Abgabenstreit

Gema bricht Verhandlungen mit Youtube ab

Die Gema hat ihre seit rund einem Jahr laufenden Verhandlungen mit Youtube abgebrochen. Sie fordert die Löschung von Musikvideos. Die beiden können sich nicht über die Bedingungen eines neuen Lizenzvertrags zur Musiknutzung auf Googles Videowebsite einigen.

Anzeige

Seit April 2009 erhalten Urheber musikalischer Werke laut der Gema keine Tantiemen für die auf Youtube genutzten Werke. Youtube hatte Ende März 2009 angekündigt, den Zugriff auf die Musikvideos in Deutschland zu sperren, bis eine Einigung mit der Gema erzielt worden wäre.

Nun hat die Gema die Verhandlungen mit Youtube abgebrochen. Im Verbund mit acht weiteren internationalen Verwertungsgesellschaften wolle man ein Zeichen setzen, so die Gema: "Musik hat ihren Wert."

Google hält die Forderungen der Gema für überzogen: "So liegt der veröffentlichte Gema-Tarif mehr als 50-mal über dem, was die vergleichbare Verwertungsgesellschaft PRS for Music vor einigen Wochen von uns in Großbritannien gefordert hat. Und schon die PRS-Forderung überstieg eindeutig das für uns wirtschaftlich Tragbare. Übertragen auf den Kauf einer CD würde dies bedeuten, dass ein Musikliebhaber in Deutschland für eine herkömmliche CD mehr als 500 Euro zahlen müsste", argumentierte Google Ende März 2009.

Youtube wird zusammen mit dem Abbruch der Verhandlungen aufgefordert, rund 600 der von dem Videoportal seit dem 1. April 2009 illegal genutzten Werke zu löschen beziehungsweise den Abruf von Deutschland aus zu sperren. So will die Gema die Gangart im Streit mit Google verschärfen und bildet dabei einen Verbund mit internationalen Verwertungsgesellschaften, darunter die US-amerikanischen Autorengesellschaften ASCAP, BMI und SESAC, die französische SACEM und die SIAE aus Italien.

"Das Problem der illegalen Nutzung ist durch das Internet mittlerweile ein internationales. Plattformen wie Youtube sind nicht national beschränkt", erläutert Gema-Chef Harald Heker die internationale Zusammenarbeit. Gemeinsam repräsentiere der internationale Verbund rund 60 Prozent des Weltrepertoires.

Die Gema räumt aber ein, dass es letztendlich nicht das Ziel ist, sämtliche Musik aus Youtube zu löschen: "Der internationale Verbund der Musikautorengesellschaften könnte sämtliche Werke seines Repertoires von Youtube entfernen lassen, wenn er dies wollte. Darauf wird aber mit Blick auf die Bedürfnisse der Musiknutzer und der Musikurheber verzichtet: Die Rechteinhaber möchten, dass ihre Musik möglichst viel gehört wird - sofern sie vom Anbieter entsprechend lizenziert ist." Das eigentliche Ziel sei vielmehr, eine angemessene Vergütung der Urheber zu erreichen und dafür mit Youtube zu einer neuen Vertragsvereinbarung zu gelangen.


Stevie 11. Mai 2010

Schon interenssant, wie sich hier die meisten auf die Seite eines Milliardenkonzerns wie...

Stevie 11. Mai 2010

...and the ignorant fall silent.

China-Mann 11. Mai 2010

CD? Diese zerhackstückte, digitale Musik, die nur Frequenzen bis 20 kHz wiedergeben...

Blablablublub 11. Mai 2010

Das Teil ist ja Geiiiiil. *Daumen hoch*

Schnockel 11. Mai 2010

Ich weiss gar nicht wieso es nirgendwo Berichte ueber guvera.com gibt und auch golem will...

