Intel: Gefälschte Core i7 nur in den USA

Chiphersteller geht von kleinen Mengen aus

Nachdem in der vergangenen Woche bei US-Versendern gefälschte Prozessoren der Serie Core i7 aufgetaucht waren, gibt Intel Deutschland nun weitgehend Entwarnung. In Europa ist dem Chiphersteller kein Fall bekannt; in den USA sollen die Fakes nur bei einem Händler gefunden worden sein.

Anzeige

Eine besonders dreiste Fälschung traf kürzlich mindestens einen Kunden des renommierten Hardwareversenders Newegg in den USA: Statt eines Core i7 920 als "Processor in a Box" (PiB) bekam der Besteller ein funktionsloses Metallplättchen, das nur entfernt an eine CPU erinnerte, sowie einen Plastikblock statt des Kühlers. Newegg tauschte die Fälschung zwar anstandslos um, geklärt ist die Affäre damit aber noch nicht. Wie Newegg inzwischen schriftlich erklärte, wurden die Fälschungen an mehrere Kunden verschickt. Sie sollen inzwischen kontaktiert worden sein.

Laut einem Bericht von HardOCP sollen bei dem Versender 300 Exemplare der Fakes vorrätig gewesen sein, wie viele davon insgesamt im Umlauf sind, ist nicht bekannt. Prozessorfälschungen traten in der Vergangenheit immer wieder schubweise und massenhaft auf, sie wurden von den Produktpiraten oft über mehrere Distributoren verteilt.

Intel Deutschland erklärte gegenüber Golem.de, die Recherchen des Unternehmens in den US-Handelskanälen hätten ergeben, dass bisher nur diese eine Lieferung eines einzelnen Großhändlers bekannt ist. Dem Unternehmen zufolge ist zwar nicht ganz auszuschließen, dass es weitere Chargen dieser Fakes gibt, die Wahrscheinlichkeit schätzt Intel aber als gering ein.

In Europa sind die aktuellen Fälschungen bisher nicht aufgetaucht. Im Zweifel sollten Kunden im Geschäft einen Blick in die Schachtel werfen. Von außen sind die Fakes nur an Tippfehlern auf der Rückseite der Verpackung und einem Hologramm-Imitat zu erkennen. Erhält ein Anwender per Versandhandel eine solche Fälschung, ist zuerst der Versender sein Ansprechpartner, weil es sich nicht um einen Prozessor handelt, und schon gar nicht um ein Produkt mit den im Angebot zugesicherten Eigenschaften.


Schon klar 12. Mär 2010

So ein Rumgetrolle - gähn, was hat Bush jetzt mit den Fälschungen zu tun... Wenn Du...

Carl Weathers 09. Mär 2010

mkof ftw!

Kommentieren




Anzeige
  1. Spezialist (m/w) zur 3D-Visualisierung
    über implements GmbH, Neumarkt
  2. Administrator Datenbanksysteme (m/w)
    DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg - Hessen gemeinnützige GmbH, Baden-Baden
  3. Software Engineer (m/w)
    Lear Corporation GmbH & Co. KG, Böblingen
  4. Webentwickler / Webentwicklerin
    FIZ CHEMIE Berlin GmbH, Berlin

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Bernd Schlömer

    Twittern und Mailen für die Piratenpartei im Dienst verboten

  2. Anstößige Animationen

    Cinemagram-App wieder in Apples App Store

  3. USB-Sticks und Speicherkarten

    Hersteller wehren sich gegen neue "Mondtarife"

  4. Kim Dotcom

    "Gebt mir meine Rechner zurück!"

  5. Bang! Lamp

    Eine Designlampe zum Abknallen


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 384 | letzter Beitrag 15:32 Uhr

  2. Kommentare: 220 | letzter Beitrag 19:00 Uhr

  3. Kommentare: 215 | letzter Beitrag 11:40 Uhr

  4. Kommentare: 182 | letzter Beitrag 20:13 Uhr

  5. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 20:13 Uhr

Mehr


  1. iOS

    Untethered Jailbreak für iOS 5.1.1 erschienen

  2. CSU-Vizechefin

    Aussagen zur Internetsucht sind absurd

  3. Schmerzlos

    MIT-Forscher entwickeln Injektor mit Lorentzkraft-Antrieb

  4. Sony

    Music Unlimited nun auch fürs iPhone

  5. Samsung Galaxy S3

    Siri braucht sich nicht zu fürchten

  6. Gewerkschaft

    Entlassungen werden bei HP-Deutschland voll durchschlagen

  7. Tex Murphy

    Privatermittler sucht Privatinvestoren

  8. Studie

    Fast jeder zweite Nutzer hört legal Musik im Netz

  9. Funcom

    The Secret World mit neuen Plänen bis zum Start

  10. Play Store

    Google startet Bezahlabos in Android-Anwendungen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Urheberrechtsverletzungen: Google löscht monatlich über 1 Million URLs aus dem Index
Urheberrechtsverletzungen
Google löscht monatlich über 1 Million URLs aus dem Index

Google erweitert seinen Transparenzbericht und zeigt ab sofort auch, wer wie viele Löschanträge wegen Urheberrechtsverletzungen bei Google stellt. Ganz oben auf der Liste steht Microsoft.

  1. Suchmaschine Google Search 2.0 für das iPhone mit neuer Oberfläche
  2. Einlenken oder zahlen EU-Kommission gibt Google letzte Chance
  3. China sagt Ja Google darf Motorola kaufen

Energy Harvesting: Strom aus dem Teelicht
Energy Harvesting
Strom aus dem Teelicht

T-Pod ist ein kleines Kraftwerk für unterwegs. Betrieben mit einer kleinen Kerze, erzeugt das Gerät Strom für eine Leselampe oder das Laden des Smartphone-Akkus.

  1. Energy Harvesting Viren in der Schuhsohle liefern Strom fürs Smartphone
  2. Saubere Energie In New York kommt Strom bald aus der Wasserleitung

IMHO: Warum ich nicht Diablo 3 spiele
IMHO
Warum ich nicht Diablo 3 spiele

Diablo 3 ist toll, sagen viele Spieler - Diablo 3 ist eine Stimulus-Response-Maschine, sagt Rainer Sigl. Der Blogger und leidenschaftliche Gamer erklärt, warum er sich Blizzards jüngstem Werk verweigert.

  1. IMHO Bitte aufwachen, Hollywood!
  2. IMHO Die Cebit verpufft in der Wolke

Zum Artikel