Test: Phenom II X6 1090T - AMD holt mit 6-Kerner auf

Sechs Kerne für unter 300 Euro

Erst Gulftown, jetzt Thuban: Sechs Kerne für Desktop-PCs werden allmählich salonfähig. AMDs Gegenstück zum Core i7 980X kostet jedoch weniger als ein Drittel von Intels Luxus-CPU - dafür ist es auch deutlich langsamer. Mit viel Übertaktungsspielraum ist der Phenom II X6 dennoch ein mehr als interessanter Prozessor, nicht nur für Technikfans.

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Gerade einmal sechs Wochen konnte Intel mit dem Core i7 980X alias Gulftown für sich beanspruchen, den einzigen Hexacore für Desktop-PCs zu liefern. Nun hält AMD gleich mit zwei Prozessoren dagegen, weitere sollen bald folgen. Das schnellste Modell ist der Phenom II X6 1090T mit einem Basistakt von 3,2 GHz. Über eine Intels Turbo-Boost ähnliche Technik können einzelne Kerne auch bis zu 3,6 GHz erreichen.

Bei spitzfindiger Betrachtung ist der 1090T damit sogar der am höchsten getaktete Phenom II, das nächstkleinere Modell X4 965 arbeitet mit einem festen Maximaltakt von 3,4 GHz. Bei voller Last und wenn nicht mehr als vier Threads hohe Last erzeugen, kann der kleinere Phenom II aber durch seinen höheren Takt trotzdem schneller sein - die Wahl wird schwieriger.

Zudem basiert auch AMDs neuer Prozessor noch auf der betagten K10-Architektur, neue Designs hat AMD mit 'Bobcat' und 'Bulldozer' erst für 2011 angekündigt. Zudem gibt Intel die Preise vor: Schon der Phenom II X4 965 ist durch den Druck der Core-i-CPUs für nicht mehr als 160 Euro zu verkaufen.

Prozessor Basistakt Turbo-Core TDP OEM-Preis (US-Dollar)
AMD Phenom II X6 1090T 3,2 GHz 3,6 GHz 125 Watt 295$
AMD Phenom II X6 1055T 2,8 GHz 3,2 GHz 125 Watt 199$


Folglich muss AMD auch den X6 nahezu verschleudern: Mit 295 US-Dollar soll er in der OEM-Preisliste stehen, für den deutschen Markt erwartet AMD Straßenpreise von 299 Euro, da hierbei die Steuern - anders als bei den Großhandelspreisen - noch einzurechnen sind. Auch üppig ausgestattete Übertakter-Mainboards sollen nicht mehr als 200 Euro kosten und damit günstiger sein als die X58-Boards für Intels Core i7-900.

Es scheint ganz, als hätte AMD damit eine bezahlbare Spielwiese für Technikfans geschaffen, oder etwas vornehmer formuliert: eine Plattform für günstige Workstations, die mit spezialisierten Anwendungen von den vielen Kernen auch profitieren können. Die Phenom II X6 bilden zusammen mit Chipsätzen der 800er-Serie und Grafikkarten der Serie Radeon HD 5000 die neue Plattform "Leo". Diese ist schon das dritte derartige Komplettangebot von AMD nach "Spider" (Phenom) und "Dragon" (Phenom II).

Wir testen im Folgenden ein von AMD gestelltes Serienexemplar des Phenom II X6 1090T auf dem ebenfalls neuen Mainboard Crosshair IV Formular von Asus. Die kleineren Modelle des X6 konnte AMD noch nicht zum Test schicken.

  1. 6 Kerne dank besserem 45-Nanometer-Prozess
  2. Turbo-Core ist nicht gleich Turbo-Boost
  3. 400 MHz mehr - manchmal
  4. Neue Chipsätze und günstige Übertakter-Mainboards
  5. Testsysteme und Verfahren
  6. Synthetische Benchmarks
  7. PC Mark Vantage und Dirt2
  8. Medienbearbeitung und Kompression
  9. Leistungsaufnahme
  10. Fazit
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6
  7. 7
  8. 8
  9. 9
  10. 10
  11. 11

tunnelblick 08. Aug 2010

ja lieber markus r., bei so einer ausgefeilten argumentation... naja, dann kauf halt amd ;)

hans99 27. Apr 2010

Mal unabhängig davon, dass Intel mit seinen extreme-cores die Rekorde für...

0xDEADC0DE 27. Apr 2010

Hab grad bei CB gelesen dass es beim AM3 bleibt... auch gut.

Fincut 27. Apr 2010

Klar, war hier ein freudscher Tippfehler von mir.

nicoledos 27. Apr 2010

bei mir nicht. haben mal wieder chinesiche dns-server das netzt gekapert?

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