X Prize Foundation

US-Stiftung plant neue spektakuläre Wettbewerbe

Die X Prize Foundation hat vier neue Preise angekündigt, darunter ist ein Wettbewerb eines Roboterautos gegen einen professionellen Rennfahrer. Außerdem will die Stiftung künftig enger mit Unternehmen zusammenarbeiten und bis zu sechs Wettbewerbe im Jahr ausrufen.

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Die X Prize Foundation hat am Wochenende ihre Pläne für die nächsten fünf Jahre vorgelegt, berichtet der US-Branchendienst Cnet. Dazu gehören vier neue Wettbewerbe in verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen. Außerdem plant die Stiftung künftig eine engere Zusammenarbeit mit Unternehmen.

Engere Zusammenarbeit mit Unternehmen

So will die X Prize Foundation neue Wettbewerbe auf die Unternehmen zuschneiden: Die Stiftung will die Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der Unternehmen analysieren und für große technische Herausforderungen X Prizes oder kleinere Wettbewerbe, die X Challenges, ausloben.

Wie das aussehen könnte, hat die Zusammenarbeit der X Prize Foundation mit der US-Raumfahrtbehörde Nasa gezeigt: Eine Untersuchung der Nasa-Forschungsvorhaben führte zur Ausschreibung der Centennial Challenges, an denen sich unabhängige Teams beteiligen können, um der Nasa zu helfen. Eine dieser Challenges war die Lunar Lander X Prize Challenge, bei der es darum ging, ein Landesonde zu entwickeln.

Mehrere Wettbewerbe im Jahr

Ziel der X Prize Foundation ist, künftig jedes Jahr zwei X Prizes und drei bis vier X Challenges auszuschreiben. Es gebe schon genug abgebrochene Wettbewerbe, sagte Bob Weiss, Vorsitzender der Stiftung. Deshalb sei es entscheidend, dass die Ziele der Preise erreichbar seien.

Vier Wettbewerbe plant die Stiftung als Nächstes. Zwei davon sind im Bereich der Lebenswissenschaften angesiedelt: Im Rahmen des AI Physician X Prize soll ein auf künstlicher Intelligenz basierendes Diagnosesystem entwickelt werden, das Krankheiten besser diagnostizieren kann als eine Gruppe von zehn Medizinern. Ein anderer Wettbewerb, der noch keine Namen hat, hat das Ziel, aus den Stammzellen eines Patienten ein Organ zu züchten, das ihm dann implantiert wird. Er soll damit ein Jahr lang leben.

Rennen Mensch gegen Roboter

Der Autonomous Automobile X Prize ist eine Art Fortsetzung der Darpa Grand Challenges, der von der Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums veranstalteten Roboterautowettbewerbe: Der Preis winkt dem Team, das es schafft, ein unbemanntes Auto zu entwickeln, das einen hochklassigen Rennfahrer in einem Rennen besiegen kann. Im letzten noch namenlosen Wettbewerb schließlich wird es darum gehen, ein unbemanntes Fahrzeug für die Erforschung des Ozeanbodens zu entwickeln.

Derzeit laufen drei von der X Prize Foundation ausgeschriebene Wettbewerbe: Beim Lunar X Prize geht es darum, einen Roboter auf den Mond zu bringen. Dort muss der Roboter sich mindestens 500 Meter von seinem Landeplatz wegbewegen und Bilder, Videos und Daten zur Erde senden. Dem Team, dem das bis zum 31. Dezember 2012 gelingt, winkt ein Preisgeld von 20 Millionen US-Dollar.

100 Chromosomensätze in zehn Tagen

Ziel des Progressive Automotive X Prize, der derzeit in den USA ausgetragen wird, ist die Entwicklung energieeffizienter, serientauglicher Autos. Der Archon Genomics X Prize winkte einem Team, das es schafft, 100 Chromosomensätze in zehn Tagen zu sequenzieren.

Den ersten Wettbewerb, den Ansari X Prize, hatte die Organisation im Jahr 1996 für den ersten und bemannten suborbitalen Raumflug eines privaten Teams ausgeschrieben. Im Jahr 2004 gewann ihn das Team Scaled Composites mit dem SpaceShipOne.


Organo 17. Mai 2010

ODER er bekommt nach einem Jahr einfach ein neues Spenderorgan.

emden09 17. Mai 2010

wann wohl wird der Robotter soweit sein, Alonso in der letzten Kurve in Monaco zu...

Sub vention 17. Mai 2010

In der EU nennt man sowas dann Subvention oder EU/DFG-Fördermittel. Die USA bezahlen...

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