Kommentieren




Anzeige
  1. Java Developer (m/w)
    RWE Supply & Trading GmbH, Essen
  2. Webentwickler / Webentwicklerin
    FIZ CHEMIE Berlin GmbH, Berlin
  3. Senior Softwaredeveloper C# / .Net im ALM Service (m/w)
    Siemens AG, Fürth
  4. Techniker Steuergerätetest Hardware-in-the-Loop (m/w)
    MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Mannheim

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Bernd Schlömer

    Twittern und Mailen für die Piratenpartei im Dienst verboten

  2. Anstößige Animationen

    Cinemagram-App wieder in Apples App Store

  3. USB-Sticks und Speicherkarten

    Hersteller wehren sich gegen neue "Mondtarife"

  4. Kim Dotcom

    "Gebt mir meine Rechner zurück!"

  5. Bang! Lamp

    Eine Designlampe zum Abknallen


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 384 | letzter Beitrag 15:32 Uhr

  2. Kommentare: 220 | letzter Beitrag 19:00 Uhr

  3. Kommentare: 215 | letzter Beitrag 11:40 Uhr

  4. Kommentare: 183 | letzter Beitrag 20:19 Uhr

  5. Kommentare: 124 | letzter Beitrag 21:15 Uhr

Mehr


  1. iOS

    Untethered Jailbreak für iOS 5.1.1 erschienen

  2. CSU-Vizechefin

    Aussagen zur Internetsucht sind absurd

  3. Schmerzlos

    MIT-Forscher entwickeln Injektor mit Lorentzkraft-Antrieb

  4. Sony

    Music Unlimited nun auch fürs iPhone

  5. Samsung Galaxy S3

    Siri braucht sich nicht zu fürchten

  6. Gewerkschaft

    Entlassungen werden bei HP-Deutschland voll durchschlagen

  7. Tex Murphy

    Privatermittler sucht Privatinvestoren

  8. Studie

    Fast jeder zweite Nutzer hört legal Musik im Netz

  9. Funcom

    The Secret World mit neuen Plänen bis zum Start

  10. Play Store

    Google startet Bezahlabos in Android-Anwendungen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


The Elder Scrolls 5 Skyrim: Update für Kämpfe hoch zu Ross
The Elder Scrolls 5 Skyrim
Update für Kämpfe hoch zu Ross

Die Kavallerie hält Einzug in Himmelsrand: Mit Patch 1.6 liefert Bethesda die Möglichkeit nach, in Skyrim auch auf dem Rücken von Pferden zu kämpfen. PC-Spieler dürfen bereits jetzt hoch zu Ross das Schwert schwingen.

  1. Skyrim unterstützt Kinect Der Drachenschrei ins Mikrofon
  2. The Elder Scrolls 5 Patch 1.5 macht Skyrim schöner
  3. Selbstbau-VR Skyrim mit Videobrille, Headtracker und Kinect

PGP vs. Geheimdienste: "PGP ist weiterhin sicher"
PGP vs. Geheimdienste
"PGP ist weiterhin sicher"

Symantec hat sich zu den Aussagen der Bundesregierung geäußert, nach denen Geheimdienste in der Lage seien, SSH oder PGP zu knacken oder zu umgehen. Mathematisch gesehen sei kein wirksamer Angriff bekannt.

  1. Bundesregierung Deutsche Geheimdienste können PGP entschlüsseln
  2. Mobilfunk Achtung, Eltern lesen mit!
  3. Überwachungskameras Aldi-Manager zoomten Kundinnen unter den Rock

Schadsoftware: Empfänger von Angry-Birds-SMS muss Strafe zahlen
Schadsoftware
Empfänger von Angry-Birds-SMS muss Strafe zahlen

14.000 Android-Nutzer weltweit haben sich eine gefälschte Angry-Birds-App heruntergeladen, die beim Öffnen eine 15 Pfund teure Kurznachricht per SMS verschickt. Der Dienstleister, dessen Kontrolle versagte, muss das Geld nun zurückzahlen und 50.000 Pfund Strafe zahlen.

  1. Rovio Angry Birds rasen mit Kimi durch Monaco
  2. Rovio Eine Milliarde Angry Birds
  3. Rovio Entertainment 48 Millionen Euro Gewinn mit Angry Birds

Zum Artikel