MP20 für I/O, Audio und Kryptographie

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Über den Platform Controller Hub MP20 bindet Intel I/O-Schnittstellen und NAND-Controller an die Moorestown-Plattform an. Er regelt die Stromsparfunktionen des gesamten Systems, was Intel als Smart Power Technology (SPT) bezeichnet. Zudem beschleunigt der Chip die Kryptographiefunktionen von AES, DES, 3DES, RSA, ECC und SHA-1/2, was bei Intel unter der Bezeichnung Smart & Secure Technology (S&ST) läuft.

Darüber hinaus verfügt der MP20 über einen 24-Bit-Audio-DSP, der MP3, AAC-LC, HE-AAC v1 und v2, WMA9 und PCM unterstützt. Auch USB wird vom MP20 zur Verfügung gestellt, wobei Intel USB 2.0 samt USB OTG (On The Go) unterstützt.

Moorestown kann mit diversen drahtlosen Funktechniken kombiniert werden, darunter WLAN, UMTS und Wimax. Für UMTS kommen Chips von ST-Ericssons zum Einsatz, für WLAN wird Marvells 8688 und für GPS Infineons Hammerhead 2 unterstützt.

Moorestown für Android, Moblin und Meego

Auf Softwareseite unterstützt Moorestown diverse Betriebssysteme. In erster Linie setzt Intel aber auf Android, Moblin v2.1 und Meego. Android hat Intel bereits auf x86 portiert. Intels Linux-Plattform Moblin 2.1 wurde ebenfalls auf Moorestown ausgelegt, während am Gemeinschaftsprojekt Meego zusammen mit Nokia noch gearbeitet wird.

Auf diesen Betriebssystemen soll dann diverse Software laufen. Konkret nennt Intel Adobe Flash und Air, Microsofts Silverlight, Fluendos Media-Framework GStreamer und Helix von Real Networks und Skype. Dank dem auf Wine basierenden Crossover soll auch World of Warcraft auf Moorestown unter Linux laufen.

Intel verspricht längere Akkulaufzeiten

Insgesamt soll die Moorestown-Plattform im Vergleich mit der vorherigen Atom-Plattform für deutliche längere Akkulaufzeiten sorgen. Im Idle-Modus will Intel die Leistungsaufnahme um 98 Prozent reduziert haben, bei der Audiowiedergabe soll die Leistungsaufnahme der Plattform rund 95 Prozent niedriger liegen. Beim Surfen und der Wiedergabe soll die Leistungsaufnahme immerhin um 50 bis 66 Prozent geringer ausfallen. Entsprechende Geräte sollen so mehr als zehn Tage im Standby-Modus, zwei Tage bei der Audiowiedergabe sowie vier bis fünf Stunden beim Surfen und Abspielen von Videos durchhalten.

Die Leistung will Intel dabei deutlich erhöht haben und spricht von einer Rechenleistung, die um den Faktor 1,5 bis 3 höher ist als beim ersten Atom, sowie eine um den Faktor 2 bis 4 gesteigerte Grafikleistung. Bei der Ausführung von Javascript soll Moorestown etwa viermal schneller sein, Videos spielen die neuen Systeme auch in Full-HD mit 1080p ab - das kann die aktuelle Netbook-Plattform nur mit Zusatzschips. Aufnahmen sind bis 720p möglich, sie codiert der Grafikkern von Moorestown in H.264.

Die gesamte Moorestown-Plattform, bestehend aus Atom Z6xx, MP20 und dem Mixed Signal IC, ist ab sofort erhältlich. Bis erste Geräte damit auf den Markt kommen, dürften noch einige Wochen vergehen. Intel zeigte schon ein Smartphone von Aava und das Tablet von Openpeak.

 Atom Z600: Intels Moorestown für Smartphones und Tablets

DankHank 05. Mai 2010

Weil Nettops und Netbooks fast immer mit Windows betrieben werden. Eine Netcomputer mit...

HappyFragga 05. Mai 2010

Und wenn man den Artikel richtig gelesen hätte, hätte man gesehen, dass die genannte...

hmmmmmmmmmm 05. Mai 2010

bekanntlich führt konkurenz zu inovation ;) und intel soll die entwicklungskosten bei...

genervter Leser 05. Mai 2010

Es ist logisch das keine ActiveX-Unterstützung vorhanden ist! ActiveX wird nur von...

BasAn 05. Mai 2010

Deswegen konzentrieren die sich auch immer mehr auf den eigenen ARM-Chip: Tegra. Die...

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