Deutsche Zeitschriftenverleger

Apples iPad bedroht die Pressefreiheit

Apple wird mit seinem iPad zum internationalen Medienkonzern, der Verlage auf die Rolle bloßer Inhaltelieferanten reduziert - das beklagen deutsche Zeitschriftenverleger. Sie fordern einen größeren Anteil an den Werbeumsätzen und mehr Mitspracherechte.

Anzeige

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) sucht das Gespräch mit Apple-Chef Steve Jobs, um bessere Konditionen für Inhalte auf dem iPad durchzusetzen. Strittig ist Apples Zulassungspolitik von Applikationen für den App Store, wo beispielsweise Nacktbilder untersagt werden. Die Verleger bekämen auch die Nutzerdaten der Apps meist nicht vollständig zu sehen, und Apple behalte mit 30 Prozent einen zu hohen Anteil des Werbeumsatzes ein, so die Zeitschriftenverleger.

In einer Stellungnahme des VDZ, die Golem.de vorliegt, wird beklagt, dass weltweit tätige Tablet-PC-Hersteller sich nicht mehr nur als Lieferanten für eine Technologieplattform verstünden, sondern in Inhalte eingriffen und damit in die Rolle von Medienhäusern hineinwüchsen. Sie reduzierten damit die Verlage auf bloße Inhaltelieferanten ohne eigene Endkundenbeziehungen. "Darin liegt eine große Gefahr, weil dies letztlich die Aufgabe der Verlage und der Redaktionen als Träger und Garanten der Pressefreiheit infrage stellt. Dieses Recht und die Garantenpflicht der Verlage dürfen nicht auf global tätige Technologieplattformen übergehen. Eigenmächtige und willkürliche Eingriffe in Inhalte sind Zensur, die die Pressefreiheit obsolet macht." Es gelte, das Prinzip der technologieneutralen Pressefreiheit im Internet zu sichern, fordern die Zeitschriftenverleger.

Positive Aspekte

Zugleich sorgten das iPad und ähnliche Tablets für Bewegung und neue Chancen, weil Bezahlinhalte auf mobilen Geräten eine andere Akzeptanz und Wertschätzung erführen, heißt es weiter. Den Tablets gelänge eine Verbindung zwischen Print und der digitalen Welt, wodurch die gedruckten Zeitschriften auf eine elektronische Plattform transportiert und dialogfähig gemacht würden. Der Leser könne unmittelbar mit Redaktion oder Archiven in Kontakt treten und ebenso mit den Werbetreibenden.

Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner hatte im April 2010 gesagt, dass Apples iPad die Verlagsindustrie rette. Das iPad biete die Visualisierung von Inhalten und habe ein sehr einfach nutzbares Bezahlmodell integriert. Die Contentbranche solle sich aber mit Apple zusammensetzen und die Umsatzverteilung neu verhandeln. 30 Prozent Umsatzanteil für Apple sei zu viel, so Döpfner.


flucht möglichkeit 03. Jun 2010

Das gesamte System kann in 3 Monaten schon anders aussehen. Zumindest in den USA. Und ich...

Headhunter 03. Jun 2010

Textzitat: Die Verleger bekämen auch die Nutzerdaten der Apps meist nicht vollständig zu...

Institut für... 01. Jun 2010

...und es kommt ein Prinz und küsst Sie wach. Den Kuss kann man erleben und man sieht...

nach geproggert 01. Jun 2010

NUR IN SEINEM STORE. Du kannst Webseiten von NewYorkTimes aufrufen und dich dort...

kleinen sparkassen 01. Jun 2010

Die kleinen Sparkassen finanzieren die meisten Kredite. Die kleinen Zeitschriften und...

Kommentieren




Anzeige
  1. Senior Softwaredeveloper C# / .Net im ALM Service (m/w)
    Siemens AG, Fürth
  2. Truck Architekt (m/w)
    Continental AG, Villingen-Schwenningen
  3. IT Ingenieur/-in Fachgebiet Desktop Basic
    ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen
  4. Webentwickler / Webentwicklerin
    FIZ CHEMIE Berlin GmbH, Berlin

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Bernd Schlömer

    Twittern und Mailen für die Piratenpartei im Dienst verboten

  2. Anstößige Animationen

    Cinemagram-App wieder in Apples App Store

  3. USB-Sticks und Speicherkarten

    Hersteller wehren sich gegen neue "Mondtarife"

  4. Samsung Galaxy S3

    Siri braucht sich nicht zu fürchten

  5. Kim Dotcom

    "Gebt mir meine Rechner zurück!"


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 384 | letzter Beitrag 25.05. 15:32

  2. Kommentare: 220 | letzter Beitrag 25.05. 19:00

  3. Kommentare: 215 | letzter Beitrag 25.05. 11:40

  4. Kommentare: 183 | letzter Beitrag 25.05. 20:19

  5. Kommentare: 125 | letzter Beitrag 00:45 Uhr

Mehr


  1. iOS

    Untethered Jailbreak für iOS 5.1.1 erschienen

  2. CSU-Vizechefin

    Aussagen zur Internetsucht sind absurd

  3. Schmerzlos

    MIT-Forscher entwickeln Injektor mit Lorentzkraft-Antrieb

  4. Sony

    Music Unlimited nun auch fürs iPhone

  5. Samsung Galaxy S3

    Siri braucht sich nicht zu fürchten

  6. Gewerkschaft

    Entlassungen werden bei HP-Deutschland voll durchschlagen

  7. Tex Murphy

    Privatermittler sucht Privatinvestoren

  8. Studie

    Fast jeder zweite Nutzer hört legal Musik im Netz

  9. Funcom

    The Secret World mit neuen Plänen bis zum Start

  10. Play Store

    Google startet Bezahlabos in Android-Anwendungen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Samsung XE300: Google Chromebox versehentlich ausgeliefert
Samsung XE300
Google Chromebox versehentlich ausgeliefert

Weitgehend unbemerkt hat der US-Händler Tigerdirect die ersten Chromebox-Systeme von Google ausgeliefert. Für 330 US-Dollar bekommt der Nutzer recht gute Hardware in Nettop-Form, die sehr viel leistungsfähiger ist als die des Chromebook mit ChromeOS.

  1. Googles Aura Chromium OS mit klassischem Desktop

Lollipop Chainsaw angespielt: Blond und brutal
Lollipop Chainsaw angespielt
Blond und brutal

Der japanische Spieldesigner Goichi Suda - Fans sagen schlicht "Suda 51" - ist für schräge Actionspiele bekannt. Sein nächstes Werk schickt ein scheinbar braves Schulmädchen in den Kampf gegen Zombies.

  1. Spielepublisher in Not dtp Entertainment meldet Insolvenz an
  2. US-Umsätze im März 2012 Spielemarkt schrumpft weiter
  3. Starlight Inception Lucas-Arts-Veteran kämpft für das Weltraum-Action-Genre

Owncloud Inc.: "Wir sind kein Serviceprovider"
Owncloud Inc.
"Wir sind kein Serviceprovider"

Das Unternehmen Owncloud entwickele nur Software und biete Support für Kunden, sagte Technikchef Frank Karlitschek auf dem Linuxtag 2012. Darüber hinaus verriet er einige technische Details zu Owncloud 4 und kommenden Entwicklungen.

  1. Persönlicher Onlinespeicher Owncloud 4.0 verschlüsselt Daten auf dem Server
  2. Persönlicher Onlinespeicher Owncloud erhält Android-Applikation
  3. Persönlicher Onlinespeicher Owncloud 2012 auch mit kostenpflichtigem Support

Zum Artikel