Swift-Abkommen

EU-Parlament will Datenübermittlung an USA einschränken

Das EU-Parlament tritt beim Austausch personenbezogener Daten von EU-Bürgern mit den USA auf die Bremse. In zwei Ende der Woche verabschiedeten Resolutionen fordern die Parlamentarier die EU-Kommission zu Nachbesserungen an den Verträgen auf.

Anzeige

Die US-Regierung macht Druck, um möglichst schnell wieder an die persönlichen Bank- und Flugdaten europäischer Bürger heranzukommen. Am Donnerstag warb US-Vizepräsident Joe Biden persönlich vor dem Plenum um die Zustimmung des EU-Parlaments für die Abkommen über den Austausch von Bankdaten (Swift) und Fluggastdaten. Er warnte die Europäer eindringlich vor den Gefahren des internationalen Terrorismus und betonte die Notwendigkeit eines umfassenden Datenzugriffs durch die US-Behörden. Doch die EU-Parlamentarier konnte er nicht wirklich überzeugen.

Das EU-Parlament hatte der Novelle des Swift-Abkommens zu Beginn des Jahres wegen Datenschutzbedenken die Zustimmung verweigert. Am Montag kommender Woche sollen nun neue Gespräche über das Swift-Abkommen starten. Im Vorfeld hat das Parlament deshalb noch einmal seine Position bekräftigt, wonach die massenhafte Datenübertragung an die USA gegen europäisches Recht verstößt. Das Parlament forderte die EU-Kommission auf, in einem neuen Abkommen dafür Sorge zu tragen, dass "eine strikte Implementierung und Aufsichtsvorgaben, überwacht von einer entsprechenden, von der EU bestimmten Aufsichtsstelle", im Vertrag vorgesehen sind. Die maximale Speicherdauer der Daten dürfe fünf Jahre nicht übersteigen und die Daten dürften nicht an Drittstaaten weitergegeben werden.

Auf lange Sicht bevorzugen die Parlamentarier ein Abkommen, bei dem die Daten auf Anfrage innerhalb der EU ausgewertet werden. Das wäre die Lösung, die "die höchste Stufe der Garantien" bieten würde, so die Parlamentarier. Bis dahin sollte eine EU-Justizbehörde die Auswertung der Daten überwachen. Außerdem gebiete es der Grundsatz der Gegenseitigkeit, dass die EU-Behörden auch Zugang zu Daten aus den USA erhalten würden.

Beim Abkommen über die Weitergabe von Fluggastdaten (Passenger Name Records) spielt das Parlament vorerst auf Zeit. Gemäß dem Lissabon-Vertrag muss das Parlament dem Abkommen seine Zustimmung erteilen. Fürs Erste hat das Parlament aber beschlossen, die Abstimmung zu vertagen. Die Parlamentarier möchten die Nutzung von Fluggastdaten weiter einschränken als bisher vorgesehen sowie die bereits früher erhobenen Forderungen nach mehr Datenschutz berücksichtigt sehen. Sie forderten die EU-Kommission auf, bis spätestens Mitte Juli entsprechende Vorschläge zu unterbreiten. [von Robert A. Gehring]


Wikifan 10. Mai 2010

Wir sollten dabei nicht vergessen, dass uns Rot-Grün erst in den Krieg geführt hat. SPD...

hmpfhmpf 10. Mai 2010

z.B. die Sauerland-Terroristen http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dasfeature/918250/

Tingelchen 10. Mai 2010

Erzähl nicht son mist. Sonst glaubt das noch einer ;)

G.Fawkes 10. Mai 2010

Da <°)))o><

spanther 09. Mai 2010

LOL stimmt! :D

Kommentieren




Anzeige
  1. Java Developer (m/w)
    RWE Supply & Trading GmbH, Essen
  2. Webentwickler / Webentwicklerin
    FIZ CHEMIE Berlin GmbH, Berlin
  3. Senior Softwaredeveloper C# / .Net im ALM Service (m/w)
    Siemens AG, Fürth
  4. Techniker Steuergerätetest Hardware-in-the-Loop (m/w)
    MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Mannheim

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Bernd Schlömer

    Twittern und Mailen für die Piratenpartei im Dienst verboten

  2. Anstößige Animationen

    Cinemagram-App wieder in Apples App Store

  3. USB-Sticks und Speicherkarten

    Hersteller wehren sich gegen neue "Mondtarife"

  4. Kim Dotcom

    "Gebt mir meine Rechner zurück!"

  5. Bang! Lamp

    Eine Designlampe zum Abknallen


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 384 | letzter Beitrag 15:32 Uhr

  2. Kommentare: 220 | letzter Beitrag 19:00 Uhr

  3. Kommentare: 215 | letzter Beitrag 11:40 Uhr

  4. Kommentare: 183 | letzter Beitrag 20:19 Uhr

  5. Kommentare: 124 | letzter Beitrag 21:15 Uhr

Mehr


  1. iOS

    Untethered Jailbreak für iOS 5.1.1 erschienen

  2. CSU-Vizechefin

    Aussagen zur Internetsucht sind absurd

  3. Schmerzlos

    MIT-Forscher entwickeln Injektor mit Lorentzkraft-Antrieb

  4. Sony

    Music Unlimited nun auch fürs iPhone

  5. Samsung Galaxy S3

    Siri braucht sich nicht zu fürchten

  6. Gewerkschaft

    Entlassungen werden bei HP-Deutschland voll durchschlagen

  7. Tex Murphy

    Privatermittler sucht Privatinvestoren

  8. Studie

    Fast jeder zweite Nutzer hört legal Musik im Netz

  9. Funcom

    The Secret World mit neuen Plänen bis zum Start

  10. Play Store

    Google startet Bezahlabos in Android-Anwendungen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Samsung XE300: Google Chromebox versehentlich ausgeliefert
Samsung XE300
Google Chromebox versehentlich ausgeliefert

Weitgehend unbemerkt hat der US-Händler Tigerdirect die ersten Chromebox-Systeme von Google ausgeliefert. Für 330 US-Dollar bekommt der Nutzer recht gute Hardware in Nettop-Form, die sehr viel leistungsfähiger ist als die des Chromebook mit ChromeOS.

  1. Googles Aura Chromium OS mit klassischem Desktop

Lollipop Chainsaw angespielt: Blond und brutal
Lollipop Chainsaw angespielt
Blond und brutal

Der japanische Spieldesigner Goichi Suda - Fans sagen schlicht "Suda 51" - ist für schräge Actionspiele bekannt. Sein nächstes Werk schickt ein scheinbar braves Schulmädchen in den Kampf gegen Zombies.

  1. Spielepublisher in Not dtp Entertainment meldet Insolvenz an
  2. US-Umsätze im März 2012 Spielemarkt schrumpft weiter
  3. Starlight Inception Lucas-Arts-Veteran kämpft für das Weltraum-Action-Genre

Owncloud Inc.: "Wir sind kein Serviceprovider"
Owncloud Inc.
"Wir sind kein Serviceprovider"

Das Unternehmen Owncloud entwickele nur Software und biete Support für Kunden, sagte Technikchef Frank Karlitschek auf dem Linuxtag 2012. Darüber hinaus verriet er einige technische Details zu Owncloud 4 und kommenden Entwicklungen.

  1. Persönlicher Onlinespeicher Owncloud 4.0 verschlüsselt Daten auf dem Server
  2. Persönlicher Onlinespeicher Owncloud erhält Android-Applikation
  3. Persönlicher Onlinespeicher Owncloud 2012 auch mit kostenpflichtigem Support

Zum Artikel