Abo
  • Services:
Anzeige
Autos und Computer: Wissenschaftler hacken Autosysteme

Autos und Computer

Wissenschaftler hacken Autosysteme

Autos verfügen über immer mehr Chips, die alle möglichen Funktionen steuern. Wissenschaftler aus den USA haben gezeigt, dass diese Systeme auch einen Gefahrenherd darstellen: Sie haben ein Auto gehackt und es unter ihre Kontrolle gebracht.

Falsche Werte auf den Instrumenten, das Auto aus der Ferne abgeschaltet, die Insassen im Auto gefangen, die Bremsen deaktiviert - eine solches Albtraumszenario für Autofahrer ist nicht unmöglich. Das hat ein Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Stefan Savage von der Universität des US-Bundesstaates Kalifornien in San Diego (UCSD) und Tadayoshi Kohno von der Universität des US-Bundesstaates Washington in Seattle bewiesen.

Anzeige

Bremsen manipulieren

In Tests, die die Wissenschaftler auf einem stillgelegten Flugplatz durchführten, konnten sie aus der Ferne in den Betrieb eines Testwagens eingreifen. Sie konnten etwa die Bremsen abschalten, so dass der Fahrer nicht mehr verzögern konnte, so sehr er auch das Bremspedal trat. Oder sie bremsten das Fahrzeug unerwartet aus voller Fahrt ab. Außerdem hatten sie Zugriff auf die Zentralverriegelung des Autos, auf die Heizung, das Licht oder das Radio.

Kombiniert ergäben diese Angriffe ein großes Sicherheitsrisiko für die Insassen eines Autos, schreiben die Wissenschaftler in einem Aufsatz, den sie am Mittwoch dieser Woche auf der Fachtagung über Sicherheit und Privatsphäre in Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien vorstellen wollen. Veranstaltet wird die Konferenz vom internationalen Ingenieursverband Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE).

Bis zu 70 elektronische Steuersysteme

Ein modernes Auto hat etwa 50 bis 70 elektronische Steuersysteme (Electronic Control Unit, ECU), auf die sich die Wissenschaftler konzentrierten. Den Zugriff darauf verschafften sie sich über den Port des Fahrzeugdiagnosesystems (On-Board Diagnostics, OBD-II). Sie schrieben ein Programm, CarShark, über das sie die Kommunikation der ECUs untereinander belauschten und über das sie die ECUs manipulieren konnten.

Die Wahrscheinlichkeit, dass solche Angriffe in Wirklichkeit durchgeführt werden, ist indes recht gering: Dazu braucht der Angreifer einen direkten Zugriff auf den OBD-II-Port. Das Spionageprogramm lief auf einem Laptop im Auto, auf den die Forscher drahtlos zugriffen. Ein Angreifer müsste also einen Computer im Auto unterbringen, um es dann manipulieren zu können.

Deutlich größer könnte die Gefahr werden, wenn Autos serienmäßig mit internetfähigen ECUs ausgestattet werden. "Wir haben uns bemüht, umfassend zu prüfen, wie widerstandsfähig ein handelsübliches Auto gegen eine digitale Attacke auf seine internen Systeme ist. Unsere Ergebnisse legen leider nahe, dass die Antwort 'wenig' ist", resümieren die Wissenschaftler.


eye home zur Startseite
dlc 12. Aug 2010

...mit meinem Logan kann das nicht passieren, wenn die mir das ABS raushacken, dann kann...

Tantalus 18. Mai 2010

What he says? oO Gruß Tantalus

DrAgOnTuX 18. Mai 2010

Der ABS Sensor ist ein stupider Lichtsensor, der kommuniziert nicht über CAN sondern...

Herb 18. Mai 2010

...und musste dazu nur eine spezielle Software aus Insiderwissen an den Diagnoseport...

jojo123 18. Mai 2010

geht über die Servolenkung. Die verhindert ja auch das verreißen aus Versehen auf der Bahn.




Anzeige

Stellenmarkt
  1. scanware electronic GmbH, Bickenbach
  2. Computacenter AG & Co. oHG, verschiedene Standorte
  3. ADG Apotheken-Dienstleistungsgesellschaft mbH, Mannheim
  4. Stadtwerke Solingen GmbH, Solingen


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 38,99€
  2. 23,99€
  3. 329,00€

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Mit digitalen Workflows Geschäftsprozesse agiler machen
  2. Potenzialanalyse für eine effiziente DMS- und ECM-Strategie
  3. Sicherheitsrisiken bei der Dateifreigabe & -Synchronisation


  1. 5G

    Verizon soll versuchen, Comcast oder Charter zu kaufen

  2. DRAM und Flash

    Toshiba könnte sein Speichergeschäft an WD verkaufen

  3. Satellitennavigation

    Galileo gehen die Uhren aus

  4. Shield TV (2017) im Test

    Nvidias sonderbare Neuauflage

  5. Zenimax

    Mark Zuckerberg verteidigt Macher von VR-Brille bei Gericht

  6. Statt Begnadigung

    Snowdens Aufenthalt in Russland verlängert

  7. FAA

    Drohnenbetreiber muss 200.000 US-Dollar Geldstrafe zahlen

  8. Breath of the Wild

    Zelda bietet auf Switch bessere Auflösung und Sounds

  9. Android Wear 2.0

    Neue Tag-Heuer-Smartwatch soll im Mai 2017 erscheinen

  10. FTC

    Qualcomm soll Apple zu Exklusivvertrag gezwungen haben



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Nintendo Switch im Hands on: Die Rückkehr der Fuchtel-Ritter
Nintendo Switch im Hands on
Die Rückkehr der Fuchtel-Ritter
  1. Nintendo Switch Eltern bekommen totale Kontrolle per App
  2. Nintendo Switch erscheint am 3. März
  3. Nintendo Switch Drei Stunden Mobilnutzung und 32 GByte interner Speicher

Autonomes Fahren: Laserscanner für den Massenmarkt kommen
Autonomes Fahren
Laserscanner für den Massenmarkt kommen
  1. BMW Autonome Autos sollen mehr miteinander quatschen
  2. Nissan Leaf Autonome Elektroautos rollen ab Februar auf Londons Straßen
  3. Autonomes Fahren Neodriven fährt autonom wie Geohot

Reverse Engineering: Mehr Spaß mit Amazons Dash-Button
Reverse Engineering
Mehr Spaß mit Amazons Dash-Button

  1. Re: nur 8GB speicher nicht direkt erweiterbar bei...

    My1 | 13:07

  2. Re: Mmmmh, 30 FPS

    My1 | 13:06

  3. Re: Der Typ ist größenwahnsinnig

    Lasthope | 13:06

  4. Re: Die Obama-Enttäuschung

    nicoledos | 13:06

  5. Re: Milliarden für Elektroschrott?

    powa | 13:05


  1. 13:01

  2. 12:46

  3. 12:31

  4. 12:10

  5. 11:54

  6. 11:36

  7. 11:26

  8. 11:11


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel