Google erweitert sein Angebot
Google Maps um eine Radfahrernavigation, berichtet das US-Magazin
Wired. Das Angebot ist vorerst auf einige US-Städte beschränkt.
Keine Hauptstraßen, keine Steigungen
Der Fahrradfahrer kann künftig einen Start- und einen Zielpunkt in Google Maps eingeben und bekommt angezeigt, wie er am besten sein Ziel erreicht. Dabei berücksichtigt das Angebot fahrradspezifische Merkmale: So werden stark befahrene Straßen und Kreuzungen vermieden. Stattdessen wird der Radfahrer auf Radwege oder Nebenstraßen geleitet. Außerdem wird die Route so gewählt, dass sie möglichst wenige Steigungen enthält. Will der Radler aus Trainingsgründen unbedingt eine Bergstrecke fahren, kann er die Route entsprechend per Drag & Drop auf den Hügel ziehen und bekommt dann die beste Radroute angezeigt.
Im Oktober 2009 hatte Google
Fahrradnavigation für Google Maps angekündigt. Zu diesem Zeitpunkt begann das Unternehmen auch, mit einem
Fotofahrrad Orte für
Street View zu fotografieren, die per Auto nicht erreichbar sind. Für die neue Funktion arbeitet Google mit Partnern zusammen wie der
League of American Bicyclists, die Daten über Fahrradwege zugeliefert hat, oder der Organisation
Rails-to-Trails Conservancy, die stillgelegte Bahnstrecken in Spazier- und Radwege verwandelt.
Petition von Fahrradfahrern
Autofahrer und
Fußgänger können schon länger mit Google Maps ihre Routen planen. Radfahrer haben jahrelang versucht, Google davon zu überzeugen, eine Fahrradnavigation in das Kartenangebot zu integrieren. Die Aktivistengruppe
Google Maps 'Bike There' hat sogar eine
Onlinepetition eingerichtet, die über 51.000 Fahrradfahrer unterschrieben haben.
Das Angebot wird anlässlich des
10. US-Fahrrad-Gipfels heute freigeschaltet. Vorerst ist es auf 150 Städte in den USA beschränkt, darunter New York, San Francisco und Portland.
(wp)