Sieben gefährliche Sicherheitslücken in Excel

Will Microsoft gefährliche Sicherheitslecks nicht mehr als solche kennzeichnen?

Microsoft hat einen Patch für Excel, ein Update für den Windows Movie Maker sowie für Producer veröffentlicht. Damit werden insgesamt acht Sicherheitslücken geschlossen, die allesamt zum Ausführen von Schadcode missbraucht werden können. Dennoch stuft Microsoft die Sicherheitslecks nicht als kritisch ein.

Anzeige

Begründet wird diese ungewöhnliche Klassifizierung damit, dass der Nutzer agieren muss, bevor das Sicherheitsloch ausgenutzt werden kann. Es scheint so, als ob Microsoft langfristig die Einstufung von Sicherheitslecks verändern will. Bislang wurden solche Sicherheitslücken von Microsoft angemessenerweise als kritisch respektive gefährlich bewertet. Denn nur selten werden Sicherheitslöcher bekannt, die sich ganz und gar ohne Aktion des Angegriffenen ausnutzen lassen. Möglicherweise will der Softwarekonzern den Eindruck vermitteln, dass die Sicherheitslücken in den Produkten des Herstellers weniger gefährlich seien.

Sieben gefährliche Sicherheitslücken in Excel

Allein in Excel sowie im Excel Viewer befinden sich sieben als gefährlich einzustufende Sicherheitslücken. Bereits das Öffnen einer manipulierten Excel-Datei genügt, damit ein Angreifer beliebigen Programmcode auf einem fremden System ausführen und so die komplette Kontrolle über einen anderen Rechner erlangen kann. Mit einem Patch für etliche Office-Produkte von Microsoft soll der Fehler korrigiert werden. Die Sicherheitslücken betreffen Office XP, 2003, 2007, Office für Mac 2004, 2008, den Open-XML-Dateiformatkonverter für Mac, den Excel Viewer, das Office Compatibility Pack sowie den Sharepoint Server 2007.

Ein ebenfalls als gefährlich einzustufendes Sicherheitsloch befindet sich im Windows Movie Maker 2.1, 2.6, 6.0 sowie Producer 2003. Die Version 2.1 von Windows Movie Maker wird mit Windows XP ausgeliefert, Version 6.0 liegt Windows Vista bei. Die Version 2.6 steht separat als Download zur Verfügung und kann somit nachträglich installiert werden. Producer 2003 liegt Microsofts Office-Paket bei.

Das Sicherheitsleck erlaubt die Ausführung beliebigen Programmcodes, indem ein Opfer zum Öffnen einer manipulierten Windows-Movie-Maker-Datei verleitet wird. Mit einem Patch soll der Fehler im Windows Movie Maker 2.1, 2.6 und 6.0 beseitigt werden. Für Producer 2003 bietet Microsoft vorerst keinen Patch an. Hier soll sich der Nutzer damit begnügen, die Dateizuordnung für Windows-Movie-Maker-Dateien zu entfernen, so der Rat von Microsoft. Das führt dann aber dazu, dass damit der Funktionsumfang von Producer 2003 eingeschränkt wird. Alternativ empfiehlt Microsoft, Producer 2003 komplett zu deinstallieren.

Sicherheitslücken bleiben weiter offen

Sowohl das Sicherheitsloch im Internet Explorer vom Februar 2010 als auch das Sicherheitsleck in Windows 2000 und XP von Anfang März 2010 sind weiterhin offen. Zudem kommt eine jüngst gemeldete Sicherheitslücke im Internet Explorer 6 und 7 dazu, für die es ebenfalls noch keinen Patch gibt.


irata_ 10. Mär 2010

Wer hat denn was von Linux gesagt? Leidest du unter Paranoia oder ist das ein...

Himmerlarschund... 10. Mär 2010

Ich hab ja das Gefühl, dass mittlerweile arbeitslose Vollspacken von Unternehmen wie...

