Nanotechnologie

Nanodrähte aus Kupfer für Solarzellen und biegsame Displays

Wissenschaftler aus den USA haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Nanodrähte aus Kupfer in großer Menge herstellen lassen sollen. Die Nanodrähte sollen in Dünnfilmsolarzellen und biegsamen Displays verbaut werden.

Anzeige

Wissenschaftler der Duke Universität in Durham im Bundesstaat North Carolina haben ein Verfahren entwickelt, um Nanodrähte aus Kupfer einfach und günstig in großer Mengen herzustellen. Die Drähte sind durchsichtig und flexibel und sollen in Dünnfilmsolarzellen, Bildschirme sowie in flexible Displays integriert werden.

Nanodrähte aus wässriger Lösung

Die Wissenschaftler züchten die Nanodrähte aus Kupfer in einer wässrigen Lösung, in die sie verschiedene Zusätze hineingeben. "Wenn man verschiedene Chemikalien zu der Lösung hinzufügt, kann man die Anordnung der Atome in verschiedene Nanostrukturen beeinflussen", erklärt Projektleiter Benjamin Wiley. Zwar hätten, so die Forscher, auch andere schon Nanodrähte aus Kupfer produziert, jedoch in einem kleineren Maßstab.

Das Kupfer bildete erst eine Art Samenkorn, aus dem dann ein Spross herauswuchs. So ein Mechanismus sei, so die Wissenschaftler, noch nie bei kristallinem Wachstum beobachtet worden. Da die Nanodrähte flexibel seien und in einer wässrigen Lösung gezüchtet würden, glaubt Wiley, die Drähte könnten in einem Roll-to-Roll-Verfahren produziert werden. Für eine industrielle Produktion müsse das Verfahren jedoch weiterentwickelt werden. Unter anderem müssten Fehler wie Klumpenbildung und die Oxidation des Kupfers verhindert werden. Erstere verringert die Transparenz, Letztere die Leitfähigkeit.

Leitfähig und reichlich vorhanden

Bislang werden durchsichtige Elektroden für Dünnfilmsolarzellen und flexible Bildschirme aus Nanodrähten aus Kohlenstoff, Silber oder Indiumzinnoxid (Indium Tin Oxide, ITO) hergestellt. Kupferdrähte hätten diesen gegenüber aber einige Vorteile, erklärt Wiley. Kupfer habe eine bessere elektrische Leitfähigkeit als Kohlenstoff und sei günstiger als Silber oder Indium. "Für eine weite Verbreitung von elektronischen Geräten und Solarzellen brauchen wir Materialien, die im Überfluss in der Erdkruste vorhanden sind und deren Abbau nicht allzu viel Energie erfordert", sagt der Chemiker.

ITO habe zudem den Nachteil, dass es spröde sei und sich deshalb für flexible Bildschirme nicht eigne. Die Kupfernanodrähte hingegen seien auch nach 1.000fachem Biegen noch intakt gewesen, schreiben Wiley und seine Kollegen in einem Aufsatz im deutschen Fachmagazin Advanced Materials.


bjgtj 02. Jun 2010

da steht doch extra, von industrieller fertigung sei man noch entfernt. Sie stellen die...

Kommentieren



Anzeige

  1. Anwendungs- und Softwareberater/in
    Robert Bosch GmbH, Leonberg
  2. Junior Anwendungsentwickler (m/w)
    ABLE Management Services GmbH, Gummersbach
  3. Support-Berater (m/w) für den Bereich Patientenmanagement mit SAP IS-H
    RZV Rechenzentrum Volmarstein GmbH, Wetter (Ruhr)
  4. Digital Specialist (m/w)
    Unilever Deutschland GmbH, Heilbronn

 

Detailsuche


Blu-ray-Angebote
  1. TOPSELLER: Game of Thrones - Die komplette 5. Staffel [Blu-ray]
    39,99€ inkl. Vorbestellerpreisgarantie
  2. Avengers - Age of Ultron [Blu-ray]
    19,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. Game of Thrones: Die komplette dritte Staffel [Blu-ray]
    23,97€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Kritische Infrastruktur

    Weitere Beweise für Geheimdienstangriff auf Bundestag

  2. Überwachung

    Berliner abgehört - aus Protest gegen die NSA

  3. Tor

    Hidden Services leichter zu deanonymisieren

  4. Telefónica

    Alle Base-Shops verschwinden

  5. Electronic Arts

    Nächstes Need for Speed benötigt Onlineverbindung

  6. Cloud Test Lab

    Google bringt Testservice für App-Entwickler

  7. Test Lara Croft Relic Run

    Tomb Raider auf Speed

  8. Bundestagverwaltung

    Angreifer haben Daten aus dem Bundestag erbeutet

  9. Sicherheitslücken

    Fehler in der Browser-Logik

  10. Google Fotos ausprobiert

    Gute Suche, abgespeckte Bildbearbeitung



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Android M: Google zeigt neues System für App-Berechtigungen
Android M
Google zeigt neues System für App-Berechtigungen
  1. Sprachassistent Google Now wird schlauer
  2. Google I/O Spezielles Google-Betriebssystem für Internet der Dinge

LG G4 im Test: Wer braucht schon den Snapdragon 810?
LG G4 im Test
Wer braucht schon den Snapdragon 810?
  1. LG G4 im Hands On Hervorragende Kamera und edle Leder-Optik
  2. Smartphone LG G4 kommt mit 16-Megapixel-Kamera
  3. Werbeaktion LG will 4.000 G4 vor dem Verkaufsstart verteilen

Digitaler Wandel: "Haben Sie Google zerschlagen, kommt der nächste"
Digitaler Wandel
"Haben Sie Google zerschlagen, kommt der nächste"
  1. Störerhaftung Abmahner fordern Registrierung aller WLAN-Nutzer
  2. Freifunker zur Störerhaftung Bundesweites WLAN-Passwort ist keine Lösung
  3. Störerhaftung Auch private Hotspots können geschäftsmäßig sein

  1. Re: So viel Dummheit ???

    keinerwilleinem... | 20:25

  2. Gemischte Gefühle

    boxcarhobo | 20:23

  3. Re: Einmal eine 1km Strecke nachgesehen über Maps...

    tingelchen | 20:21

  4. Re: MIPS Architektur selten... alte schon

    HubertHans | 20:09

  5. Re: Seit Paypal keinen Penny mehr verdient.

    Pwnie2012 | 20:09


  1. 18:56

  2. 16:45

  3. 15:13

  4. 14:47

  5. 14:06

  6. 14:01

  7. 14:00

  8. 13:39


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel