Schutz vor Horrorrechnungen beim Datenroaming tritt in Kraft

50-Euro-Preisdecklung gilt ab 1. Juli für alle mobilen Datennutzer in der EU

Wer in der EU mobiles Datenroaming nutzt, soll keine horrenden Rechnungen mehr bekommen. Mobilfunkanbieter müssen ab dem 1. Juli 2010 eine Obergrenze für alle einrichten. Ab einer Rechnungshöhe von 50 Euro wird der Nutzer offline geschaltet.

Anzeige

Seit März 2010 müssen europäische Mobilfunkanbieter ihren Kunden die Möglichkeit einer Rechnungsobergrenze anbieten, die sie beim länderübergreifenden Datenroaming vor Rechnungsschocks bewahrt.

Die zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes sagte: "Der Schutz vor Horrorrechnungen für Datenroamingdienste ist ein sinnvoller Schritt, um bei den Kunden Vertrauen in die Nutzung der Mobilfunknetze zum Internetsurfen auf Reisen in Europa zu schaffen". Kroes ist EU-Kommissarin für die digitale Agenda.

Nach den im Sommer 2009 vom EU-Ministerrat verabschiedeten Roamingvorschriften soll im Ausland nach einer Warnung die Verbindung ins Internet unterbrochen werden, wenn die Rechnung eine bestimmte Höhe erreicht hat. Einrichten müssen die Mobilfunkanbieter eine monatliche Obergrenze von 50 Euro. Auch höhere Deckelungen sind auf Wunsch des Kunden möglich. Die Kunden erhalten eine Warnmeldung, wenn ihre Kosten 80 Prozent des gewählten Betrags erreicht haben. Bis zum 1. Juli 2010 müssen sie sich für die Nutzung dieses Mechanismus entscheiden. Wer bis zum 1. Juli 2010 keine Obergrenze für seine Datennutzung eingerichtet hat, wird ab diesem Datum pauschal bei 50 Euro offline geschaltet.

9.000 Euro in einem Monat

Rechnungen über mehrere hundert Euro sind oft die Folge, wenn über mehrere Tage im europäischen Ausland der mobile Internetzugang am Notebook genutzt wird. Ein britischer Student sah sich während eines Auslandsstudiums mit einer Rechnung über fast 9.000 Euro für Datenroaming in einem einzigen Monat konfrontiert, so die EU-Kommission. 2009 erhielt ein deutscher Kunde, der in Frankreich auf Reisen war und von dort eine TV-Sendung heruntergeladen hatte, eine Rechnung über 46.000 Euro. Die tatsächlichen Kosten lagen für die Netzbetreiber schon Mitte 2008 bei unter 1 Euro pro MByte und sind inzwischen weiter gefallen.

Die Roamingvorschriften der EU sollen auch gewährleisten, dass der Preis, den die Betreiber untereinander je heruntergeladenes MByte bezahlen, auf 1 Euro pro MByte beschränkt bleibt und in dem kommenden zwei Jahren sinkt. Die EU hofft, dass diese Einsparungen an die Verbraucher weitergegeben werden.

Die Telekom-Regulierungsbehörden in den jeweiligen EU-Ländern sind dafür verantwortlich, darüber zu wachen, dass die Mobilfunkanbieter die Deckelungen beim Datenroaming einhalten. An die Regulierer können sich Verbraucher auch bei Problemen mit den Obergrenzen wenden. Die EU-Kommission will ihrerseits die Entwicklungen bei den Roamingdiensten weiter überwachen.


HerrBrand 22. Okt 2010

Bist du mit deinem Rechern auch imer 24 Std online? Warum udn was amchst du denn...

Oh Shit... 28. Jun 2010

Erst Beitrag des Vorposters lesen (und verstehen!)... Dann erst antworten!

moroon 28. Jun 2010

ach, "die Schweiz" zock die EU Bürger nicht ab???? Ist wohl eher ein Verhalten auf...

yah bluez 03. Mär 2010

eine mobile datenflatrate, kostet überall in der EU so umme 10-30 EURO pro monat. Warum...

ceejay 03. Mär 2010

Ich fordere sie: DIE TOTALE DATENFLATRATE! GLOBAL! Alle Anrufe in Fest- und...

