesserungen ist eine deutlich größere Datenrate: Bis zu 1 MBit pro Sekunde verspricht Iridium. Bisher können die Satelliten Daten nur mit 9,6 KBit/s übertragen.

50 kg Nutzlast

Neu ist auch, dass Iridium seine Satelliten Dritten öffnet: Bis zu 50 kg Nutzlast kann ein Satellit tragen. Dazu sollen beispielsweise Messinstrumente gehören, mit denen Klimaveränderungen beobachtet oder bessere Wettervorhersagen erstellt werden können. Zu den Interessenten gehören laut Iridium in erster Linie staatliche Einrichtungen aus den USA, darunter die US-Luftwaffe, die Nasa, die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) und die Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa).

Grund für dieses Angebot dürfte indes das Geld sein: Über die Nutzlast kann das chronisch klamme Unternehmen einen Teil der Kosten decken. Es ist auch nicht verwunderlich, dass sich vor allem der amerikanische Staat dafür interessiert, denn die US-Regierung ist einer der wichtigsten Kunden von Iridium. Knapp ein Viertel der Einnahmen kommen aus der US-Staatskasse.

Wirtschaftliche Probleme

Das von Motorola gegründete Iridum hatte 1998 seinen Dienst aufgenommen. Doch von Anfang an gab es nicht genug Kunden. 1999 musste Iridium Gläubigerschutz beantragen. Anfang 2000 folgte die Insolvenz. Dass das Unternehmen dennoch gerettet wurde, lag nicht zuletzt an der Unterstützung des US-Verteidigungsministeriums. Das schätzt den Dienst, weil er weltweit erreichbar ist - auch auf hoher See und an den Polkappen.

Nach der Insolvenz hatte eine Gruppe von Investoren die Reste des Unternehmens für 25 Millionen US-Dollar übernommen. Die neuen Eigner hatten sich unter anderem auf das US-Verteidigungsministerium sowie auf Unternehmen aus der Logistik- und der Ölbranche spezialisiert. So konnte Iridium seinen Kundenstamm von etwa 55.000 bei der Insolvenz auf inzwischen über 305.000 steigern. Seit 2005 wirft Iridium Gewinne ab. 2008 fusionierte Iridium mit dem Investmentunternehmen GHL Acquisition und ist seit 2009 unter neuem Namen an der Börse.


1.2 milliar 04. Jun 2010

sagt der kabe im video nicht ...we are proud to have won the 1.2 billion $ partnership...

Wurstpeller 03. Jun 2010

oder täusche ich mich da ? Siehe: http://www.youtube.com/watch?v=6CHDjOCyixU

grobasti 03. Jun 2010

Dafür, dass die Firma pleite gegangen ist und die Aktionäre ihr Geld verloren haben...

dirkbs 03. Jun 2010

Wenns am Südpol geht, dann wird es wohl auch bei Dir gehen. -> Bestell es Dir doch, wenns...

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