Spieletest: Silent Hunter 5 - spielerische Untiefen

U-Boot-Simulation mit neuen Ansätzen, aber übermäßig vielen Programmfehlern

Wie fühlt es sich an, in einer engen Stahlröhre vom Kommandostand zu den Torpedoschächten zu rennen, während der Tiefenzähler tickt und Explosionen zu hören sind? Silent Hunter 5 möchte das mit einer richtig guten Idee erzählen - nimmt aber nur halbe Fahrt auf.

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Richtig begeistert sind die Besatzungsmitglieder nicht, als zum Start der Kampagne von Silent Hunter 5 der Krieg gegen Polen beginnt. Kein Wunder, denn die Mitglieder der Marine dienen auf dem deutschen U-27 und erhalten den Befehl, sich um einen besonders gefürchteten Gegner zu kümmern: die britische Royal Navy. In der Simulation von Ubisoft ist es die Aufgabe des Spielers, als Kommandierender von U-27 sein U-Boot vom Typ VII A durch die Tiefen vor allem des Nordatlantik zu steuern, feindliche Schiffe aufzubringen und möglichst lange zu überleben.

 

Wichtigste Neuerung gegenüber den Vorgängern: Der Spieler bewegt sich in der Ich-Perspektive in seinem U-Boot und kann von vorne bis hinten durch die Stahlröhre laufen, sich auf den Ausguck stellen und von dort beispielsweise den Horizont nach feindlichen Schiffen absuchen oder schlicht in die Gischt gucken. Auch in Häfen kann er gelegentlich zu Fuß um ein Dock laufen. Die Steuerung funktioniert zwar grundsätzlich wie in einem Ego-Shooter, ist aber komplizierter und längst nicht so komfortabel - es kann Zeit und Nerven kosten, den richtigen Winkel etwa zum Hinabklettern einer Leiter zu erwischen.

Der Marsch durch U-27 ist kein freiwilliger Spaß, sondern regelmäßig nötig: Der Spieler kann als Kommandant mit seinen Besatzungsmitgliedern reden und einfache Befehle erteilen, um etwa beim Beladen der Torpedorohre zu helfen. Anders als bei früheren Versionen des Spiels ist es nicht mehr möglich, schnell mal per Hotkey von einer Station zur anderen zu wechseln. Das nervt zuweilen, etwa wenn der Spieler bei Angriffen möglichst schnell vom Bordgeschütz ins Schiff flitzen möchte, um noch einem Torpedo hinterherzujagen. Immerhin haben die Entwickler am Sehrohr ein paar wesentliche Funktionen zusammengefasst: Dort lassen sich die wichtigsten Befehle zum Ab- oder Auftauchen, zum Abschuss von Torpedos und zum Navigieren einigermaßen komfortabel erteilen.

Einzelspieler treten in Silent Hunter 5 wahlweise in einer halbdynamischen Kampagne an, die in Ereignisse aus den Jahren 1939 bis 1943 eingebettet ist. Beispielsweise geht es darum, feindliche Linien zu unterbrechen oder eine Mindestmenge an gegnerischer Tonnage zu verschrotten. Die Missionen sind spannend inszeniert, immer wieder ist es nötig, sich bei Schleichfahrt einem feindlichen Verbund zu nähern - und dann mit einem Alarmtauchen zu verschwinden, wobei Explosionen das Schiff erschüttern und Wasser eindringt. Zusätzlich gibt es eine Handvoll historischer Einsätze sowie einen Mehrspielermodus.

Wer bislang als Landratte noch keinen Fuß in ein virtuelles U-Boot gesetzt hat, dürfte sich mit dem Einstieg in Silent Hunter 5 schwertun. Die erste Mission fungiert zwar eigentlich als Tutorial, erklärt aber nur die allernötigsten Befehle - und das auch noch schlecht. Da ist es doppelt ärgerlich, dass das dünne Handbuch zwar ausführlich die Biografien der Besatzungsmitglieder schildert, aber dringend benötigte Informationen gar nicht, falsch oder in unlesbar klein gedruckten Übersichten darstellt.

Spieletest: Silent Hunter 5 - spielerische Untiefen 

Der Neue 18. Nov 2010

ICh würde da eher auf die Community hoffen. Die haben bisher jeden Teil unheimlich...

izo84 26. Mär 2010

Mainstream-Süchtige Spieler, SH-Fanatiker /-Sammler, Spieler oder dessen Eltern ohne...

izo84 26. Mär 2010

...außer du fasst nur ältere Ubisoft-Titel an, denn da wurde noch nicht so massiv in der...

Tingelchen 08. Mär 2010

Ein nocd crack ist auch völlig in ordnung, wenn man sich eine Version legal gekauft hat...

trez 08. Mär 2010

Es heißt "Spiel" und "Schwarzkopie", aber ansonsten gebe ich dir recht. Nur dass es sich...

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