Bluetooth 4.0: Mehr Reichweite und weniger Stromverbrauch

Erste Geräte für Endkunden Ende 2010 erwartet

Die Bluetooth Special Interest Group (SIG) hat Details zum kommenden Bluetooth-Standard 4.0 veröffentlicht. Die neue Spezifikation soll vor Ende des zweiten Quartals 2010 fertig sein und geringeren Stromverbrauch, mehr Reichweite und höhere Übertragungsgeschwindigkeit ermöglichen.

Anzeige

Mit Bluetooth 4.0 wird ein neuer Energiesparmodus eingeführt, mit dem die Technik neue Bereiche erobern soll. Dabei geht es um Geräte, in denen heute Knopfzellen zur Energieversorgung eingesetzt werden, beispielsweise mobile Gesundheitsapplikationen, Sportgeräte oder Produkte im Sicherheitsbereich und in der Unterhaltungselektronik. Solche Geräte, deren Batterien jahrelang halten müssen, sollen sich dank des neuen Energiesparmodus von Bluetooth 4.0 mit der Funktechnik ausstatten lassen.

Drei Spezifikationen in einer

Bluetooth 4.0 umfasst dazu drei Spezifikationen in einer: Neben dem klassischen Bluetooth sind dies Bluetooth Low Energy und Bluetooth High Speed. Alle drei Technologien können einzeln genutzt oder miteinander kombiniert werden. So werden Tritt- und Glukosesensoren vermutlich nur die Energiesparvariante nutzen, während Uhren zum einen die Energiesparvariante zum Sammeln von Informationen von Sensoren nutzen, zum anderen die gesammelten Daten mit klassischem Bluetooth an einen Computer übermitteln. Smartphones und PCs könnten alle drei Teile der Spezifikation unterstützen.

Die stromsparende Bluetooth-Variante setzt auf kurze Pakete mit acht bis 27 Oktetts, die mit 1 MBit/s übertragen werden. Gefunkt wird im 2,4-GHz-Bereich, wobei Frequency-Hopping Störungen mit anderen Geräten minimieren soll. Ein großer Teil der Logik wird zudem in den Controller verfrachtet, so dass die Hosts die meiste Zeit im Schlummermodus verbringen können und nur gezielt aufgeweckt werden, wenn es für sie etwas zu tun gibt.

Damit das Stromsparen nicht zur Bremse wird, sollen sich Verbindungen in nur 3 ms aufbauen lassen, dann können Daten übertragen werden. Die Reichweite soll dank eines erhöhten Modulationsindexes auf über 100 Meter steigen. Eine 24-Bit-Fehlerkorrektur soll die Verbindungen robust machen, verschlüsselt wird zudem mit AES-128.

Um eine Vielzahl an Geräten miteinander verbinden zu können, kommen 32-Bit-Adressen zum Einsatz. Auch Mesh-Netze sollen sich auf dieser Basis realisieren lassen.

Mehr Reichweite

Zudem können Hersteller die Reichweite von Bluetooth mit der neuen Spezifikation anpassen. Während heute die meisten Geräte eine Reichweite von 10 Metern bieten, sollen Hersteller ihre Geräte auch auf höhere Reichweiten von 65 Meter und mehr auslegen können. Dies sei beispielsweise für Sensoren notwendig, die in der eigenen Wohnung verteilt werden sollen.

Erste Sensoren sind als Muster von Halbleiterherstellern schon verfügbar. Bis zum 30. Juni 2010 will die Bluetooth SIG die Integration von Bluetooth Low Energy in die Bluetooth-Spezifikation abgeschlossen haben. Dann sollen auch Hersteller von Mobiltelefonen und PCs ihre Bluetoothprodukte um Unterstützung für den neuen Energiesparmodus erweitern. Mit Produkten für Endkunden, die Bluetooth 4.0 unterstützen, rechnet die Bluetooth SIG erst Ende 2010 beziehungsweise Anfang 2011.


MurksUndMist 22. Apr 2010

Die sollen doch erst mal dafür Sorge tragen, dass BT3 bei den Geräten vertreten und...

ideen bluetooth 21. Apr 2010

da steht "im Garten". Und auch ct-Redakteure berichten von positiven Effekten, wenn man...

Kommentieren



Anzeige

  1. JAVA Softwareentwickler (m/w)
    MPDV Mikrolab GmbH, Heimsheim
  2. Sachgebietsleiter (m/w) Controlling und kaufmännische EDV
    STWB Stadtwerke Bamberg GmbH, Bamberg
  3. IT-Consultant Softwareentwicklung (In-House) (m/w) Systemengineering
    Mediengruppe RTL Deutschland GmbH, Köln
  4. Systementwickler (m/w) Connected Mobile Services
    GIGATRONIK Köln GmbH, Köln

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. The Last of Us

    Remastered-Version schafft die Million

  2. Hybridantrieb im Motorsport

    Wer bremst, gewinnt (Energie)

  3. Gesetzentwurf

    Bundesdatenschützerin will endlich gegen Firmen durchgreifen

  4. Cinavia-Hersteller

    Digitale Wasserzeichen auch für schon verschlüsselte Filme

  5. Gestohlene Zugangsdaten

    Erhöhte Zugriffe auf Domainverwalter registriert

  6. Südafrikanische App-Enwicklerin

    "Man findet ein Problem und überlegt sich eine App"

  7. Offener Brief

    Spielentwickler gegen Hass

  8. U3415W

    Gebogener 34-Zoll-Monitor von Dell zum Spielen

  9. Promi-Hack JLaw

    Apple will Fotodiebstahl untersuchen

  10. Kaveri ohne Grafikeinheit

    Neue Athlon-Prozessoren für den Sockel FM2+



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Qnap QGenie im Test: Netzwerkspeicher fehlt's an Speicher
Qnap QGenie im Test
Netzwerkspeicher fehlt's an Speicher
  1. Qnap QGenie NAS-System für die Hosentasche
  2. HS-251 Qnap beschleunigt lüfterloses NAS-System
  3. QNAP TS-EC1080 Pro Erweiterbares NAS-System im Tower mit mSATA-Plätzen

Kinkobox angeschaut: E-Mail-Verschlüsselung leicht gemacht
Kinkobox angeschaut
E-Mail-Verschlüsselung leicht gemacht
  1. IT-Sicherheitsgesetz Telekomfirmen müssen Nutzer über Cyberangriffe informieren
  2. IT-Sicherheitsgesetz Unternehmen dürfen ungefährliche Angriffe anonym melden
  3. Cryptophone Telekom mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Smartphones

Neues Instrument Holometer: Ist unser Universum zweidimensional?
Neues Instrument Holometer
Ist unser Universum zweidimensional?
  1. Gehirnforschung Licht programmiert Gedächtnis um
  2. Audio aus Video Gefilmte Topfpflanze verrät Gespräche
  3. Nahrungsmittel Trinken statt Essen

    •  / 
    Zum Artikel