Abo
  • Services:
Anzeige
Gefälschter Core i7 in den USA verkauft

Gefälschter Core i7 in den USA verkauft

Plastikmuster statt Intel-Prozessor

In mindestens einem Fall hat ein Hardwareversender in den USA einem Kunden ein Stück Metall statt eines Core i7 920 verkauft. Mehrere hundert Exemplare dieser gefälschten Prozessoren sollen in die Distributionskanäle gelangt sein.

Gefälschte Prozessoren tauchen seit über zehn Jahren immer wieder im Handel auf, diesmal handelt es sich aber um einen besonders dreisten Fall. Statt eines sogenannten "Remarks", eines übertakteten und neu beschrifteten Prozessors, hat in den USA ein Versender seinem Kunden ein funktionsloses Stück Metall mitsamt eines Plastikklumpens anstelle eines Kühlers geliefert.

Anzeige

Der Kunde wandte sich daraufhin an die Hardwareseite HardOCP, die den Fall ausführlich dokumentiert hat. Dem Bericht zufolge wurde der vermeintliche Core i7 920 durch den renommierten Versender Newegg verkauft. Dieser will ihn von einem Distributor erhalten haben, mit dem das Unternehmen schon länger zusammenarbeitet. In einer Lieferung von 2.000 Prozessoren sollen sich 300 Fakes befunden haben. Der betroffene Kunde hat von Newegg inzwischen einen echten Core i7 920 erhalten.

Die Fälschung ist anhand der Verpackung nur bei genauem Hinsehen zu erkennen: Die Produktpiraten haben nämlich einen "Processor in a box" (PiB) nachgemacht. Diese Einzelhandelsverpackung mit Prozessor und Kühlkörper ist die einzige Form, in der Intel seine CPUs direkt für Endkunden zur Verfügung stellt. Die losen Prozessoren, sogenannte "Tray Ware", stammen oft aus Weiterverkäufen von PC-Herstellern. Intel rät seinen Kunden seit Jahren, nur auf die PiBs zu setzen. Durch ein Hologramm und andere Sicherheitsmerkmale sollen diese besonders gesichert sein.

Tippfehler auf der PiB-Verpackung

Was auf dem in den USA verkauften Fake klebt, sieht auf den ersten Blick wie ein Hologramm aus, ist jedoch nur eine glitzernde Silberfolie. Die Verpackung selbst ist aufwendig gefälscht, einige Tippfehler auf der Rückseite sollten jedoch Verdacht erregen. Spätestens beim Blick in die Schachtel bestätigt sich dieser: Prozessor und Kühler sind Muster ohne Wert, und selbst das Handbuch besteht nur aus zusammengehefteten leeren Blättern.

Gegenüber HardOCP bestätigte Intel, dass derzeit Fälschungen des Core i7 in den Handelskanälen unterwegs sind. Das Unternehmen rät zur Beschwerde beim Verkäufer oder einer Anzeige bei den Strafverfolgungsbehörden. Ob die aktuellen Fakes des Core i7 auch in Europa vertrieben werden, ist noch nicht bekannt. Bis das ausgeschlossen werden kann, sollten Kunden in Hardwareläden am besten einen Blick in die Verpackung werfen. Dafür muss jedoch die Versiegelung der PiB-Schachteln geknackt werden, was nicht jeder Händler erlaubt.


eye home zur Startseite
Abseus 10. Mär 2010

ich lese nicht richtig? siga es ist mir ein rätsel warum du nicht richtig ließt...

Dr.Gonzo 10. Mär 2010

@bigfoo29: ich erinnere mich an mein legendäres ASUS P55T2P4 mit HX Chipsatz. Eine...

blubber110 09. Mär 2010

Klar, weil Intel Lieferprobleme hat, verpacken sie Fake-CPUs und schädigen sich so...

Jolla 09. Mär 2010

Aha. Der bekannte Xenon Prozessor also. Ich vermute das sind die, die man an einem...

marker 09. Mär 2010

kwt



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Bosch Software Innovations GmbH, Waiblingen bei Stuttgart, Immenstaad am Bodensee
  2. Robert Bosch Starter Motors Generators GmbH, Schwieberdingen
  3. T-Systems on site services GmbH, Leinfelden-Echterdingen
  4. Deutsche Telekom AG, Darmstadt


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 6,49€
  2. 399,00€ (Lieferung am 10. November)

Folgen Sie uns
       


  1. Leistungsschutzrecht

    Oettingers bizarre Nachhilfestunde

  2. Dating-Portal

    Ermittlungen gegen Lovoo werden eingestellt

  3. Huawei

    Mobilfunkbetreiber sollen bei GBit nicht die Preise erhöhen

  4. Fuze

    iPhone-Hülle will den Klinkenanschluss zurückbringen

  5. Raspberry Pi

    Bastelrechner bekommt Pixel-Desktop

  6. Rollenspiel

    Koch Media wird Publisher für Kingdom Come Deliverance

  7. Samsung

    Explodierende Waschmaschinen sind ganz normal

  8. USB Audio Device Class 3.0

    USB Audio over USB Type-C ist fertig

  9. HY4

    Das erste Brennstoffzellen-Passagierflugzeug hebt ab

  10. Docsis 3.1

    Erster Betreiber versorgt alle Haushalte im Netz mit GBit/s



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
X1D ausprobiert: Die Hasselblad für Einsteiger
X1D ausprobiert
Die Hasselblad für Einsteiger
  1. Modulares Smartphone Lenovo bringt Moto Z mit Moto Z Play nach Deutschland
  2. Hasselblad DJI hebt mit 50-Megapixel-Luftbildkamera ab

Osmo Mobile im Test: Hollywood fürs Smartphone
Osmo Mobile im Test
Hollywood fürs Smartphone
  1. In the Robot Skies Drohnen drehen einen Science-Fiction-Film
  2. Mavic Pro DJI stellt klappbaren 4K-Quadcopter für 1.200 Euro vor
  3. DJI Flugverbotszonen in Drohnensoftware lassen sich ausschalten

Fitbit Charge 2 im Test: Fitness mit Herzschlag und Klopfgehäuse
Fitbit Charge 2 im Test
Fitness mit Herzschlag und Klopfgehäuse
  1. Fitbit Ausatmen mit dem Charge 2
  2. Polar M600 Sechs LEDs für eine Pulsmessung
  3. Fitnessportale Die Spielifizierung des Sports

  1. Re: Hat denn jemand einen Bedarf dafür

    honna1612 | 23:57

  2. Re: Wie siehts mit Autonomen fahren aus?

    tN023 | 23:54

  3. Re: Was "explodiert" denn da?

    ConanderBarbier | 23:54

  4. Re: Übersetz heisst das: Man hat sich freigekauft.

    Quantium40 | 23:49

  5. Re: lustig wie schnell der aus dem Nichts kommt

    tN023 | 23:41


  1. 18:17

  2. 17:39

  3. 17:27

  4. 17:13

  5. 16:56

  6. 16:41

  7. 15:59

  8. 15:20


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel