Anzeige
Anbieter wollen Urheberrechtsabgabe auf DVDs nicht zahlen

Anbieter wollen Urheberrechtsabgabe auf DVDs nicht zahlen

Informationskreis Aufnahmemedien klagt vor Oberlandesgericht München

Imation, Panasonic, Philips und Sony bezeichnen den Einigungsvorschlag für eine Urheberrechtsabgabe auf DVDs und Blu-ray als zu hoch. Sie ziehen vor Gericht und wollen die neuen Sätze, die die optischen Speicher erheblich verteuern würden, nicht zahlen.

Anzeige

Der IT-Branchenverband Informationskreis Aufnahmemedien, dem Firmen wie Imation, Panasonic, Philips und Sony angehören, wird gegen einen Kompromiss zur Vergütungsabgabe auf optische Rohlinge klagen. Nachdem der Informationskreis und die Verwertungsgesellschaften sich nicht einigen konnten, wurde die Schiedsstelle beim Deutschen Patent- und Markenamt angerufen. Dieser Einigungsvorschlag liegt jetzt vor, doch die darin vorgesehenen Vergütungssätze sind dem Informationskreis Aufnahmemedien zu hoch.

Die Berechnungen seien teilweise grob fehlerhaft und einzelne Produkte würden falsch klassifiziert, beklagen die Mitgliedsfirmen. "Der Informationskreis Aufnahmemedien hat Widerspruch gegen den Einigungsvorschlag eingelegt und wird die Angemessenheit der Vergütungssätze jetzt gerichtlich klären lassen", sagte Verbandschef Paul Koglin, der auch Landeschef des US-Speichermedien-Herstellers Imation in Deutschland ist.

Am 30. Dezember 2009 hatten die Verwertungsgesellschaften im Alleingang neue Tarife für Vergütungsabgaben auf optische Rohlinge im Bundesanzeiger veröffentlicht und damit einen Sturm der Empörung ausgelöst. Danach sollte pro CD-RW-Medium die Abgabe von 2,88 Cent auf 19,7 Cent steigen. Für DVD+/-R-Rohlinge mit 4,7-GByte-Kapazität sollte die bisherige Abgabe pro Spielstunde von 8,7 Cent auf 13,9 Cent angehoben werden. Für einen Blu-ray-Rohling mit 25 GByte wollte die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) eine Abgabe von 3,47 Euro. Der Endkundenpreis lag zu der Zeit bei circa 2 bis 4 Euro.

Bezahlen sollen die Anbieter, die die Abgabe über den Verkaufspreis an den Endkunden weitergeben. Die Verwertungsgesellschaften schütten die Abgaben an Verlage, Autoren und Künstler aus. Damit wird das legale private Kopieren von urheberrechtlich geschützten Inhalten wie Musik und Texten abgegolten.

Koglin meint, dass die Tarife im Bundesanzeiger so nicht hätten veröffentlicht werden dürfen. Daher werde die Hersteller- und Händlervereinigung jetzt vor das Oberlandesgericht München ziehen. Solange die Klage läuft, würden die "überhöhten Forderungen" nicht bezahlt, kündigte Koglin an.


eye home zur Startseite
WolfgangS 20. Apr 2010

Kenne momentan auch nur die Artikel von Shortnews, früher hatten sie das bei der...

admin 20. Apr 2010

Ist ein Kopierschutz vorhanden, kann er durch die (Re-)Digitalisierung einer (analog...

Wikifan 20. Apr 2010

Ansonsten hat die gesamte Abgabe keinen Sinn. Privatkopien macht man normalerweise auf HDDs.

essigessenz 20. Apr 2010

Dann mußt Du aber Mitgliedsbeitrag bezahlen. Und wie die Rechnung aufgeht kannst Du hier...

JuG 20. Apr 2010

Das ist viiieeeeeel zu kurz gedacht! Wenn du beispielsweise Würfelspiele (echte...

Kommentieren



Anzeige

  1. Softwareentwickler Java / Webentwickler (m/w)
    syncpilot GmbH, Puchheim bei München
  2. IT-Scrum Master Payment Solutions (m/w)
    Media-Saturn IT Services GmbH, Ingolstadt
  3. Technical Manager (m/w)
    Cambaum GmbH, Baden-Baden
  4. Mitarbeiter/in im Bereich IT Helpdesk für den 1st-Level-Support
    Bosch Communication Center Magdeburg GmbH, Berlin

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. Telekom-Konzernchef

    "Vectoring schafft Wettbewerb"

  2. Model S

    Teslas Autopilot verursacht Auffahrunfall

  3. Security

    Microsoft will Passwort 'Passwort' verbieten

  4. Boston Dynamics

    Google will Roboterfirma an Toyota verkaufen

  5. Oracle-Anwältin nach Niederlage

    "Google hat die GPL getötet"

  6. Selbstvermessung

    Jawbone steigt offenbar aus Fitnesstracker-Geschäft aus

  7. SpaceX

    Falcon 9 Rakete kippelt nach Landung auf Schiff

  8. Die Woche im Video

    Die Schoko-Burger-Woche bei Golem.de - mmhhhh!

  9. Zcryptor

    Neue Ransomware verbreitet sich auch über USB-Sticks

  10. LTE-Nachfolger

    Huawei schließt praktische Tests für Zukunftsmobilfunk ab



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Darknet: Die gefährlichen Anonymitätstipps der Drogenhändler
Darknet
Die gefährlichen Anonymitätstipps der Drogenhändler
  1. Privatsphäre 1 Million Menschen nutzen Facebook über Tor
  2. Security Tor-Nutzer über Mausrad identifizieren

Privacy-Boxen im Test: Trügerische Privatheit
Privacy-Boxen im Test
Trügerische Privatheit
  1. Hack von Rüstungskonzern Schweizer Cert gibt Security-Tipps für Unternehmen
  2. APT28 Hackergruppe soll CDU angegriffen haben
  3. Veröffentlichung privater Daten AfD sucht mit Kopfgeld nach "Datendieb"

Traceroute: Wann ist ein Nerd ein Nerd?
Traceroute
Wann ist ein Nerd ein Nerd?

  1. Re: Warum wohl kann man private WoW Server machen!?

    tingelchen | 15:30

  2. Re: Welchen Sinn hat dieses System?

    Berner Rösti | 15:30

  3. Re: Vertraue keinem Kunden

    azeu | 15:27

  4. Re: Verschandelung gibt's schon überall

    DrWatson | 15:26

  5. Re: Schwierig.

    Berner Rösti | 15:26


  1. 14:15

  2. 13:47

  3. 13:00

  4. 12:30

  5. 11:51

  6. 11:22

  7. 11:09

  8. 09:01


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel