Handybausteine

Will Intel Infineons Mobilfunksparte übernehmen?

Nach Informationen der Financial Times Deutschland verhandelt Intel mit Infineon über eine Übernahme. Der weltgrößte Halbleiterhersteller plant demnach, Infineons Abteilung für Handybausteine zu übernehmen - entsprechende Chips hat Intel nämlich noch nicht im Angebot.

Anzeige

Die FTD nennt für ihren Bericht namentlich keine Quellen, gibt aber aus Kreisen von Infineon an, die Verhandlungen zwischen Intel und Infineon liefen bereits "intensiv". Während Intel bei Funkmodulen für WLAN und WiMax seit Jahren gut aufgestellt ist, hat sich der Konzern bisher nicht mit Produkten an Mobilfunkbausteinen für Standards wie GSM oder UMTS versucht. In diesem Bereich ist aber Infineon nach langer Krise einer der größten Anbieter.

Das Münchner Unternehmen - auch die Deutschlandzentrale von Intel befindet sich in der bayerischen Landeshauptstadt - hatte in den vergangenen Jahren seine Mobilfunksparte mühsam saniert, fiel aber dennoch gegenüber Anbietern wie ST Ericsson und Qualcomm weiter zurück. Die FTD erwartet bei einer Übernahme einen Milliardenerlös für Infineon.

Intel plant seit Jahren einen Einstieg ins Geschäft mit Smartphones, spätestens die nächste Generation der Atom-Prozessoren ("Medfield") soll dafür geeignet sein. Dafür sah Intel zunächst eine Partnerschaft mit TSMC vor, welche die Atom-Kerne in SoCs integrieren sollten, dies ist jedoch bis auf weiteres verschoben. Auch mit Nokia kooperiert Intel, hier geht es nicht nur um Handydesigns und das Betriebssystem Meego, sondern auch um Chipdesigns.

Sollte sich Intel wirklich Infineons Handysparte einverleiben, könnte das Unternehmen sein erfolgreiches Konzept der Plattformen auch bei Smartphones fortführen. Bei PCs ist Intel mit dem Angebot von Prozessor, Chipsatz und bei Notebooks auch WLAN-Modulen sehr erfolgreich. Die Bundle-Angebote erlauben nicht nur eine flexible Preisgestaltung, Intel entwickelt auch Referenzdesigns, damit Dritthersteller neue Produkte schneller auf den Markt bringen können. Dass manche Bausteine nur im Paket zu attraktiven Preisen angeboten werden, sorgte aber bei Konkurrenten auch schon für Kritik.


Kommentieren


Übernimmt Intel Infineon? @ Video News / 17. Mai 2010

Übernimmt Intel Infineon?



Anzeige

  1. Software Application Engineer E-Commerce (m/w)
    Home Shopping Europe GmbH, Ismaning (Raum München)
  2. Ingenieur Elektrotechnik / Informationstechniker (m/w)
    IT Solutions GmbH, Frankfurt am Main
  3. Mitarbeiter / Mitarbeiterin für IT-Systemadministration
    Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V., Marburg
  4. Re­quire­ments-In­ge­nieur (m/w)
    S1nn GmbH & Co. KG, Stutt­gart

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Elektroautos

    Tesla will Akkufabrik in Deutschland bauen

  2. Studie

    Mädchen interessieren sich quasi gar nicht für IT-Berufe

  3. Taxi-Konkurrenz

    Uber will Gesetzesreform

  4. Star Citizen

    Virtuelles Raumschiff für 2.500 US-Dollar

  5. Patentstreit

    Samsung fordert Importverbot für Nvidia-GPUs

  6. Spieleklassiker

    Retrogolem spielt Star Wars X-Wing (DOS)

  7. Panasonic Lumix DMC-LX100 im Test

    Kamera zum Begeistern und zum Verzweifeln

  8. Kanzlerhandy

    Bundesanwaltschaft will NSA-Ermittlungsverfahren einstellen

  9. Internetsuche

    EU-Parlamentarier erwägen Google-Aufspaltung

  10. 15 Jahre Unreal Tournament

    Spiel, Bot und Sieg



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Zbox Pico im Test: Der Taschenrechner, der fast alles kann
Zbox Pico im Test
Der Taschenrechner, der fast alles kann

SE Android: In Lollipop wird das Rooten schwer
SE Android
In Lollipop wird das Rooten schwer
  1. Lollipop Android 5.0 für deutsche Nexus-Geräte ist da
  2. Android 5.0 Lollipop wird für Nexus-Geräte verteilt
  3. Android 5.0 Aktuelles Moto G ist erstes Smartphone mit Lollipop-Update

Battlefield Hardline angespielt: New Action Hero
Battlefield Hardline angespielt
New Action Hero
  1. Videostreaming Youtube startet 60-fps-Wiedergabe
  2. Electronic Arts Business-Ergebnisse und Battlefield-Termine
  3. Dreijahresplan EA will Spielervertrauen zurückgewinnen

    •  / 
    Zum Artikel