Atom Z600: Intels Moorestown für Smartphones und Tablets

Atom Z600

Intels Moorestown für Smartphones und Tablets

Intel hat seine unter dem Namen Moorestown entwickelte Atom-Plattform für Smartphones und Tablet-PCs offiziell vorgestellt. Kernstück ist der Atom Z6xx, der dank neuer Stromsparmodi deutlich effizienter sein soll als bisherige Atom-Chips, dabei aber Multitasking, Videowiedergabe in Full-HD mit 1080p und 3D-Spiele unterstützen soll.

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Die Plattform Moorestown besteht aus mehreren Chips, die in Kombination eine deutlich geringere Leistungsaufnahme versprechen und so auch für Smartphones, schlanke Tablets und andere Handheldgeräte geeignet sein sollen. Auf diesem Weg will Intel mit seiner x86-Plattform in neue Gerätekategorien vordringen.

Atom Z6xx als Herz der Plattform

Kern von Moorestown ist die Prozessorfamilie Atom Z6xx, die Intel unter dem Codenamen "Lincroft" entwickelt. Dieses System-on-Chip (SoC) kombiniert Intel mit dem Platform Controller Hub MP20 alias "Langwell" und dem dedizierten Mixed Signal IC (MSIC) mit Codenamen "Briertown". Die Architektur des Lincroft-Kerns basiert auf dem Atom N450 und dessen Plattform "Pine Trail", die aktuelle Netbooks antreibt.

  • Atom Z600 (rechts) und I/O-Baustein
  • x86-Smartphone von Aaava
  • Auch das Opentablet arbeitet mit Moorestown.
  • Blockdiagramm von Moorestown
  • Kleinere Mainboards, rechts schon Moorestown-Nachfolger Medfield
Atom Z600 (rechts) und I/O-Baustein

Der Atom Z6xx wird in 45-Nanometer-Technik gefertigt, verfügt über einen CPU-Kern mit 512 KByte L2-Cache und 24 KByte L1-Cache sowie einen 32 KByte großen Cache für Instruktionen. Die Prozessorkerne laufen mit Taktfrequenzen von 1,5 bis 1,9 GHz.

Das SoC integriert zudem Intels Grafikchip GMA 600, der mit bis zu 400 MHz getaktet ist und sich um 2D- und 3D-Grafik kümmert. Er unterstützt OpenGL ES2.0, OpenGL 2.1 und OpenVG 1.1. Zudem kann er Videos (MPEG4 Part 2, H.264, WMV und VC1) hardwarebeschleunigt decodieren. Dabei unterstützt der Chip für internet Displays eine maximale Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln. DirectX fehlt in Intels Ankündigung von Moorestown. Unterstützt werden dürfte Microsofts Frameworks aber wohl, nur ist noch nicht klar, bis zu welcher Version. Die bisherigen Atom-Plattformen kamen bis DirectX-9.

Ebenfalls integriert ist ein Single-Channel-Speichercontroller mit 32 Bit, der das sparsame LPDDR1 und das billigere DDR2 unterstützt. So kann LPDDR1-Speicher mit 200 MHz und bis zu 1 GByte oder DDR2-Speicher mit bis zu 400 MHz und 2 GByte mit dem Atom Z6xx verwendet werden.

Der Atom Z6xx arbeitet darüber hinaus mit Intels Burst Performance Technology (BPT), um für kurze Intervalle die Leistung des Chips zu erhöhen, ohne dabei die gerade bei mobilen Geräten kritische Thermal Design Power zu erhöhen. Auch Hyperthreading zur Ausführung von zwei parallelen Threads auf einem Kern wird unterstützt. Intels Smart Idle Technology (SIT) erlaubt es, CPU-Kern und den Rest des SoCs abzuschalten, während das Betriebssystem im On-Modus bleibt. Dazu führt Intel auf Basis des C5-State des Atom zwei neue Stromsparmodi ein, die States S0i1 und S0i3. Sie senken die Leistungsaufnahme des Chips auf 100 Mikrowatt.

MP20 für I/O, Audio und Kryptographie 

DankHank 05. Mai 2010

Weil Nettops und Netbooks fast immer mit Windows betrieben werden. Eine Netcomputer mit...

HappyFragga 05. Mai 2010

Und wenn man den Artikel richtig gelesen hätte, hätte man gesehen, dass die genannte...

hmmmmmmmmmm 05. Mai 2010

bekanntlich führt konkurenz zu inovation ;) und intel soll die entwicklungskosten bei...

genervter Leser 05. Mai 2010

Es ist logisch das keine ActiveX-Unterstützung vorhanden ist! ActiveX wird nur von...

BasAn 05. Mai 2010

Deswegen konzentrieren die sich auch immer mehr auf den eigenen ARM-Chip: Tegra. Die...

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