Better Privacy löscht Flash-Cookies

Firefox-Addon ermöglicht Zugriff auf dauerhaft gespeicherte Cookies

Viele Websites mit Flash-Applikationen setzen Cookies, sogenannte LSOs. Anders als die HTTP-Cookies sind die Flash-Cookies kaum bekannt, auch wenn sie eine größere Bedrohung für die Privatsphäre darstellen können. Das Firefox-Addon Better Privacy erlaubt dem Nutzer, auf die LSOs zuzugreifen und sie zu löschen.

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Viele Webserver setzen Cookies, kleine Textdateien, auf den Rechner des Nutzers. Darin werden für einen begrenzten Zeitraum einige Informationen gespeichert, etwa eine Kennung für ein registrierungspflichtiges Angebot. Diese können nur über den Browser ausgelesen werden, über den sie gesetzt wurden, und sie haben ein Verfallsdatum. Ist das erreicht, wird die Datei automatisch gelöscht. Wem diese Dateien nicht geheuer sind, kann sie einfach im Browser löschen.

Was viele Nutzer nicht wissen: Auch Flash-Applikationen setzen Cookies, sogenannte Local Shared Objects (LSO). Diese unterscheiden sich von den HTTP-Cookies: Flash-Cookies werden im persönlichen Profil des Nutzers auf dem Computer gespeichert. Ein Zugriff über den Browser ist nicht möglich. Dafür können andere Browser auf die Cookies zugreifen: Öffnet der Nutzer auf einer Website eine Flash-Applikation mit dem Firefox, wird das LSO auch ausgelesen, wenn er dieses Angebot mit Chrome, Opera oder dem Internet Explorer wieder besucht.

Außerdem haben die Flash-Cookies kein Verfallsdatum - sie bleiben also dauerhaft auf der Festplatte. Dort nehmen sie zumindest Platz weg: Ein LSO ist bis zu 100 KByte groß - 25-mal größer als ein HTTP-Cookie. Da die LSOs deutlich größer sind als HTTP-Cookies, können darin auch mehr Daten gespeichert werden, etwa für kontextbezogene Werbung.

Dagegen hilft das Firefox-Addon Better Privacy des Entwicklers Ingo Krüger, der sich Natticat nennt. Die Erweiterung ermöglicht es dem Nutzer, auf die LSOs zuzugreifen und sie zu löschen. Aktuell ist die Version 1.47.4 vom 5. April 2010.

Von sich aus löscht Better Privacy LSOs, wenn Firefox geschlossen wird. Der Nutzer kann aber auch weitere Optionen einstellen, etwa dass Firefox bei Start die Daten löscht oder nach selbst definierten Zeiträumen, etwa jede Stunde. Diese Option dürfte für Nutzer interessant sein, deren Computer im Dauerbetrieb läuft.

Gesteht der Nutzer einzelnen Webangeboten zu, dass sie ein LSO setzen, kann er das Menü im LSO Manager festlegen. Dort gibt es eine Positivliste, in die er die Site aufnehmen kann - entweder indem er ein vorhandenes LSO markiert und dann auf die Schaltfläche "automatisches Löschen verhindern" klickt, oder indem er die URL der Seite per Hand in die Positivliste einträgt. Neben den Flash-Cookies löscht Better Privacy auch sogenannte DOM-Cookies. Das kann der Nutzer ebenfalls im Menü Optionen festlegen.

Der Werkzeugkasten von Golem.de ist eine Sammlung kleiner Hilfsprogramme, die die Redaktion einsetzt. Vielleicht gibt es Alternativen, die ein Problem besser lösen? Wir freuen uns über Rückmeldungen und Tipps zu vergleichbaren Werkzeugen - auch für andere Betriebssysteme - im Forum.


Krümelmoster 06. Mai 2010

Lustig ist, dass, wenn man BetterPrivacy 1.47.7 von NettiCats Webauftritt downloaden...

Anonymus_ 04. Mai 2010

Da fehlt der zweite Teil: chmod -R a-rw ~/.macromedia/Flash_Player/* auf diese weise...

Icecream 04. Mai 2010

Die Seite funktioniert sowieso nicht. Nicht mit und nicht ohne Blocker und Cookies. Ist...

Trollfaenger... 04. Mai 2010

Wer hier nicht kapiert bist Du selbst, und damit befindest Du Dich in Gesellschaft...

Kaktee 04. Mai 2010

Das ist nicht zu empfehlen. Dieses AddOn wurde vom Entwickler Anfang des Jahres an eine...

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das blog für programmier-verzweifler / 03. Mai 2010

Add-On gegen Superkekse



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