Streamingdienst Onlive sperrt Grafikmenü

Nach Pausen können Spiele auf anderer Plattform fortgeführt werden

Über den Spiele-Streamingdienst Onlive sind weitere technische Details bekanntgeworden. So wird der Spieler keinen Zugriff auf die Grafikoptionen bekommen. Außerdem wird es dank der Serverstrukturen möglich sein, das Spiel jederzeit zu pausieren - und auf einer anderen Plattform fortzusetzen.

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"Wir möchten nicht, dass irgendjemand die Grafikeinstellungen so verändert, dass sie nicht mehr dem entsprechen, wofür das Spiel optimiert wurde", sagte Steve Perman, Chef des Streamingdienstes Onlive, im Gespräch mit der US-Website Joystiq. Es ist zu erwarten, dass die meisten PC-Spiele im bestmöglichen Modus mit allen Effekten laufen - schließlich verfügen auch die schwächsten Server von Onlive nach Angaben von Perlman bei der Grafik über die doppelte Leistungsfähigkeit einer Xbox 360 oder Playstation 3. Trotzdem könnte die Sperre des Grafikmenüs in Einzelfällen ein Problem darstellen. Etwa dann, wenn Spieler bestimmte Effekte - beispielsweise die Tiefenunschärfe - zugunsten von mehr Übersichtlichkeit deaktivieren möchten.

Die bestmögliche Grafik wird bei Onlive trotz der leistungsstarken Server nicht bei allen Spielern ankommen: Der Dienst will die verschickten Datenmengen dynamisch an die Qualität der Onlineverbindung anpassen. Wer niedrige Transferraten hat, bekommt also ein stärker komprimiertes Bild, das unter Umständen grobkörniger ist oder mehr Artefakte enthält.

Perlman sagte auch, Spieler könnten die laufenden Programme jederzeit unterbrechen und dann zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt wieder fortsetzen. Wer beispielsweise abends ein Spiel zu Hause auf dem Fernseher pausiert, soll es am nächsten Tag in der Mittagspause nahtlos auf seinem Büro-Laptop fortführen können. Das gleiche Pausensystem greift auch, wenn es zu Unterbrechungen im Datenstrom kommt.

Bei Onlive sollen PC-Spiele selbst auf langsamen Netbooks laufen. Das funktioniert, indem sie in der Cloud bei Onlive laufen und dann Bild für Bild auf den Rechner gestreamt werden. Nötig ist eine schnelle Internetverbindung sowie an TV-Geräten eine Set-Top-Box, die für die Decodierung der Daten zuständig ist und den Anschluss von Controllern sowie USB-Maus oder -Tastatur erlaubt. Auf Windows-PC oder Mac reicht ein Browser-Plugin.

Das Unternehmen möchte sein Angebot am 17. Juni 2010 in den USA starten. Die monatliche Mitgliedschaft kostet rund 15 US-Dollar, dazu kommen die Kosten für die jeweiligen Spiele. Einige Demos sollen kostenlos bereitstehen, eine begrenzte Anzahl von Programmen soll die Kundschaft auch ohne Mitgliedschaft kaufen können.


Martin F. 28. Mai 2010

sorry, falsch

Noel 23. Apr 2010

Tja, dann spiel mal Just Cause 2 in den so oft zitierten "höchsten Einstellungen" und sag...

Noel 23. Apr 2010

Dem muss ich leider zustimmen. Ich wohne in Köln-Deutz (10Min zu Fuß ins Zentrum) und...

IhrName9999 17. Mär 2010

In erster Instanz, ja - an Irgendwen muss er ja Verkaufen, er wirds wohl kaum Verschenken...

marl7 17. Mär 2010

Komisch, das die Doofen immer Essentielles übersehen. Wie die kleine, feine Tatsache...

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