Open Access

US-Universitäten für freien Zugang zu Forschungsergebnissen

In den USA nimmt die Unterstützung für Gesetzesinitiativen zur Förderung von Open Access zu. Im Senat und im Repräsentantenhaus wurden Gesetzesentwürfe eingebracht. Jetzt haben bekannte Universitäten ihre Unterstützung für die Initiativen bekundet.

Anzeige

Die USA wollen zum Vorreiter beim Open Access werden. Nachdem noch unter dem ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush ein wichtiges Open-Access-Gesetz verabschiedet worden war, wollen Senat und Repräsentantenhaus nun weitere Schritte unternehmen. Der einflussreiche Senator Joseph Lieberman hatte bereits im Juni 2009 einen Entwurf für einen Federal Research Public Access Act eingebracht. Mit einem fast wortgleichen Gesetzentwurf haben sechs Abgeordnete des Repräsentantenhauses Mitte April nachgelegt. Damit stehen die Chancen gut, dass sich die beiden Kammern des Parlaments in absehbarer Zeit auf einen gemeinsamen Entwurf einigen werden.

Ende April haben 27 hochrangige Vertreter bekannter Forschungsuniversitäten - darunter Vertreter der Harvard University, der Stanford University und der Universität Berkeley - in einem offenen Brief ihre Unterstützung für die Gesetzentwürfe bekundet. In dem Brief heißt es: "Wir glauben, dass diese Gesetzgebung einen Wendepunkt und eine Chance für die gesamte US-Hochschul- und Forschungsgemeinschaft ist..., um den Zugang zu öffentlich finanzierten Forschungsergebnissen zu verbreitern, damit der Fortschritt des Wissens beschleunigt und der Nutzen der Allgemeinheit maximiert wird."

Beide Gesetzentwürfe sehen vor, dass Bundesbehörden mit einem Forschungsetat von über 100 Millionen US-Dollar verbindliche Open-Access-Richtlinien erarbeiten müssen. Publikationen in Fachzeitschriften, die aus staatlich geförderten Projekten hervorgehen, müssen demnach innerhalb von zwölf Monaten nach Erscheinen kostenlos öffentlich zugänglich gemacht werden. Die Gesetzentwürfe enthalten eine Reihe von Ausnahmebestimmungen. So sollen beispielsweise Konferenzbeiträge, Labornotizen oder andere Unterlagen, die der Vorbereitung einer Publikation dienen, nicht publiziert werden müssen.

Wenn möglich sollen die Artikel in ihrer publizierten Form zugänglich gemacht werden. Sollte ein Verlag seine Zustimmung dazu verweigern, muss das finale Manuskript inklusive der nach der Peer Review vorgenommenen Änderungen veröffentlicht werden. Die Behörden müssen Verzeichnisse der Publikationen anlegen und regelmäßig Rechenschaft darüber ablegen, dass die offene Publikationspflicht auch eingehalten wird. [von Robert A. Gehring]


Bloedlaberer 07. Mai 2010

Ich glaube du verstehst da was falsch. Es geht nicht darum vorlaeufige Daten zu...

Forum gegen 06. Mai 2010

Die Länder battleln im Wettstreit wer die meisten zitate hat. Profs Ehre ist die Liste...

Sosel 06. Mai 2010

Elsevier et. al. sollten sich schämen. Einerseits wird Geld von den Autoren fürs...

Kommentieren




Anzeige
  1. Testspezialist (m/w)
    PENTASYS AG, München und Frankfurt
  2. Java Web Developer Backend (SQLServer) im M-Commerce (m/w)
    über HRM CONSULTING GmbH, Berlin
  3. Oracle Datenbankentwickler (m/w)
    ckc ag, Region Braunschweig
  4. IT-System-Administrator (m/w)
    Endress+Hauser Conducta Gesellschaft für Mess- und Regeltechnik mbH & Co. KG, Gerlingen, Waldheim bei Dresden, Groß-Umstadt bei Darmstadt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Tablet-Nachfolger

    iPad-3-Teile aufgetaucht

  2. Tim Schafer

    40.000 US-Dollar für einen Konsolenpatch

  3. Gema-Vermerk

    Youtube sperrt irrtümlich Acta-Video von Bruno Kramm

  4. ProLiant Gen8

    HP macht Server unabhängig

  5. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 200 | letzter Beitrag 22:07 Uhr

  3. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 13:50 Uhr

  4. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 12:39 Uhr

  5. Kommentare: 100 | letzter Beitrag 18:09 Uhr

Mehr


  1. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  2. TZ77XE4

    Biostar zeigt Mainboard für Ivy Bridge und Sandy Bridge

  3. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  4. Fifa Street

    Last Man Standing auf dem Bolzplatz

  5. Isis Web Browser

    Neuer Browser für HPs WebOS

  6. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  7. Thermosensor

    Schmetterlingsflügel macht Wärme sichtbar

  8. Deutsche Gamestage

    Call for Papers der Quo Vadis verlängert

  9. Vodafone

    LTE auf dem Smartphone kostet monatlich 10 Euro mehr

  10. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Spielebranche: Diskussion über "stinkende Gamer"
Spielebranche
Diskussion über "stinkende Gamer"

Nach der Gamescom 2011 löste ein TV-Bericht von RTL über angeblich schlecht riechende Gamer Empörung aus. Jetzt folgt die Aufarbeitung der Szene beim Games Culture Circle in Berlin.

  1. Umfrage Zuschauer wollen mehr HD-Programme
  2. Golem.de guckt Wärmegedämmte Verschwörungstheorien
  3. Golem.de guckt George Orwell und der nigerianische Wahlkampf

IBM-Mainframe: Nasa schaltet letzten Großrechner ab
IBM-Mainframe
Nasa schaltet letzten Großrechner ab

Die Nasa hat den letzten IBM-Mainframe abgeschaltet. Damit gehe eine Rechnerära bei der Nasa zu Ende, schreibt deren IT-Chefin.

  1. Grail Nasa veröffentlicht Video von der Rückseite des Mondes

Blackhole Toolkit: Cryptome gehackt und mit Malware infiziert
Blackhole Toolkit
Cryptome gehackt und mit Malware infiziert

Cryptome ist gehackt und mit einer Schadsoftware infiziert worden. Der Schadcode hatte alle Seite das Angebotes befallen, das deshalb komplett wiederhergestellt werden musste.

  1. Evilshadow Microsoft Store in Indien gehackt
  2. Nach Hackerangriff Polizei-Webserver in Nordrhein-Westfalen seit 12 Tagen down
  3. Windows und Office 21 Sicherheitslücken in Microsofts Software

Zum Artikel