Auftragshersteller Foxconn spricht über Selbstmordwelle

Auftragshersteller Foxconn spricht über Selbstmordwelle

Firmensprecher versucht, Geheimhaltung zu rechtfertigen

Elf Selbstmorde und weitere Selbstmordversuche hat es bei Arbeitern von Foxconn Electronics seit 2007 gegeben. Ein Sprecher der Konzernführung hat jetzt erstmals öffentlich Stellung dazu genommen. Zu den Auftraggebern Foxconns zählen Apple, Intel, Hewlett-Packard, Dell, Sony, Nintendo und Microsoft.

Anzeige

Der taiwanische Auftragshersteller Foxconn Electronics hat sich erstmals zu der Selbstmordwelle in seiner Belegschaft geäußert. Seit Juni 2007 haben sich elf Foxconn-Beschäftigte umgebracht. Zudem gab es mehrere Selbstmordversuche. Die Suizide und Suizidversuche haben seit März 2010 zugenommen.

Foxconn (Hon Hai Precision Industry) ist der weltgrößte Auftragshersteller für Elektronik mit 700.000 Beschäftigten. Einer der Auftraggeber Foxconns ist Apple, Foxconn produziert für Intel Motherboards, Notebooks für Hewlett-Packard und Dell, die Playstation für Sony, die Wii für Nintendo, die Xbox für Microsoft und den Kindle für Amazon. Foxconn beschäftigt in seinen Fabriken in China, wo auch die Selbstmorde passierten, hunderttausende Mitarbeiter. Die meisten Opfer waren junge Arbeiter.

Foxconn-Sprecher Liu Kun sagte, der Konzern werde sich materiell um die Angehörigen kümmern und auch seelischen Beistand organisieren. Foxconn verfüge über ein eigenes System, das auf solche Notfälle reagiere. Mit der Polizei, den Medien und der Öffentlichkeit werde zusammengearbeitet, sagte Liu. Aus Respekt vor den Angehörigen könnten aber keine Angaben zu den Hintergründen für die Todesfälle gemacht werden. Für die Mitarbeiter werde auf Wunsch psychologische Beratung zur Verfügung gestellt.

Die chinesische Presse berichtet, dass Foxconn starken Druck auf die Mitarbeiter ausübe. Foxconn agiere unter dem Schutz der Geheimhaltungsregeln der Produktion der IT-Branche und der lokalen Lokalregierung, heißt es in einem Kommentar.

Im Januar 2010 hatte die Schwester des verstorbenen Foxconn-Arbeiters Ma Xiangqian Vorwürfe erhoben, dass ihr Bruder zu Tode geprügelt worden sei. Auch sei sein Mobiltelefon verschwunden. Sie stellte infrage, dass der junge Mann sich selbst umgebracht habe. Ma war tot bei einer Treppe eines Schlafsaales einer Foxconn-Fabrik in Shenzhen gefunden worden. Lokale Zeitungen hatten berichtet, dass der 19-Jährige, nachdem er in der Fabrik bei der Arbeit elektronische Teile beschädigt hatte, zur Strafe zum Toilettenreinigen eingesetzt worden sei. Chen Hongfang, Direktor bei Foxconns staatlichem Gewerkschaftsbüro, hatte der Darstellung jedoch widersprochen. Die Autopsie habe keine Klärung der Todesursache erbracht.

Sun Danyong, ein Foxconn-Beschäftigter aus Shenzhen, soll am 16. Juli 2009 Selbstmord begangen haben, nachdem er wegen des Verlusts eines Prototyps eines iPhones verdächtigt worden war.


Grober 19. Okt 2010

Hallo! Man müsste mal Recherchieren ob nicht diese Armen Menschen vorher einen...

running_man 07. Jun 2010

"Insgesamt liegt die Selbstmordrate bei 0.034 % in China." Bitte die Quelle angeben! Die...

Vincent2k 14. Apr 2010

Jobs würde sich sehr darüber freuen. Das ist genau das was er braucht. Naive Konsumenten...

Vincent2k 14. Apr 2010

Das stimmt. Wenn du es so argumentiert hast, dass die Städte wegen des finanziellen...

M.L.Schuermann 14. Apr 2010

Da wunderst Du Dich? GEIZ ist GEIL! - Das wissen auch die SelbstverAPPLEr und handeln...

Kommentieren



Anzeige

  1. Mitarbeiter (m/w) technischer Filialsupport
    Dänisches Bettenlager GmbH & Co. KG, Handewitt bei Flensburg
  2. Spezialist (m/w) Entwicklung Systemsoftware
    Torqeedo GmbH, Gilching (Großraum München) / Fürstenfeldbruck
  3. Junior Consultant Finance Processes & Applications (m/w)
    Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg
  4. Referatsleiter/in ABS Workflow and Batch Services in ABS Cross Functional Services
    Allianz Managed Operations & Services SE, Stuttgart

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Kanzlerhandy

    Bundesanwaltschaft will NSA-Ermittlungsverfahren einstellen

  2. Internetsuche

    EU-Parlamentarier erwägen Google-Aufspaltung

  3. 15 Jahre Unreal Tournament

    Spiel, Bot und Sieg

  4. Inmarsat und Alcatel Lucent

    Internetzugang im Flugzeug mit 75 MBit/s

  5. Managed Apps

    Unternehmen können App-Store von Windows 10 anpassen

  6. Elektronikdiscounter

    Wie Preisvergleichsdienste ausgehebelt werden

  7. Open Data

    Cern befreit LHC-Kollisionsdaten

  8. Multimediabibliothek

    FFmpeg dank Debian wieder in Ubuntu

  9. Valve Software

    Neue Richtlinien für Early Access

  10. US-Musiker

    Nikki Sixx kritisiert Labels für magere Streaming-Profite



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Test Far Cry 4: Action und Abenteuer auf hohem Niveau
Test Far Cry 4
Action und Abenteuer auf hohem Niveau

Yoga Tablet 2 Pro im Test: Das Tablet mit dem eingebauten Kino
Yoga Tablet 2 Pro im Test
Das Tablet mit dem eingebauten Kino
  1. Lenovos Yoga Tablet 2 im Test Das Tablet mit dem Aufhänger
  2. Motorola Lenovo übernimmt Googles Smartphone-Sparte
  3. Yoga Tablet 2 Pro Lenovos 13-Zoll-Tablet mit Projektor und Subwoofer

Test GTA 5 Next Gen: Schöner leben und sterben in Los Santos
Test GTA 5 Next Gen
Schöner leben und sterben in Los Santos
  1. Rockstar Games Sehr bald Raubüberfälle in GTA Online
  2. GTA 5 Altes und neues Los Santos im Vergleich
  3. GTA 5 neue Version angespielt Vollwertige Ich-Perspektive für Los Santos

    •  / 
    Zum Artikel