CIA-Chef fordert bessere Ausstattung gegen Cyberangriffe

Ein Plan zur Modernisierung des US-Auslandsgeheimdienstes

CIA-Direktor Leon Panetta hat einen Fünf-Jahres-Plan zur Modernisierung des US-Geheimdienstes CIA vorgestellt. Der Dienst soll bessere Systeme bekommen, um Angriffe aus dem Internet abwehren zu können.

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Mehr Mitarbeiter, bessere Technik, mehr Flexibilität im Einsatz - das steht im Entwurf von Leon Panetta für den von ihm geleiteten US-Auslandsgeheimdienst Central Intelligence Agency (CIA). Dafür will Panetta bis zum Jahr 2015 einen beträchtlichen Betrag ausgeben. Wie viele Millionen US-Dollar genau in den Ausbau der CIA fließen sollen, ist streng geheim.

Bessere Ausrüstung für den Cyberwar

Technik ist eine wichtige Komponente in Panettas Fünf-Jahres-Plan CIA 2015. In erster Linie will Panetta das Instrumentarium aufstocken, mit dem der Geheimdienst den Bedrohungen über das Internet begegnen soll. Darin sieht der CIA-Direktor die größte Gefahr für das Land. In einer Ansprache unterstrich er kürzlich die Bedeutung, die er dem Cyberterrorismus beimisst, berichtet die Onlinezeitung Sacramento Press. "Das nächste Pearl Harbor wird ziemlich sicher eine Cyberattacke auf unser Stromnetz sein", sagte Panetta. Ein solcher Angriff könne das ganze Land lahmlegen. Im vergangenen Jahr hatten Spezialisten Sabotagesoftware in den Systemen von US-Energieversorgern gefunden.

Außerdem sollen die Agenten im Einsatz eine bessere Ausstattung erhalten. Allein dafür soll in den kommenden Jahren ein zweistelliger Millionenbetrag bereitgestellt werden, erfuhr das Wall Street Journal aus Geheimdienstkreisen.

Profitieren werden auch die Analytiker des Dienstes. Sie sollen Werkzeuge bekommen, um die zunehmende Datenmenge auszuwerten. So soll beispielsweise ein System eingerichtet werden, das die Analytiker automatisch benachrichtigt, wenn neue Informationen eintreffen, die für ihr Arbeitsgebiet relevant sind. Nicht zuletzt soll auch das Instrumentarium aufgestockt werden, mit dem der Geheimdienst den Bedrohungen über das Internet begegnen will.

Mehr Fremdsprachen

Der Geheimdienst soll neues, hochqualifiziertes Personal anwerben und ausbilden sowie bereits vorhandenes Personal - Agenten im Außendienst ebenso wie Analytiker - weiterbilden. Großen Wert wird dabei auf Fremdsprachenkenntnisse der Mitarbeiter gelegt. Deren Mangel ist ein Problem, das die Arbeit der CIA immer wieder behindert hat, vor allem nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und den darauf folgenden Kriegen im Mittleren Osten.

Welche Sprachkenntnisse die CIA genau sucht, fällt ebenfalls unter die Geheimhaltung. Es fehle aber an Mitarbeitern, die Arabisch, Chinesisch, Russisch, das in weiten Teilen Afghanistans gesprochene Paschtu, Urdu, die Amtssprache von Pakistan und Teilen Indiens, sowie Persisch beherrschten, sagte ein CIA-Mitarbeiter der Washington Post.

Schneller reagieren

Mehr Flexibilität soll schließlich der Abbau von bürokratischen Hürden bringen. So soll der Geheimdienst künftig schneller auf akute Bedrohungen, wie etwa einen großen Terroranschlag oder einen politischen Umsturz, reagieren können. Zudem sollen Agenten und Analytiker künftig enger zusammenarbeiten. Die beiden Bereiche sind bisher streng getrennt. Der Dienst will eine Reihe lokaler Niederlassungen aufbauen, um Einsätze vor Ort zu koordinieren. Bislang geschieht das weitgehend von der Zentrale in Langley im US-Bundesstaat Virginia aus.

"Wir regieren entweder durch Führung oder durch Krise. Führung heißt, harte Entscheidungen zu treffen und vorauszuplanen. Deshalb schauen wir uns die vor uns liegenden Aufgaben an und überlegen, wie unser Dienst in fünf Jahren aussehen soll", erklärte CIA-Direktor Panetta. "Es liegt in unserer Verantwortung, den Problemen zuvorzukommen. Das Programm CIA 2015 wird uns das ermöglichen."


Trulala 27. Apr 2010

Na komm! So langsam fliegen US-Raketen nun auch wieder nicht!

Verwirrter 27. Apr 2010

"Welche Sprachkenntnisse die CIA genau sucht, fällt ebenfalls unter die Geheimhaltung. Es...

Mieter 27. Apr 2010

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