Kommentieren




Anzeige
  1. IT-Prozessmodelliererin/IT-P- rozessmodellierer
    Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg
  2. Webentwickler PHP / MySQL (m/w)
    Guest-One GmbH, Wuppertal
  3. Vice President - Research / Development (m/w)
    m:pro IT Consult GmbH, Wiesbaden
  4. Security IT-Specialist (m/w) für unser Network Management Center
    DIDAS Business Services GmbH, Frankfurt am Main

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Desktop-Roadmap

    Mozilla hat mit Firefox 2012 viel vor

  2. Paypal

    Nutzern von Kino.to drohen Strafverfahren

  3. Spielebranche

    Diskussion über "stinkende Gamer"

  4. Gerüchte

    Apple will alle Notebooks dünner machen

  5. Tilt-Shift-Effekt

    Generator für Spielzeuglandschaften


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 23:28 Uhr

  2. Kommentare: 184 | letzter Beitrag 22:34 Uhr

  3. Kommentare: 178 | letzter Beitrag 22:01 Uhr

  4. Kommentare: 116 | letzter Beitrag 18:47 Uhr

  5. Kommentare: 96 | letzter Beitrag 16:40 Uhr

Mehr


  1. Jugendschutz

    Filtersoftware von Jusprog und Telekom staatlich anerkannt

  2. Gema-Vermerk

    Youtube sperrt irrtümlich Acta-Video von Bruno Kramm

  3. Deutsche Post

    Zusatzfunktionen beim E-Postbrief dauern länger

  4. Gnome

    Neue Spezifikation für Fensterlayout

  5. Samsung Galaxy Tab 2

    7-Zoll-Tablet mit Android 4.0 und Glonass-Unterstützung

  6. IBM-Mainframe

    Nasa schaltet letzten Großrechner ab

  7. Appmenu Runner

    Head-Up Display auch in KDE

  8. Galaxy S2 mit Android 2.3.6

    Update wegen Abstürzen zurückgezogen?

  9. Fair Labor Association

    Apple lässt Foxconn überprüfen

  10. 802.11ac

    Broadcom will Chips für Gigabit-WLAN noch 2012 liefern



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


WOA: Windows 8 für ARM im Detail
WOA
Windows 8 für ARM im Detail

Mit Windows on ARM (WOA) will Microsoft ein neues System mit einer ganz neuen Art von PCs etablieren. Damit Windows 8 auf ARM performant läuft und lange Akkulaufzeiten ermöglicht, musste Microsoft einige Kompromisse machen.

  1. Windows 8 auf ARM Microsoft zeigt Office 15

Test X-Plane 10: Flugsimulator mit Openstreetmap und vielen Rechnern
Test X-Plane 10
Flugsimulator mit Openstreetmap und vielen Rechnern

Ernsthafte Flugsimulationen gibt es kaum noch. Eine der letzten verbliebenen ist X-Plane 10 für Windows, Mac OS X und Linux. Golem.de hat sich ins virtuelle Cockpit gesetzt und den Flugsimulator mit mehreren Rechnern und iPads als Instrumente gespielt.


Bing, Blekko, Duck Duck Go: Googeln ohne Google?
Bing, Blekko, Duck Duck Go
Googeln ohne Google?

Die überarbeitete Version der Google-Suche "Search, plus Your World" hat heftige Debatten ausgelöst. Vor allem der Datenschutz steht mal wieder im Vordergrund der Kritik. "Geht es eigentlich auch ohne Google?", fragen sich daher viele Nutzer. Der Blogger Marcel Weiß hat es 18 Monate lang getestet.

  1. "Focus on the User" Facebook und Twitter zeigen Google, wie soziale Suche geht
  2. Neuer Algorithmus Google straft Seiten mit zu viel Werbung ab
  3. Theseus-Projekt Quote soll die erste Zitate-Suchmaschine Deutschlands werden

Zum Artikel