HP kennt Palm gut
Alle Kommentare HPs zur Palm-Übernahme zeigen, wie stark HP darum bemüht ist, Vertrauen zu gewinnen. Palm wird zwar als Unternehmensbereich bei HP eingegliedert, doch er wird von Palms bisheriger Führungsmannschaft geleitet. Auch alle wichtigen Palm-Mitarbeiter will HP übernehmen. Damit soll verhindert werden, dass es einen Bruch in Palms Roadmap gibt und bisherige Geschäftspartner verprellt werden.
Schlüsselpositionen optimal für Palm besetzt
Schaut man sich die an der Übernahme beteiligten Menschen an, wird klar, dass die Schlüsselpositionen für Palm genau mit den richtigen Personen besetzt sind. Denn Palm-Chef Jon Rubinstein war vor seiner Arbeit bei Apple einst bei HP tätig gewesen. Viel wichtiger ist allerdings, dass der für den Smartphone-Bereich zuständige HP-Manager Todd Bradley Palm sehr gut kennt: Von 2003 bis 2005 leitete er das Unternehmen als CEO, das zwischenzeitlich PalmOne hieß. Nach seiner Tätigkeit als Unternehmenschef von Palm wechselte Bradley zu HP und ist dort seitdem für den Bereich Personal Systems Group tätig.
Ebenfalls eine Randnotiz wert ist die 3Com-Übernahme durch HP. Denn 3Com kaufte 1997 das Unternehmen U.S. Robotics, den Besitzer von Palm. 2000 wurde Palm dann eigenständig und löste sich von 3Com. Palm fühlte sich von 3Com nicht mehr angemessen unterstützt. Das hatte sich bereits abgezeichnet, als die Palm-Gründer 1998 das Unternehmen verließen und Handspring gründeten, das dann parallel zu Palm Geräte auf Basis von Palm OS entwickelte - bis zur Fusion von Palm und Handspring fünf Jahre später.
Bleibt Palm als Marke bestehen?
Unklar ist derzeit noch, für wie wichtig HP die Marke Palm hält. Auch wenn Palm als Unternehmensbereich integriert wird, wäre es ein große Fehler von HP, wenn dabei auch die Marke Palm stürbe. Auf dem US-Markt hat die Marke enormes Gewicht im Smartphone-Bereich, das gilt auch für Teile Europas. Die Beibehaltung der Marke wäre für Palm nicht ungewöhnlich, denn auch als das Unternehmen zu U.S. Robotics und später zu 3Com gehörte, trat Palm so auf, dass der eigentliche Eigentümer des Unternehmens nur am Rande in Erscheinung trat.
HP hat aus dem iPaq-Fehler gelernt
Es gibt derzeit kein Indiz dafür, dass die Palm-Übernahme durch HP das Fortbestehen von WebOS negativ beeinträchtigt. HP scheint aus den Fehlern nach der Compaq-Übernahme gelernt zu haben. Nachdem HP 2001 Compaq übernommen hatte, wurde sofort eine der beiden PDA-Marken der Unternehmen eingestampft. Es traf die Jornada-Reihe, die durchaus erfolgreich mit Windows-Mobile-Geräten war. Fortan gab es dann nur noch Windows-Mobile-Geräte der erfolgreicheren iPaq-Linie bei HP. Aber schon kurze Zeit später verglühte der iPaq-Stern und das Ansehen der Produktreihe verringerte sich.
Aber das ist Geschichte. HP hat mit WebOS Größeres vor als seinerzeit mit den iPaq-Geräten von Compaq. WebOS macht HP zu einem wichtigen Teilnehmer im Smartphone-Markt - neben Größen wie Nokia, Microsoft, Google und Apple. WebOS kann jetzt durchstarten. Der Smartphone-Markt hat sich unerwartet dramatisch verändert.
IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)
| HP nimmt Apple als Konkurrent ins Visier |





Habe auch ein Palm Pre 'der ersten Stunde'. Bin mit Bedienung und Funktion super...
vergeude doch deine zeit nicht mit rechtfertigungen oder solchen erklärungen. die meisten...
Absolut fundierter Beitrag - vielen dank das Sie mir 10sec meines Lebens sinnlos beraubt...
Wenn Du ein gutes Slate willst, kauf Dir doch einfach eins o_O. Wie wär's mit 'nem Slate...
Nun, das perfekte Telefon gibt es nicht. Es muß halt funktionieren und soll nicht gleich...
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