Ryzom

Onlinerollenspiel wird Open Source

So ein Comeback ist selten in der Spielebranche: Das MMORPG Ryzom war wegen finanzieller Probleme schon abgeschaltet - seit rund einem Jahr läuft es wieder erfolgreich mit Bezahlsystem. Nun kündigen die Betreiber an, den Sourcecode öffentlich zugänglich zu machen.

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Aus rund zwei Millionen Zeilen Code besteht das Hauptprogramm des Onlinerollenspiels Ryzom, dazu kommen über 20.000 Texturen sowie tausende von 3D-Objekten - demnächst kann jeder auf die Daten von Server und Client zugreifen, ebenso wie auf die selbst entwickelten Editoren des Programms. Das zyprische Unternehmen Winch Gate, das Ryzom betreibt, will den Sourcecode frei zugänglich machen, und zwar im Rahmen einer GNU Affero General Public License. Die Assets, in erster Linie die Texturen und 3D-Modelle, werden unter einer Creative Commons BY-SA 3.0 in Kooperation mit der Free Software Foundation (FSF) ins Netz gestellt.

Die FSF äußert sich ausführlich zur Freigabe von Ryzom und bezeichnet sie als "wahrscheinlich größten Beitrag zu den freien Spielen bis jetzt". Es sei künftig zwar nicht möglich, sich mit modifizierten Clients auf dem weiterhin normal weiterlaufenden kommerziellen Server einzuloggen, aber ein Testserver soll zur Verfügung stehen. Außerdem ist es nicht möglich, mit der Serversoftware auf eigene Faust ein eigenes Ryzom zu eröffnen, weil Winch Gate bestimmte Weltdaten - Geografie und Orte sowie Quests und Gegenstände - nicht freigibt. Das sei auch deshalb sinnvoll, damit die Community nicht auseinandergerissen wird.

Auch die Sound- und Musikdateien seien nicht veröffentlicht worden, weil die Eigentumsrechte gar nicht bei den Ryzom-Betreibern liegen. Laut der FSF gebe es derzeit Bemühungen, die kommerziellen - natürlich ebenfalls nicht freigegebenen - Editoren des Ryzom-Teams durch Open-Source-Tools wie Blender zu ersetzen.

Ryzom ging 2004 erstmals an den Start und versetzt Spieler in eine Welt, die 30.000 Jahre in der Zukunft liegt. Sie enthält eine Mischung aus klassischen Science-Fiction- und Fantasyelementen. Es gibt zwei Fraktionen: Eine setzt auf Magie und Natur, die andere auf Hightech. Schon 2006 - als Ryzom in finanziellen Schwierigkeiten steckte - gab es eine enge Zusammenarbeit zwischen FSF und Ryzom mit dem Ziel, Geld für den Kauf des Codes vom insolventen Entwickler Nevrax zu sammeln.


nröjB 03. Dez 2010

Klingst wie ein Fanboy. Fehlt nur noch das Bashing der anderen MMOs.

Troll123456798 18. Mai 2010

Frohe Ernte

Ohneeeeeeeeeeeeee 10. Mai 2010

Bitte nich. Dummes geklopfe und sinnloses rumgerenne im DSA Universum...

nille02 07. Mai 2010

Die ist vorhanden. Einfach den ryzom_client_open.7z Herunterladen und einloggen ( Daten...

eiapopeia 07. Mai 2010

Mit dem Unterschied, dass es eben nicht von einem (!) gemacht wird. Aber genau das ist...

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