Obama macht sich für Schutz des geistigen Eigentums stark

US-Präsident will Wirtschaftsfaktor Kreativität schützen

In einer wirtschaftspolitischen Rede hat US-Präsident Barack Obama Kreativität und Erfindungsgabe als wichtigen Wirtschaftsfaktor der USA bezeichnet, der helfen könne, das Land aus der Krise zu holen. Um diesen Wettbewerbsvorteil zu sichern, sei es entscheidend, das geistige Eigentum zu schützen. Das will er unter anderem über das Acta-Abkommen durchsetzen.

Anzeige

In seiner Rede auf der jährlichen Konferenz der Export-Import Bank hat sich US-Präsident Barack Obama für einen "energischen" Schutz des geistigen Eigentums ausgesprochen. Thema der Rede war der Weg der USA aus der Wirtschaftskrise.

Wirtschaftsgut Kreativität

"Unser wichtigstes Wirtschaftsgut ist die Innovation und die Erfindungsgabe und die Kreativität des amerikanischen Volkes. Das ist für unseren Wohlstand entscheidend und wird es in diesem Jahrhundert noch mehr werden. Aber es ist nur ein Wettbewerbsvorteil, wenn unsere Unternehmen wissen, dass andere diese Ideen nicht einfach stehlen und sie mit billigen Mitteln und Arbeitskräften kopieren können", sagte Obama. Es sei nichts dagegen einzuwenden, dass andere in den USA entwickelte Technik nutzten - aber nur, wenn die auch lizenziert sei und dafür entsprechende Zahlungen geleistet würden.

Obama kündigte an, seine Regierung werde die existierenden Abkommen zum Schutz des geistigen Eigentums durchsetzen und weitere abschließen, darunter auch das sehr umstrittene Anti-Counterfeiting Trade Agreement (Acta). Außerdem werde, so Obama, der Handelsvertreter der USA (United States Trade Representative, USTR) Ronald Kirk "das ganze ihm zur Verfügung stehende Instrumentarium nutzen, um gegen Methoden vorzugehen, die unsere Geschäfte offensichtlich schädigen".

Beifall der Rechteinhaber

Der Beifall der Vertreter der Medienunternehmen auf diese Rede war dem Präsidenten sicher. Es sei gut, dass Obama anerkenne, dass es Erfindungsgabe und Kreativität seien, die die Wirtschaft vorantrieben, zitiert der US-Branchendienst Cnet Rick Cotton, den Chefjuristen von NBC Universal. Nach Ansicht der Unternehmen sollten die Behörden härter gegen die illegale Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Inhalten und gefälschten Produkten vorgehen.

Allerdings ließe die Zusammenarbeit der Strafverfolger mancher Länder mit den US-Unternehmen immer noch schwer zu wünschen übrig, sagte Craig Winter, ein ehemaliger Mitarbeiter des US-Filmbranchenverbandes Motion Picture Association of America (MPAA), Cnet. Manche Länder legten nur wenig Wert auf den Schutz des geistigen Eigentums.

Internationales Abkommen

Derzeit verhandeln die USA mit verschiedenen Regierungen und der EU-Kommission über ein Abkommen zum Vorgehen gegen die illegale Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Inhalten sowie von gefälschten Produkten. Es sieht unter anderem vor, die Provider in die Pflicht zu nehmen. So sollen die Zugangsanbieter beispielsweise bei Hinweisen auf mutmaßliche Urheberrechtsverletzungen den Zugang zu entsprechenden Inhalten sperren oder Internetsperren gegen ihre Kunden verhängen.

Für Unmut sorgt die Tatsache, dass die Verhandlungen hinter verschlossenen Türen geführt werden. Nur vereinzelt sickern Informationen durch. Die Abgeordneten des Europaparlamentes haben die EU-Kommission in der vergangenen Woche aufgefordert, die Acta-Verhandlungen offenzulegen. Falls die Kommission sich weigert, wollen die Parlamentarier vor dem Europäischen Gerichtshof klagen.


