Erneuerbare Energie

HP will Serverfarm mit Kuhmist betreiben

HP-Entwickler haben ein Konzept vorgestellt, wie Rechenzentren mit sauberem Strom betrieben werden können: Sie wollen Serverfarmen neben großen Milchfarmen errichten. Aus dem Mist der Kühe soll der Strom gewonnen werden, um die Computer zu betreiben.

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Das Konzept, Strom aus dem Dung von Raufutter verzehrenden Großvieheinheiten zu gewinnen, ist nicht neu. Doch jetzt will auch die IT-Industrie diesen Biostrom für sich nutzen. Forscher der HP Labs, der Forschungsabteilung von Hewlett-Packard, schlagen vor, damit Rechenzentren zu betreiben. Das Konzept haben die Forscher um Chandrakant Patel, Leiter des Sustainable IT Ecosystem Lab von HP, am gestrigen Dienstag auf der International Conference on Energy Sustainability vorgestellt. Die Konferenz, die vom US-Ingenieursverband American Society of Mechanical Engineers (ASME) veranstaltet wird, findet derzeit in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona statt.

Strom aus Mist

Das Konzept sieht vor, dass der Kuhmist in einer Biogasanlage vergoren wird. Dabei entsteht Methan, das verbrannt wird, um einen Generator anzutreiben, der Strom erzeugt. Damit wird das Rechenzentrum betrieben, überzähliger Strom kann für die Farm genutzt oder ins Netz eingespeist werden. Gleichzeitig wird die Abwärme des Rechenzentrums dafür benutzt, die Biogasanlage zu heizen. Darin muss beständig eine Temperatur von etwa 40 bis 60 Grad Celsius herrschen.

Eine Kuh produziert im Schnitt knapp 55 kg Mist am Tag, rechnen die Forscher vor. Daraus ließen sich 3 kWh Strom am Tag gewinnen. Eine Großfarm mit 10.000 Kühen erzeuge genug Strom, um ein 1-MW-Rechenzentrum zu versorgen, schreiben sie.

Serverfarm neben Viehfarm

Solche Großfarmen mit 10.000 Kühen gebe es durchaus, und einige davon gewännen bereits Methan aus dem Kuhdung, sagte Patel dem US-Branchendienst Cnet. Er schlägt deshalb vor, bei der Planung eines neuen Rechenzentrums einen Standort in der Nähe einer solchen Farm in Betracht zu ziehen, um es dann mit Biostrom zu betreiben.

Früher wurden Rechenzentren meist in großen Städten angesiedelt. Da inzwischen jedoch die Breitbandinfrastruktur immer besser ausgebaut sei, sei das Problem der Energieversorgung in den Vordergrund getreten, schreiben die Forscher. Die großen IT-Unternehmen wie Google, Microsoft oder Yahoo seien deshalb dazu übergegangen, ihre Rechenzentren an abgelegeneren Orten in der Nähe von Kraftwerken aufzubauen - was zudem den Vorteil niedrigerer Grundstückskosten habe.

Sauberer Strom

Wegen der steigenden Stromkosten und der Klimaerwärmung suchen die Unternehmen nach Möglichkeiten, ihre Serverfarmen mit Strom aus erneuerbaren Quellen zu betreiben. Google und eBay etwa setzen seit einiger Zeit die Bloom Box ein, einen Generator mit Brennstoffzellen. Google hat 2008 ein Patent auf ein schwimmendes Rechenzentrum angemeldet, das mehrere Kilometer vor der Küste verankert wird. Für den Strom sorgen Wellengeneratoren, die die Energie der Wellen in elektrischen Strom wandeln.


minad 19. Mai 2010

Ja. Und Hornochsen als Nutzer.

mac in bush 19. Mai 2010

Wenn man das auf China berechnet, kann man mit denen ganz Deutschland mit Strom versorgen xD.

Prypjat 19. Mai 2010

Würde man Brachland nicht so gut Subventionieren, hätte man sogar noch mehr Anbaufläche...

Serienheld 19. Mai 2010

Ist grade in Mode. Siehe: "Hofer, Kripo Rosenheim". Naa, da werden halt Rindviecher zu...

EisKalt 19. Mai 2010

Dumm nur das CO2 gar kein Problem ist und das das Katastrophenszenario "Klimaerwärmung...

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