Kommentieren




Anzeige
  1. Software Engineer (m/w)
    Lear Corporation GmbH & Co. KG, Böblingen
  2. Truck Architekt (m/w)
    Continental AG, Villingen-Schwenningen
  3. Java Developer (m/w)
    RWE Supply & Trading GmbH, Essen
  4. Software-Entwickler/in (Java oder PHP)
    iVentureCapital.com GmbH, Hamburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Bernd Schlömer

    Twittern und Mailen für die Piratenpartei im Dienst verboten

  2. Anstößige Animationen

    Cinemagram-App wieder in Apples App Store

  3. USB-Sticks und Speicherkarten

    Hersteller wehren sich gegen neue "Mondtarife"

  4. Kim Dotcom

    "Gebt mir meine Rechner zurück!"

  5. Bang! Lamp

    Eine Designlampe zum Abknallen


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 384 | letzter Beitrag 15:32 Uhr

  2. Kommentare: 220 | letzter Beitrag 19:00 Uhr

  3. Kommentare: 215 | letzter Beitrag 11:40 Uhr

  4. Kommentare: 181 | letzter Beitrag 16:58 Uhr

  5. Kommentare: 102 | letzter Beitrag 19:11 Uhr

Mehr


  1. iOS

    Untethered Jailbreak für iOS 5.1.1 erschienen

  2. CSU-Vizechefin

    Aussagen zur Internetsucht sind absurd

  3. Schmerzlos

    MIT-Forscher entwickeln Injektor mit Lorentzkraft-Antrieb

  4. Sony

    Music Unlimited nun auch fürs iPhone

  5. Samsung Galaxy S3

    Siri braucht sich nicht zu fürchten

  6. Gewerkschaft

    Entlassungen werden bei HP-Deutschland voll durchschlagen

  7. Tex Murphy

    Privatermittler sucht Privatinvestoren

  8. Studie

    Fast jeder zweite Nutzer hört legal Musik im Netz

  9. Funcom

    The Secret World mit neuen Plänen bis zum Start

  10. Play Store

    Google startet Bezahlabos in Android-Anwendungen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Lockheed Martin: US-Soldaten in Afghanistan bekommen Exoskelett
Lockheed Martin
US-Soldaten in Afghanistan bekommen Exoskelett

Lockheed Martin hat eine neue Version des Exoskeletts Hulc vorgestellt, das es einem Menschen ermöglicht, schwere Lasten zu heben und zu tragen. Der Hersteller will das System im Spätsommer testen und, wenn alles gutgeht, danach an US-Soldaten in Afghanistan ausliefern.

  1. Rüstung Ramsch-Technik aus China in US-Waffensystemen

Kingdoms of Amalur: 38 Studios entlässt alle Mitarbeiter
Kingdoms of Amalur
38 Studios entlässt alle Mitarbeiter

Das vom US-Baseballstar Curt Schilling gegründete Entwicklerstudio 38 Studios ist so gut wie pleite: Nach einer Reihe von Finanzproblemen hat die Firma jetzt alle Beschäftigen entlassen.

  1. MMXII D.W. Bradley plant Neuauflage von Dungeon Lords
  2. Legend of Grimrock im Test-Video Das Anti-Skyrim
  3. Wasteland 2 Kreativhilfe durch Obsidian ab 2,1 Millionen US-Dollar

F2, F8, F12: Windows 8 startet zu schnell
F2, F8, F12
Windows 8 startet zu schnell

Windows 8 kann auf entsprechender Hardware in weniger als 8 Sekunden booten. Dabei bleibt zu wenig Zeit, um den Bootvorgang zum Sprung ins Bios, ins UEFI-Menü oder in die Startauswahl von Windows zu unterbrechen.

  1. Dice Einige Frostbite-2-Spiele nur mit 64-Bit-Betriebssystem
  2. Windows RT Windows-Tablet-Lizenz soll angeblich 100 US-Dollar kosten
  3. Windows 8 Release Preview Microsoft verbessert Multi-Monitor-Unterstützung

Zum Artikel