Facebook hat keine Fans mehr

Pläne für Community Pages sorgen für Unmut - wie reagiert Facebook?

Facebook hat angekündigt, künftig bestimmte private Angaben ohne Rückfrage für jeden öffentlich zugänglich zu machen. Vielleicht bleibt es aber nicht dabei, denn Facebook hat viel Kritik einstecken müssen.

Anzeige

Im offiziellen Facebook-Blog hatte Entwickler Alex Li unter der Überschrift Connecting to Everything You Care About mitgeteilt, dass das Social Network künftig Nutzer automatisch je nach eingetragenen Interessen, Vorlieben, Wohnorten, Ausbildungsstätten und Arbeitsstellen bestimmten "Community Pages" zuordne. Wer zum Beispiel Interesse an "Kochen" in seinem Profil angebe, werde automatisch mit der Facebook-Connection-Seite dafür verbunden.

Wer diese oder andere Angaben nicht mit Fremden oder bestimmten Kontakten teilen will, wird das aber nur auf seinem eigenen Profil verbergen können. Auf den zugeordneten Community Pages zu den Interessen, Vorlieben und Orten ist das nicht der Fall. Hier wird jeder öffentlich einsehbar gelistet, zur Freude von Werbetreibenden, Datensammlern und vielleicht auch missliebigen Fremden.

Facebook hat das zwar noch nicht umgesetzt, aber die Ankündigung alleine hat für einen Proteststurm unter dem Blogeintrag von Li geführt. Auch die Bürgerrechtler und Datenschützer der Electronic Frontier Foundation (EFF) sehen die Pläne sehr kritisch und warnen vor den möglichen Folgen für unfreiwillig auskunftsfreudige Facebook-Nutzer.

Auswege

Drei mögliche Auswege wurden von den Kritikern bisher ausgemacht, vom einfachen Entfernen persönlicher Angaben über das Anlegen eines neuen Kontos mit gefälschtem Geburtstag, um als minderjährig zu gelten, bis hin zur Kündigung als drastische Lösung.

Bei Facebook ist die Nachricht offenbar angekommen, eine Reaktion auf die Kritik wurde auf Nachfrage für heute Abend in Aussicht gestellt. Dann startet in den USA Facebooks Entwicklerkonferenz F8 mit einer Rede von Unternehmensgründer Mark Zuckerberg, die auch über Livestream mitverfolgt werden kann.

Fans bereits abgeschafft

Während die Community Pages und die automatische Zuordnung der Nutzer noch nicht aktiv ist, wurde in dieser Woche eine andere Veränderung durchgeführt: Wie geplant hat Facebook die Fanpages umbenannt. Statt Fan zu werden, können Seiten nun mit "Gefällt mir" zum eigenen Profil hinzugefügt werden.

Auch hier gilt: Wer eine Seite als "Gefällt mir" markiert hat, kann sie zwar in den Privatsphäre-Einstellungen auf dem eigenen Profil und gegenüber den eigenen Kontakten verbergen - die Verbindung kann aber von Facebook-Anwendungen und auf den als "Gefällt mir" markierten Seiten zu sehen sein. Darauf hat der Nutzer keinen Einfluss.


lulli 22. Apr 2010

Weil man keine Freunde hat und es einem zu mühsam ist, die Wohnung zu verlassen und sich...

knaxx 22. Apr 2010

Vorsicht bitte, und etwas mehr Präzision bei den Begrifflichkeiten: Datenschutz und...

Janerio 22. Apr 2010

Lösung bei der ganzen Diskussion über Facebook: einfach gar nicht anmelden.

Ma 22. Apr 2010

Mittlerweile hat Facebook schon einen so großen Einflusskreis das sogar ganze...

Wenn man keine... 21. Apr 2010

Nur wenn man die von den Anbietern nicht erwünschten Transports nutzen will. Google Talk...

Kommentieren


Prometeo / 21. Apr 2010

Keine Fans mehr auf Facebook



Anzeige
  1. JAVA-Entwickler/in
    über Schlagheck Radtke Oldiges Executive Consultants GmbH, Süddeutschland
  2. IT Servicetechniker (m/w) Prozess- und Steuerungssoftware
    Marel Food Systems über Mercuri Urval GmbH, Großraum Osnabrück
  3. Senior Web Developer (m/w)
    Zieltraffic AG, München
  4. Produktmanager / Produktmanagerin
    econda GmbH, Karlsruhe

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Tablet-Nachfolger

    iPad-3-Teile aufgetaucht

  2. Tim Schafer

    40.000 US-Dollar für einen Konsolenpatch

  3. Gema-Vermerk

    Youtube sperrt irrtümlich Acta-Video von Bruno Kramm

  4. ProLiant Gen8

    HP macht Server unabhängig

  5. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 198 | letzter Beitrag 21:30 Uhr

  3. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 13:50 Uhr

  4. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 12:39 Uhr

  5. Kommentare: 100 | letzter Beitrag 20:09 Uhr

Mehr


  1. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  2. TZ77XE4

    Biostar zeigt Mainboard für Ivy Bridge und Sandy Bridge

  3. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  4. Fifa Street

    Last Man Standing auf dem Bolzplatz

  5. Isis Web Browser

    Neuer Browser für HPs WebOS

  6. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  7. Thermosensor

    Schmetterlingsflügel macht Wärme sichtbar

  8. Deutsche Gamestage

    Call for Papers der Quo Vadis verlängert

  9. Vodafone

    LTE auf dem Smartphone kostet monatlich 10 Euro mehr

  10. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Paypal: Nutzern von Kino.to drohen Strafverfahren
Paypal
Nutzern von Kino.to drohen Strafverfahren

Zahlenden Nutzern der im Juni 2011 geschlossenen Filmplattform Kino.to drohen dem Nachrichtenmagazin Focus zufolge Strafverfahren. Rechtsanwalt Udo Vetter befürchtet sogar Hausdurchsuchungen, "wenn die Strafverfolger sich auf glattes Parkett begeben". Noch im Februar 2012 will die GVU zudem gegen den Kino.to-Nachfolger Kinox.to Strafanzeige erstatten.

  1. Kino.to-Prozess Kein Unterschied zwischen Streaming und Herunterladen
  2. Kino.to Drei Jahre Haft wegen Links auf illegale Filmkopien
  3. Kino.to Haftstrafe wegen gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung

Club-Mate: Hack fürs Hirn
Club-Mate
Hack fürs Hirn

Es sprudelt, schäumt und schmeckt - nicht jedem. Macht nichts: Club-Mate ist Kult und aus der Hackerkultur nicht mehr wegzudenken. Wie es dazu kommen konnte, erzählt das Buch Hackerbrause.

  1. Retro-Gnome Cinnamon 1.2 stabilisiert API und Desktop
  2. Linux Mint Cinnamon wird wohl Standarddesktop
  3. 28C3 Hacker hinter feindlichen Linien

Desktop-Roadmap: Mozilla hat mit Firefox 2012 viel vor
Desktop-Roadmap
Mozilla hat mit Firefox 2012 viel vor

Mozilla hat seine Roadmap für die Desktopversion von Firefox aktualisiert und plant demnach für 2012 zahlreiche Neuerungen. Firefox bekommt ein Login, soll als Metro-Version für Windows 8 umgesetzt werden, Nutzer besser vor Tracking schützen und schneller werden.

  1. Browser Firefox 10.0.1 bringt Fehlerkorrekturen
  2. Firefox Neue Seite für neue Tabs
  3. Firefox Updates in aller Stille

Zum Artikel