XML3D - Browser lernen Echtzeit-Raytracing

3D-Grafik direkt in Webseiten einbetten

Mit XML3D sollen sich künftig dreidimensionale Grafiken direkt in Webseiten einbetten und mit HTML beschreiben lassen. Dargestellt werden sie entweder als Raster oder per Echtzeit-Raytracing.

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Hinter XML3D steckt ein Forscherteam um Philipp Slusallek, Professor am neu gegründeten Intel Visual Computing Institute an der Universität des Saarlandes und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Die Informatiker zeigen XML3D mit einer modifizierten Version von Firefox, haben aber auch eine entsprechend modifizierte Version von Webkit entwickelt - der Engine, auf der unter anderem Apples Safari und Google Chrome basieren.

XML3D soll für Webentwickler und Designer einfach zu lernen sein, da die Technik auf bekannten Webtechnologien aufbaut. Sie unterstützt neben der traditionellen Rasterisierung zur Darstellung der Szene auch Echtzeit-Raytracing, was eine korrekte Darstellung von Schatten und Reflexionen erlaubt.

 

Konkret definiert XML3D einen XML-Namespace und ein XML-Schema. Gespeichert werden die Daten im DOM, so dass alle Objekte über die Standardschnittstelle des Browsers zugänglich sind. Auch auf normale DOM-Ereignisse wird zurückgegriffen, wo immer das möglich ist. Zudem wird auf die XML Binding Language (XBL) 2.0 zurückgegriffen, die als Template-Mechanismus dient.

Das Design von XML3D soll so eine nahtlose Integration in HTML und XHTML erlauben, so dass die interaktiven 3D-Inhalte direkt in Webseiten eingebettet und ohne Plugin angezeigt werden können. Zudem können so vom Browser gerenderte HTML-Elemente in die 3D-Grafiken integriert werden.

Bei den verwendeten Hardwarestrukturen setzt XML3D auf einfache Arrays, die sich mit aktueller und künftiger 3D-Hardware besonders einfach und ohne unnötiges Kopieren verarbeiten lassen. Zudem erlaubt es XML3D, das Rendering der 3D-Inhalte an einen Server auszulagern, sofern der Client dazu nicht in der Lage ist oder der Rechteinhaber die Daten nicht in Rohform an den Client übermitteln will.

Gezeigt wird XML3D derzeit auf der Cebit in Halle 9, Stand B 43, mit Anwendungen aus der Architektur, Stadtplanung, Geschichte und Produktvermarktung. Demnächst soll es zudem modifizierte Versionen von Firefox und Chrome geben, die XML3D darstellen können.


Der Kaiser! 29. Mai 2010

Find ich auch. Allerdings ist die Frage wie die Performance ist..

ah bn 07. Apr 2010

WEBDESIGN IN DER ZUKUNFT - WAS MUSS MAN...

Yadgar 02. Apr 2010

High! Man könnte einen Open Source-Renderer wie POV-Ray verwenden... der läuft jetzt...

DasEgo 08. Mär 2010

WebGL, O3D, so ein Schwachsinn! Das ist doch alles schon seit Jahren möglich! Schaut...

diangdaio 08. Mär 2010

SVG-Daten sind doch an sich schon eine Riesenwurst. Würdest Du versuchen, die...

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