Riptano - kommerzieller Support für Cassandra

Unternehmen für Dienstleistungen rund um das NoSQL-System

Cassandra-Entwickler Jonathan Ellis hat mit Matt Pfeil das Unternehmen Riptano gegründet, das Dienstleistungen rund um Apaches freies NoSQL-System anbieten soll.

Anzeige

Das von Facebook initiiere Projekt Cassandra ist mittlerweile ein offizielles Apache-Projekt und wird unter dem Dach der Apache Software Foundation entwickelt. Der bislang bei Rackspace beschäftige Jonathan Ellis zählt zu den aktivisten Entwicklern das Systems und gründete nun zusammen mit seinem Partner Matt Pfeil ein eigenes Unternehmen, das kommerziellen Support, Beratung und andere Dienstleistungen rund um Cassandra anbietet.

Cassandra wird von einigen großen Websites eingesetzt, darunter Facebook, Twitter, Digg und Reddit. Die Software verspricht vor allem eine hohe Skalierbarkeit und läuft in Installationen mit mehr als 150 Cluster-Nodes. Cassandra bietet dazu einen strukturierten Key-Value-Store mit einer sogenannten "eventuellen Konsistenz". Zugunsten einer höheren Geschwindigkeit und besserer Skalierbarkeit verzichtet das System also auf Mechanismen, die sicherstellen, dass alle Knoten zu jedem Zeitpunkt den gleichen Zustand haben. Allerdings kann dieses Verhalten konfiguriert werden, vom einen Extrem, dass Schreibzugriffe niemals fehlschlagen, bis hin zum anderen Extrem, dass alle replizierenden Knoten Schreibzugriffe blockieren, um lesbar zu sein. Damit ist Cassandra zwar nur für einen begrenzten Einsatzzweck geeignet, hier typischen SQL-Lösungen aber überlegen.

Da alle Knoten in einem Cassandra-Cluster identisch sind, gibt es keinen Single Point of Failure. Da Daten automatisch auf mehrere andere Knoten repliziert werden, auch über mehrere Rechenzentren hinweg, ist das System zudem fehlertolerant.

Riptano will nun kommerzielle Dienste rund um Cassandra anbieten. Dabei gebe es durchaus auch aus dem klassischen Unternehmensbereich Interesse, so Ellis, denn neben hoher Skalierbarkeit biete Cassandra auch eine hohe Dauerhaftigkeit im Sinne von ACID. Zudem gebe es Interesse an der Auswertung der Daten per Hadoop.

Einen Fork des Apache-Projekts plant Riptano nicht, denkt aber über eine eigene Cassandra-Distribution nach, die allerdings weiter als Open Source zur Verfügung stehen soll.


P.L 03. Mai 2010

Aus dem Grund sollte man solche Begriffe überhaupt nicht übersetzen ...

Kommentieren




Anzeige
  1. Lotus-Notes-Entwickler (m/w)
    Volksbank Freiburg eG, Freiburg
  2. Systemadministrator/in SharePoint
    Erzbistum Köln Generalvikariat, Köln
  3. IT-Specialist Administration Datenbanken (Internationale IT) (m/w)
    ALDI SÜD, Mülheim an der Ruhr
  4. Senior Requirements Manager/in für Automotive
    ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, Wolfsburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Filesharing

    Schweiz will Internetsperren auf das Urheberrecht ausweiten

  2. Oslic und Oscad

    Ratgeber für freie Lizenzen

  3. Datenschutz-Grundverordnung

    Chaos Computer Club fürchtet Datenschutzauflösung durch EU

  4. 3M

    Quantenpunkte sollen LCDs farbiger machen

  5. Solar Impulse

    Solarflugzeug fliegt nach Dallas

  6. Telekom

    Bundestagspetition gegen Drosselung gestartet

  7. Linuxtag 2013

    Univention Absolventenpreis für Stauvermeidung

  8. Smartphones

    Kritik an Samsungs "rabiater Vorherrschaft"

  9. Steve Wilhite

    Ehrung für den Erfinder des "Jif"-Formates

  10. Seagate

    4-TByte-Festplatte für DVR und Videoüberwachung



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Datennetz: Bundesweite Störung beim mobilen Internet der Telekom
Datennetz
Bundesweite Störung beim mobilen Internet der Telekom

Das mobile Internet der Deutschen Telekom ist bundesweit gestört. Nicht alle Anschlüsse sind betroffen. Laut Telekom ist das Softwareproblem inzwischen behoben, es dauere aber einige Zeit, bis alle Verbindungen wieder laufen.

  1. Complete Comfort Deutsche Telekom bringt neue Mobilfunktarife
  2. Xtra Data Deutsche Telekom startet neue Prepaid-Datenflatrates
  3. René Obermann Scheidender Telekom-Chef hat neuen Job

Web Components: HTML-Elemente selber bauen
Web Components
HTML-Elemente selber bauen

Mit Web Components, die derzeit vom W3C standardisiert werden, kann sich jeder seine eigenen HTML-Elemente bauen - samt Aussehen und Logik - und sie wie Standardelemente in HTML-Dokumenten nutzen. Mit Googles neuer Bibliothek Polymer funktioniert das auch in den heute verfügbaren Browsern.

  1. Chrome 26 Beta Verbesserte Rechtschreibkorrektur und Template-Unterstützung

In eigener Sache: Bitte schalte deinen Adblocker aus!
In eigener Sache
Bitte schalte deinen Adblocker aus!

Viele Nutzer betrachten Adblocker als legitime Notwehr gegen die aggressive Werbung im Netz. Für Websites wie Golem.de ist das ein großes Problem. Am Ende verlieren alle. Suche nach Auswegen aus dem Dilemma.

  1. In eigener Sache Golem.de und das Leistungsschutzrecht

Zum Artikel