Satellit Hot Bird 2
Satellit Hot Bird 2

Baden-Württemberg

Satellitentechnik soll schnelles Internet aufs Land bringen

150 baden-württembergische Haushalte testen ab sofort Internet per Satellit. 3,6-MBit/s-Internetzugänge sollen sofort machbar sein, im kommenden Jahr will einer der Betreiber 10 MBit/s bieten.

Anzeige

In Baden-Württemberg startet die Landesregierung mit Eutelsat und SES Astra heute ein Modellprojekt, das klären soll, ob schnelle Internetanschlüsse per Satellit in ländlichen Regionen realisiert werden können. "Es gilt nun, die Vor- und Nachteile dieser Technik im Pilotbetrieb zu testen", erklärte die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum, Friedlinde Gurr-Hirsch. Probleme würden beispielsweise durch die relativ hohen Kosten und die Latenzzeit entstehen. Dies wirke sich bei bestimmten Anwendungen wie Videokonferenzen störend aus.

Die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) koordiniert das Projekt. Dabei stehe die Praxistauglichkeit vor dem Hintergrund der Vorgaben der Europäischen Union im Vordergrund, erklärte LFK-Präsident Thomas Langheinrich. An dem Versuch nähmen insgesamt über 150 Haushalte in sechs Gemeinden und fünf Landkreisen teil. Die Landesanstalt wird den Versuch begleiten und die teilnehmenden Haushalte zu ihren Erfahrungen mit der neuen Technik befragen. An dem Modellversuch beteiligen sich die Gemeinden Niederstotzingen-Lontal (Landkreis Heidenheim), Dachsberg und Ibach (Landkreis Waldshut), Eschbronn (Landkreis Rottweil), Häg-Ehrsberg (Landkreis Lörrach) und Forbach im Landkreis Rastatt.

Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) hatte kritisiert, dass die Breitbandförderung für den ländlichen Raum technologieneutral erfolgen müsse, damit Satelliten- und Funklösungen in der Vergabepraxis nicht weiter benachteiligt würden. Eine Förderung von rund 300 Euro könne die komplette Ausrüstung für einen Satelliteninternetanschluss abdecken. Die Richtlinien für die Vergabeverfahren fielen in den jeweiligen Bundesländern teilweise völlig unterschiedlich aus. Lediglich das Bundesland Baden-Württemberg sei bereit zu prüfen, ob Satellitenangebote gefördert werden können.

SES Astra setzt bei dem Test auf Astra2Connect. Der Satellitenbetreiber Eutelsat beteiligt sich mit dem Tooway-System seiner Tochter Skylogic an dem Piloten. Damit seien sofort 3,6-MBit/s-Internetzugänge machbar. Darüber hinaus nutzen rund 90 Prozent der Eutelsat-Testhaushalte damit Zusatzdienste wie Telefonie und TV-Empfang. "Im kommenden Jahr können wir Haushalten in ganz Deutschland über unseren neuen Satelliten KA-SAT sogar Zugangsgeschwindigkeiten bis zu 10 MBit/s bieten", sagte Volker Steiner, Managing Direktor bei Eutelsat Deutschland. Theoretisch seien sogar Geschwindigkeiten von 50 MBit/s und mehr möglich. Deutschland sei einer der wichtigsten Zielmärkte.


Fahnder99 11. Okt 2010

!!! Der ist mal richtig gut !!!

lieschen 18. Mai 2010

... guckst Du hier: http://www.lancom-systems.de/Pressemitteilungen.74.0.html?do=one&id=397

Lieschen 18. Mai 2010

... die sollten imho besser in jedem Dorf eine UMTS-Antenne schalten und dann man auch...

Lieschen 18. Mai 2010

... was hat denn jetzt der Takt vom Prozessor mit der Datenübertragung zur tun ???? Ihmo...

Mondfanatiker 18. Mai 2010

Du hast bauart- bzw. laufzeitbedingt _immer_ eine knappe halbe Sekunde Ping. Dazu kommen...

Kommentieren



Anzeige

  1. Entwicklungsingenieur/-in Diagnoseumfeld von Motorsteuergeräten
    Robert Bosch GmbH, Schwieberdingen
  2. Informatiker (m/w)
    Kassenärztliche Bundesvereinigung, Berlin
  3. Referent Informationssicherheitsmanag- ement (m/w)
    EWE Aktiengesellschaft, Oldenburg
  4. System Engineers (m/w)
    SVA System Vertrieb Alexander GmbH, Karlsruhe und Berlin

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. MSI GT80 Titan

    Erstes Gaming-Notebook mit mechanischer Tastatur

  2. Ministerpräsident

    Viktor Orban zieht Internetsteuer für Ungarn zurück

  3. Spielentwickung

    Engine-Trends jenseits der Grafik

  4. Gesetz über geistiges Eigentum

    Spanien erlässt eine Google-Gebühr

  5. Android-Smartphone

    Huaweis Ascend Mate 7 für 500 Euro zu haben

  6. Crescent Bay

    Oculus Rift und die Sache mit dem T-Rex

  7. Foto-App

    Instagram jetzt auch mit Werbefilmen

  8. Personalie

    Android-Schöpfer Andy Rubin verlässt Google

  9. Samsung, Apple und Nokia

    Welche Smartphone-Kamera ist die Beste?

  10. Filesharing

    Gesetz gegen unseriöses Inkasso tritt in Kraft



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Moore's Law: Totgesagte schrumpfen länger
Moore's Law
Totgesagte schrumpfen länger

Samsung Galaxy Note 4 im Test: Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
Samsung Galaxy Note 4 im Test
Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
  1. Galaxy Note 4 4,5 Millionen verkaufte Geräte in einem Monat
  2. Samsung Galaxy Note 4 wird teurer und kommt früher
  3. Gapgate Spalt im Samsung Galaxy Note 4 ist gewollt

iPad Air 2 im Test: Toll, aber kein Muss
iPad Air 2 im Test
Toll, aber kein Muss
  1. Tablet Apple verdient am iPad Air 2 weniger als am Vorgänger
  2. iFixit iPad Air 2 - wehe, wenn es kaputtgeht
  3. iPad Air 2 Benchmark Apples A8X überrascht mit drei Prozessor-Kernen

    •  / 
    Zum Artikel