Fraunhofer ILT druckt Flugzeugteile

Fraunhofer ILT druckt Flugzeugteile

Rapid-Manufacturing für die Luft- und Raumfahrt

Günstigere Flugzeugwartung per Rapid Manufacturing - das war das Ziel eines Projektes des Fraunhofer Instituts für Lasertechnik (ILT). Die Forscher haben gezeigt, dass sich auch hoch beanspruchte Turbinenteile aus Metallstaub aufbauen lassen.

Anzeige

Forscher des Fraunhofer Instituts für Lasertechnik (ILT) in Aachen präsentieren auf dem International Laser Technology Congress (AKL) ein Rapid-Manufacturing-Verfahren für den industriellen Einsatz. Per selektivem Laserschmelzen (Selective Laser Melting, SLM) sollen sich Bauteile schnell und günstig herstellen lassen, die auch den hohen Ansprüchen der Luftfahrtindustrie genügen.

Aufbau aus Metallstaub

Die Bauteile werden Schicht für Schicht aus Metallstaub aufgebaut, der von einem Laser mit der Lage darunter verschmolzen wird. Als Baumaterial kommen dabei eine Superlegierung auf Nickelbasis sowie Titanlegierungen zum Einsatz. Daraus ließen sich, so die Fraunhofer-Forscher, auch Teile fertigen, die den Belastungen in Flugzeugtriebwerken standhalten, also immensem Druck, Temperaturen bis zu 2.000 Grad Celsius und mehr als 1.000 Umdrehungen pro Sekunde. Bei Materialprüfungen habe sich gezeigt, dass diese Teile konventionell gefertigten Teilen von der Qualität her mindestens gleichwertig seien.

Per SLM ließen sich neue Komponenten fertigen, aber auch beschädigte Triebwerksteile reparieren, erklärt Konrad Wissenbach. Durch SLM seien "Geometrien und Designs möglich, von denen man bisher nicht zu träumen wagte", schwärmt der Fraunhofer-ILT-Mitarbeiter. Noch seien allerdings einige Verbesserungen notwendig: So könnten noch nicht alle Werkstoffe für Turbinen per SLM verarbeitet werden, schränkt Wissenbach ein. Zudem müsse die Produktivität des Verfahrens noch gesteigert werden.

Europäisches Forschungsprojekt

Das Fraunhofer-Projekt war Teil des vierjährigen europäischen Forschungsprojektes "Flexible and near-net-shaped generative manufacturing chains and repair techniques for complex shaped aero engine parts", kurz Fantasia, dessen Koordinator Wissenbach ist. Ziel von Fantasia, das Ende Mai 2010 ausläuft, ist, herauszufinden, inwieweit sich Rapid-Manufacturing-Verfahren für die Luft- und Raumfahrt eignen. Durch den Einsatz solcher Verfahren sollen sich die Durchlaufzeiten für die Instandsetzung um fast die Hälfte verkürzen, außerdem sind die Verfahren weniger materialaufwendig als herkömmliche. So sollen sich die Kosten für die Reparatur von Triebwerken deutlich senken lassen.

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa beschäftigt sich ebenfalls mit diesem Thema. Im Herbst 2009 hat sie das Verfahren Electron Beam Freeform Fabrication vorgestellt, bei dem ein Werkstück aus einem Metalldraht aufgebaut wird. Die dafür nötige Hardware ist so klein, dass sie auch an Bord eines Flugzeuges oder Raumschiffes Platz findet.


kx 05. Mai 2010

und was, glaubst du, geschieht nach dem anstreifen?^^

rep rap 05. Mai 2010

Die Diskussionen sind schon alt. Böse HP-Drucker brauchen nur ein Metallteil, damit das...

hmm... 05. Mai 2010

Da es hier "IT-News für Profis" (oder sowas ähnliches) gibt, geh ich nicht davon aus, da...

pandabaer 05. Mai 2010

Wir haben hier im Geschäft ein Laser gesintertes Teil. Keine Turbinenschaufel aber eine...

naja also 04. Mai 2010

Du kannst sicher sein: Das ist ein schweres Verbrechen gegen das geistige Eigentum des...

Kommentieren



Anzeige

  1. Software-Ingenieure (m/w) Junior / Senior
    Pichler Engineering GmbH, München oder Linz (Österreich)
  2. Soft­ware­ent­wickler (m/w)
    AKDB, München
  3. Consultant (m/w) Schwerpunkt Android
    FINARX GmbH, Darmstadt
  4. Consultant / Projektmanager (m/w) Software Lizenzmanagement
    Aspera GmbH, Aachen (teilweise Home-Office)

 

Detailsuche


Blu-ray-Angebote
  1. 3 Blu-rays für 18 EUR
    (u. a. Insomnia, Mystic River, Tödliches Kommando, Last Man Standing)
  2. VORBESTELLBAR: Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere [3D Blu-ray]
    29,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  3. Box-Sets und Komplettboxen bis -40%
    (u. a. Harry Potter Complete 39,97€, The Dark Knight Trilogy 18,97€)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Guardians of Peace

    Nordkorea soll den Sony-Hack befohlen haben

  2. Urteil

    Finger weg vom Handy beim Autofahren

  3. BSI-Sicherheitsbericht

    Hacker beschädigen Hochofen in deutschem Stahlwerk

  4. Innenminister de Maizière

    Jeder kleine Webshop muss sicher sein

  5. Smartwatch

    Pebble unterstützt Android Wear

  6. Sony-Leaks

    MPAA lobbyiert weiter für DNS-Sperren

  7. South Park S18

    Eine sehenswerte Staffel voller IT-Kritik

  8. Wiredtiger

    MongoDB übernimmt schnellen, skalierbaren Datenspeicher

  9. Trinity Desktop R14

    KDE3-Fork integriert neue Software

  10. Automatische Filterfunktion

    Facebook macht dunkle Selfies hell



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Yotaphone 2 im Test: Das Smartphone neu gedacht - und endlich auch durchdacht
Yotaphone 2 im Test
Das Smartphone neu gedacht - und endlich auch durchdacht

Parrot Bebop ausprobiert: Handliche Kameradrohne mit großem Controller
Parrot Bebop ausprobiert
Handliche Kameradrohne mit großem Controller
  1. Parrot Smartphone-Teleprompter für das Kameraobjektiv

Linshof: Die gut versteckte Firma hinter dem Wunder-Smartphone
Linshof
Die gut versteckte Firma hinter dem Wunder-Smartphone
  1. Smartphone-Markt Samsung schwächelt weiter, Xiaomi drängt in die Top 5
  2. Xodiom Spitzensmartphone scheint ein Schwindel zu sein
  3. Puzzle Phone Neues modulares Smartphone soll 2015 erscheinen

    •  / 
    Zum Artikel