Canon-Spiegelreflexkameras über Nintendo DS fernsteuern

Open Camera Controller macht Belichtungsreihen und löst beim Klatschen aus

Eine Gruppe von Fotografen mit Elektronikkenntnissen von HDRLabs hat ein Modul für die Nintendo DS entwickelt, mit dem eine Reihe von Canon- Spiegelreflexkameras über die Displays des Spielehandhelds ferngesteuert werden können.

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Die Entwickler haben das komplette Projekt namens Open Camera Controller (OCC) kostenlos als Bauanleitung veröffentlicht. Mit dem Spielehandheld kann die Kamera nicht nur ausgelöst, sondern vorher auch eine Reihe von Einstellungen vorgenommen werden - bis hin zu mehreren Aufnahmen mit unterschiedlichen Zeiten.

Nicht von ungefähr stammt das Projekt aus der HDR-Ecke (High Dynamic Range): Hier werden aus mehreren Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten am PC Fotos erzeugt, die eine korrekte Belichtung sämtlicher Bildbestandteile aufweisen - sowohl von besonders dunklen als auch besonders hellen Bildern. Die OCC-Lösung kann mehr als nur drei Bilder in einer Belichtungsreihe aufnehmen, was die Canon-Kameras standardmäßig nicht können. Bei komplexen Motiven sind aber meist mehr als nur drei Bilder für eine gute HDR-Aufnahme erforderlich.

Software zur Fernsteuerung von Spiegelreflexkameras bieten fast alle Kamerahersteller an, aber nicht jeder Fotograf will unterwegs ein Notebook oder Netbook mitführen. Die Nintendo-Lösung hingegen erlaubt nach Erfahrungen der Entwickler einen rund 18-stündigen Betrieb ohne externe Stromversorgung.

Dabei werden die Kameras meist über USB mit dem Rechner verbunden. Beim OOC hingegen läuft die Verbindung über einen selbst gebauten Controller, der in einem großen Modul für die Nintendo DS steckt. Um für Firmwareupdates wieder leicht an die Platine heranzukommen, empfehlen die Entwickler zum Beispiel das Gehäuse von "WarioWare: Twisted". Basis für die Verbindung zur Kamera ist ein auseinandergebauter Fernauslöser für Canon-Modelle.

Nur Selbstbau möglich

Das Platinenlayout sowie die Bestückungsliste für die Platine haben die Entwickler veröffentlicht. Um den Zusammenbau muss sich der Interessent jedoch selbst kümmern, denn den OCC gibt es nicht zu kaufen.

Neben der Aufnahmefunktion mit unterschiedlichen Belichtungszeiten gibt es bei OCC eine Lösung für Timer-Aufnahmen oder einen Selbstauslöser, der auf Klatschen funktioniert. HDRLabs bietet derzeit insgesamt fünf Open-Source-Programme für den OCC an. Zum Aufspielen auf den Open Camera Controller ist eine R4 Revolution Flashcard erforderlich. Über ein Forum können sich Nutzer über den Bau der Fernsteuerung, die Software und andere Themen wie die HDR-Fotografie austauschen.

Das OCC wurde mit der Canon EOS 30D, 40D, 50D, 5D und 5D Mark II getestet. Mit älteren Modellen der EOS-Reihe läuft es nicht oder nur teilweise, teilten die Entwickler mit. Auch mit Sigma-DSLRs, der Casio EX-F1 und der Olympus E-P1 soll das Modul nach Anwenderberichten zusammenarbeiten.


REBEL.T1i 19. Mär 2010

b0w, schau mal, vllt hilft Dir ... (s.u.) weiter, da wer- den die Voraussetzungen...

fffdg 17. Mär 2010

ja nur wie viele Varianten? 3. Und das ist etwas dürftig.

stpn 16. Mär 2010

die software könnte man doch bestimmt auch über den kopfhörer anschluss verbinden, nicht...

stpn 16. Mär 2010

der verwendete prozessor von atmel kostet etwa 5.-, ein bluetooth modul normalerweise an...

blablabla 16. Mär 2010

Mit die alten DS Geräte meinte ich den Original Klotz-DS und den DS Lite. Die neuen...

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