QuHno 31. Mär 2010

Entwickeln != Erfinden. Erfinden setzt Kreativität voraus. Eine Erfindung muss nicht...

CCDTeschnig 17. Mär 2010

super beitrag und gilt vorallem auch fuer patente

quasi11 16. Mär 2010

Kopiert? Was denn bitte kopiert? Also das ist die mit Abstand hanebüchenste Geschichte...

Anonymer Nutzer 16. Mär 2010

Wo haste das denn her? Ich kann mich sehr gut an die Anfänge des WWW entsinnen. Da sind...

ßip 15. Mär 2010

Krieg ist in der Tat d e r Motor der Innovation in der Geschichte der Menschheit. Es...

Kommentieren




Anzeige
  1. SAP BW Business Analyst (m/w)
    Fresenius Medical Care Asia-Pacific Limited, Hong Kong (China)
  2. Inhouse Consultant (m/w)
    PAYBACK GmbH, München
  3. SRM Senior Consultant (m/w)
    Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg
  4. Fachinformatiker Multimedia (m/w)
    CT Creative Technology GmbH & Co. KG, Nürtingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Electronic Arts

    Leitender EA-Entwickler bezeichnet Wii U als "Mist"

  2. Apple-Zulieferer

    Wieder drei Suizide bei Foxconn

  3. Cast AR

    Gefeuerte Valve-Entwickler zeigen Räumliche-Objekte-Brille

  4. Ventus

    Mit der Netzgemeinde gegen den Klimawandel

  5. Offline-Karten-App für Android

    Maps With Me Pro gratis in Amazons App-Shop

  6. Linux-Kernel

    P-States verringern Leistungsaufnahme auf Intel-CPUs

  7. Adobe

    Photoshop Express jetzt auch für Windows 8

  8. Browser

    Firefox blinkt nicht mehr

  9. Tallinn-Manual

    Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern

  10. Clark Asay

    Defensive Patente mit freier Software nicht vereinbar?



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Quantum Artificial Intelligence Lab: Google quantencomputert mit der Nasa
Quantum Artificial Intelligence Lab
Google quantencomputert mit der Nasa

Google und die Nasa haben gemeinsam eine Forschungseinrichtung für künstliche Intelligenz gegründet. Mit Hilfe eines Quantencomputers wollen sie unter anderem bessere Vorhersagemodelle entwickeln.

  1. DNNresearch Google-Suche engagiert Wissenschaftler für neuronale Netze

Smartphones: Windows Phone erstmals vor Blackberry auf Platz drei
Smartphones
Windows Phone erstmals vor Blackberry auf Platz drei

Im ersten Quartal 2013 wurden erstmals mehr Smartphones mit Windows Phone als mit der Blackberry-Plattform verkauft, berichten die Marktforscher von IDC. Damit widersprechen sie den Analysen von Gartner, die Blackberry weiter auf dem dritten Platz sehen.

  1. Snapzoom Mit dem Smartphone durchs Fernglas gucken
  2. Handymarkt Über ein Viertel aller verkauften Handys sind von Samsung
  3. Smartphones Apple büßt Marktanteile ein

Mikroblogging: Yahoo will Tumblr für 1 Milliarde US-Dollar kaufen
Mikroblogging
Yahoo will Tumblr für 1 Milliarde US-Dollar kaufen

Yahoo möchte wieder cool sein und will junge Nutzer gewinnen. Das Internetunternehmen verhandelt offenbar über den Kauf der Mikroblogging-Plattform Tumblr.

  1. Gimmick Neue Forbes-Printausgabe kommt mit WLAN-Router
  2. Microsoft Deutschland "Neue Mitarbeiter fragen nach Homeoffice-Möglichkeiten"
  3. Marissa Mayer Yahoo verbietet Homeoffice wegen sinkender Arbeitsmoral

Zum Artikel