Winziger Lawinenfotodetektor von IBM

Auf dem Weg zu Chips, die intern mit Licht kommunizieren

Auf dem Weg hin zu Computerchips, die intern mit Licht kommunizieren, sind IBM-Forscher ein deutliches Stück vorangekommen. Sie haben einen Lawinenfotodetektor entwickelt, der Daten mit 40 GBit/s verarbeiten kann.

Anzeige

Statt wie heute über elektrische Impulse und Kupferdrähte sollen Chips in Zukunft mit Lichtimpulsen Daten intern weitergeben. Damit könnten sich in einer nicht allzu fernen Zukunft energieeffiziente Computer mit einer Rechenleistung im Exaflop-Bereich bauen lassen, so die Forscher.

Der sogenannte "Nanophotonic Avalanche Photodetector" nutzt den Lawineneffekt in Germanium, einem Material, das schon heute in der Chipherstellung eingesetzt wird. Eingehende Lichtimpulse setzen dabei einige wenige Ladungsträger frei, die ihrerseits andere freisetzen. Das ursprüngliche Signal wird so mehrfach verstärkt.

 

Konventionelle Lawinenfotodetektoren seien aber nicht in der Lage, schnelle optische Signale zu verarbeiten, da sich die Lawinen nur langsam aufbauen, so die Forscher. Ihr eigener Detektor soll hingegen sehr schnell sein und optische Informationen mit einer Datenrate von 40 GBit/s verarbeiten und dabei zehnfach verstärken.

Dazu benötige der Fotodetekor nur eine Spannung von 1,5 Volt, während bisherige Ansätze mit 20 bis 30 Volt betrieben werden müssen.

Möglich sei diese deutlich verbesserte Leistung durch eine starke Miniaturisierung auf nur einige Dutzend Atome. So ist es möglich, auch sehr schwache Impulse zu erkennen und ohne großes Rauschen zu verstärken. So findet die Verstärkung innerhalb nur weniger Zehntel eines Nanometers statt und geht dadurch sehr schnell.

Da das verwendete Material Germanium auch heute schon in der Chipherstellung verwendet wird und sich die Herstellung mit den üblichen Mitteln der Chipfertigung umsetzen lässt, können die Fotodetektoren zusammen mit Transistoren gefertigt werden, um eine schnelle Kommunikation innerhalb des Chips zu ermöglichen.

Ihre Forschungsergebnisse stellen die Forscher um Solomon Assefa unter dem Titel Reinventing Germanium Avalanche Photodetector for Nanophotonic On-chip Optical Interconnects in der Märzausgabe von Nature vor.


winziger detektor 04. Mär 2010

Lichtsstrahlen unterschiedlicher Frequenzen stören sich "kaum". Daher kann man hohe...

Kommentieren




Anzeige
  1. Mitarbeiter (m/w) IT-Helpdesk 1st- und 2nd-Level-Support
    SV Deutschland GmbH, Langenfeld
  2. Software Team Coordinator (m/w)
    Olympus Soft Imaging Solutions GmbH, Münster
  3. Java Developer (m/w)
    RWE Supply & Trading GmbH, Essen
  4. Web Developer (m/w)
    traffego GmbH, Langen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Bernd Schlömer

    Twittern und Mailen für die Piratenpartei im Dienst verboten

  2. Anstößige Animationen

    Cinemagram-App wieder in Apples App Store

  3. USB-Sticks und Speicherkarten

    Hersteller wehren sich gegen neue "Mondtarife"

  4. Kim Dotcom

    "Gebt mir meine Rechner zurück!"

  5. Bang! Lamp

    Eine Designlampe zum Abknallen


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 384 | letzter Beitrag 15:32 Uhr

  2. Kommentare: 220 | letzter Beitrag 19:00 Uhr

  3. Kommentare: 215 | letzter Beitrag 11:40 Uhr

  4. Kommentare: 181 | letzter Beitrag 16:58 Uhr

  5. Kommentare: 110 | letzter Beitrag 19:41 Uhr

Mehr


  1. iOS

    Untethered Jailbreak für iOS 5.1.1 erschienen

  2. CSU-Vizechefin

    Aussagen zur Internetsucht sind absurd

  3. Schmerzlos

    MIT-Forscher entwickeln Injektor mit Lorentzkraft-Antrieb

  4. Sony

    Music Unlimited nun auch fürs iPhone

  5. Samsung Galaxy S3

    Siri braucht sich nicht zu fürchten

  6. Gewerkschaft

    Entlassungen werden bei HP-Deutschland voll durchschlagen

  7. Tex Murphy

    Privatermittler sucht Privatinvestoren

  8. Studie

    Fast jeder zweite Nutzer hört legal Musik im Netz

  9. Funcom

    The Secret World mit neuen Plänen bis zum Start

  10. Play Store

    Google startet Bezahlabos in Android-Anwendungen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Samsung XE300: Google Chromebox versehentlich ausgeliefert
Samsung XE300
Google Chromebox versehentlich ausgeliefert

Weitgehend unbemerkt hat der US-Händler Tigerdirect die ersten Chromebox-Systeme von Google ausgeliefert. Für 330 US-Dollar bekommt der Nutzer recht gute Hardware in Nettop-Form, die sehr viel leistungsfähiger ist als die des Chromebook mit ChromeOS.

  1. Googles Aura Chromium OS mit klassischem Desktop

Lollipop Chainsaw angespielt: Blond und brutal
Lollipop Chainsaw angespielt
Blond und brutal

Der japanische Spieldesigner Goichi Suda - Fans sagen schlicht "Suda 51" - ist für schräge Actionspiele bekannt. Sein nächstes Werk schickt ein scheinbar braves Schulmädchen in den Kampf gegen Zombies.

  1. Spielepublisher in Not dtp Entertainment meldet Insolvenz an
  2. US-Umsätze im März 2012 Spielemarkt schrumpft weiter
  3. Starlight Inception Lucas-Arts-Veteran kämpft für das Weltraum-Action-Genre

Owncloud Inc.: "Wir sind kein Serviceprovider"
Owncloud Inc.
"Wir sind kein Serviceprovider"

Das Unternehmen Owncloud entwickele nur Software und biete Support für Kunden, sagte Technikchef Frank Karlitschek auf dem Linuxtag 2012. Darüber hinaus verriet er einige technische Details zu Owncloud 4 und kommenden Entwicklungen.

  1. Persönlicher Onlinespeicher Owncloud 4.0 verschlüsselt Daten auf dem Server
  2. Persönlicher Onlinespeicher Owncloud erhält Android-Applikation
  3. Persönlicher Onlinespeicher Owncloud 2012 auch mit kostenpflichtigem Support

Zum Artikel