Pano Device: VDI-fähiger Zero Client für virtuelle Desktops

KVM-Switch liefert USB-Hardwareanbindung und virtuelle Desktops über Ethernet

Als sogenannten Zero Client hat Pano Logic sein Pano Device mit aktueller Softwareinfrastruktur vorgestellt. Das Gerät dient als KVM-Switch zur Bereitstellung von virtuellen Desktops über den ESX-Server von VMware im Netzwerk. Das Pano Device bietet Schnittstellen für Monitor und USB-Geräte und ein Netzwerkkabel sowie für die Ein- und Ausgabe von Audio.

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Pano Logic hat auf der Cebit unter dem Namen Pano Device einen sogenannten Zero Client vorgestellt. Das Gerät ist in einem kleinen Metallgehäuse verbaut, kaum größer als eine Kaffeetasse. Daran kann ein Monitor für die Grafikausgabe angeschlossen werden. Zusätzlich bietet der Zero Client Anschlüsse für Netzwerkkabel, USB-Geräte und die Audioausgabe. Den Desktop des Benutzers holt sich das Gerät über spezielle Software von einem ESX-Server über das Netzwerk. Im Pano Device sind weder Prozessor noch RAM verbaut.

Dabei dient das Pano Device als erweiterter Hardwarebus der virtuellen Maschine. Mit einer mitgelieferten Software - dem DAS-Modul - kommuniziert das Pano Device über Windows-Treiber direkt mit dem Betriebssystem in einer virtuellen Maschine. Das DAS-Modul kann gegenwärtig mit Windows XP und Vista verwendet werden. Ein am Pano Device angeschlossenes USB-Gerät behandelt das Betriebssystem in der virtuellen Maschine so, als ob es lokal angeschlossen wäre. Neben Tastaturen und Mäusen können auch Smartcard-Reader, Drucker oder digitale Kameras an das Pano Device angeschlossen werden.

Zur Bereitstellung eines virtuellen Desktops aus einem ESX-Server von VMware dient der spezielle LDAP-fähige Management Server, der sich in das Virtual Center von VMware einklinkt. Bei der Grafikausgabe verzichtet Pano Logic auf das RDP-Protokoll. Stattdessen verwendet Pano Logic das eigene, schnellere Protokoll Console Direct, das Daten über das Ethernet bereitstellt. Über das Pano Device können per VGA Auflösungen von bis zu 1.920 x 1.200 Pixeln erzielt werden.

Pano Device als Alternative zum Thin Client

Laut John Kish, Gründer und Leiter der Firma Pano Logic, ermöglicht der Zero Client samt virtueller Maschine - anders als der Thin Client und entsprechende Terminal Services - die komplette Verfügbarkeit von Applikationen. Darüber hinaus spielt der Kostenfaktor eine große Rolle, so Kish. Sein Pano Device koste nur einen Bruchteil eines Thin Clients und sei durch die minimalistische Hardware so gut wie wartungsfrei. Mit der verbesserten virtuellen Infrastruktur und leistungsfähigeren Servern sowie aktueller Software und Treibern ist der Einsatz des Geräts als Alternative zum Thin Client gedacht.

Die Spezifikation der Hardwareplattform des Geräts hat Pano Logic veröffentlicht - jeder kann sie nachbauen und verwenden. Allerdings bleibt die Softwareinfrastruktur weiterhin kostenpflichtig. Der Zero Client wurde bereits von Fujitsu in einem Monitor verbaut, der ebenfalls auf der Cebit 2010 vorgestellt wurde. Denkbar wäre der Einbau auch in anderen Geräten, so Kish, etwa Tastaturen oder gar Telefone. Langfristig sei geplant, die gesamte Hardware des Pano Devices auf einem einzigen Chip unterzubringen.

Das Pano Device ist samt Software und Einzelplatzlizenz ab 320 Euro erhältlich.


Guido Stepken 15. Mär 2010

*lach* Ja, alle doof. Der Test von Phoronix lief auf einem Lenovo Thinkpad T61, ATA...

march 11. Mär 2010

Daß da erst einmal nur VGA verbaut ist, find ich weniger dramatisch, ist nur eine Frage...

waitwhat 11. Mär 2010

VMware View geht definitiv _nicht_ mit VMware Server zusammen. Du müsstest jeden Desktop...

Casandro 10. Mär 2010

Was ich daran vermisse ist ein offener Standard. Was nutzen mir die Teile wenn ich damit...

fdsa 10. Mär 2010

Nö, tut er nicht, ein ESX ist ein bare mätäll virtualiser, da laeuft kein richtiges OS...

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