US-Medienkonsum: Internet vor Tageszeitung

US-Bürger nutzen mehr als eine Nachrichtenquelle am Tag

Eine aktuelle Studie zeigt, wie US-Bürger Nachrichten nutzen. Danach haben Fernsehen und Internet der Zeitung den Rang abgelaufen. Außerdem hat das Internet die Nutzungsgewohnheiten verändert.

Anzeige

Elektronische Medien sind die wichtigsten Nachrichtenquellen von US-Bürgern. Das Internet belegt dabei den dritten Platz nach lokalen und nationalen Fernsehnachrichten. Zu dem Ergebnis kommt die Studie Understanding the Participatory News Consumer des US-Meinungsforschungsinstitutes Pew Research Center, die am heutigen Montag veröffentlicht wurde.

Keine Nachrichtenhoheit mehr

Die Zeiten, in denen Nutzer einer bestimmten Nachrichtenquelle auch einem bestimmten technischen Kanal treu waren, seien vorbei, so die Studie. Fast alle US-Bürger (92 Prozent) informieren sich aus vielen Quellen. Nur noch 7 Prozent konsumieren eine einzige Nachrichtenquelle. Gut die Hälfte (46 Prozent) nutzt vier bis sechs verschiedene Quellen am Tag. Zwei Drittel (65 Prozent) sagten, sie bevorzugten keine bestimmte Nachrichtenquelle im Internet.

Am einem typischen Tag schauen rund drei Viertel der US-Bürger Nachrichten bei einer lokalen Fernsehstation (78 Prozent) oder einem der landesweiten Sender wie CBS oder CNN (73 Prozent). Auf Platz drei folgt das Internet, das knapp zwei Drittel (61 Prozent) täglich als Informationsquelle nutzen. Radionachrichten zu Hause oder im Auto hören 54 Prozent.

Personalisierbar, mobil, interaktiv

Das Internet hat auch die Gewohnheiten der Nutzer im Umgang mit den Nachrichten verändert: Nachrichten müssen personalisierbar, mobil sein und Mitwirkung erlauben. Mehr als ein Viertel der Internetnutzer (28 Prozent) hat die Startseite für die Internetnutzung so eingerichtet, dass sie dort Nachrichten aus ausgewählten Quellen, die sie interessieren, vorfindet. Fast die Hälfte der Internetnutzer (40 Prozent) hält die Möglichkeit, Nachrichten zu personalisieren, für ein wichtiges Merkmal einer Nachrichtenseite.

Jeder dritte Besitzer eines Mobiltelefons (33 Prozent) liest auf diesem Gerät auch Nachrichten. 37 Prozent der Internetnutzer gaben an, Nachrichten interaktiv zu nutzen - sei es, dass sie zu ihrer Entstehung beigetragen haben, die Nachricht kommentiert oder sie über Seiten wie Facebook weiter verbreitet haben.

Die Zeitung verliert

Unter der Dominanz der elektronischen Medien leidet die Zeitung: Nur jeder zweite US-Bürger liest eine lokalen Tageszeitung, 17 Prozent eine überregionale gedruckte Zeitung wie die New York Times oder USA Today. Das hat weitreichende Folgen: Mehrere US-Tageszeitungen haben bereits ihre gedruckten Ausgaben eingestellt und erscheinen nur noch digital, darunter der traditionsreiche Seattle Post-Intelligencer und der renommierte, überregionale Christian Science Monitor.

Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Princeton Survey Research um den Jahreswechsel über 2.200 US-Bürger über 18 Jahren.


vor tageszeitung 01. Mär 2010

Elektronischer Vertrieb halt. "Doof" nur die Mischfinanzierung Werbung+Kundenpreise. Man...

6 Kerne 01. Mär 2010

Deswegen hast Du kein ct-Abo. Weil die aktuell die Gehaltsumfrage veröffentlicheh. Wie...

Kommentieren




Anzeige
  1. Software Team Coordinator (m/w)
    Olympus Soft Imaging Solutions GmbH, Münster
  2. Informatiker/in bzw. Ingenieur/in (FH/DH) für angewandte Informatik / Informations­technik
    Karlsruher Institut für Technologie, Karlsruhe
  3. Mitarbeiter B2B Service (m/w) International Polen
    Trusted Shops GmbH, Köln
  4. Teamleiter Infrastruktur (m/w)
    SolarWorld AG, keine Angabe

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Bernd Schlömer

    Twittern und Mailen für die Piratenpartei im Dienst verboten

  2. Anstößige Animationen

    Cinemagram-App wieder in Apples App Store

  3. USB-Sticks und Speicherkarten

    Hersteller wehren sich gegen neue "Mondtarife"

  4. Kim Dotcom

    "Gebt mir meine Rechner zurück!"

  5. Bang! Lamp

    Eine Designlampe zum Abknallen


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 384 | letzter Beitrag 15:32 Uhr

  2. Kommentare: 219 | letzter Beitrag 16:26 Uhr

  3. Kommentare: 215 | letzter Beitrag 11:40 Uhr

  4. Kommentare: 181 | letzter Beitrag 16:58 Uhr

  5. Kommentare: 100 | letzter Beitrag 18:55 Uhr

Mehr


  1. iOS

    Untethered Jailbreak für iOS 5.1.1 erschienen

  2. CSU-Vizechefin

    Aussagen zur Internetsucht sind absurd

  3. Schmerzlos

    MIT-Forscher entwickeln Injektor mit Lorentzkraft-Antrieb

  4. Sony

    Music Unlimited nun auch fürs iPhone

  5. Samsung Galaxy S3

    Siri braucht sich nicht zu fürchten

  6. Gewerkschaft

    Entlassungen werden bei HP-Deutschland voll durchschlagen

  7. Tex Murphy

    Privatermittler sucht Privatinvestoren

  8. Studie

    Fast jeder zweite Nutzer hört legal Musik im Netz

  9. Funcom

    The Secret World mit neuen Plänen bis zum Start

  10. Play Store

    Google startet Bezahlabos in Android-Anwendungen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


The Elder Scrolls 5 Skyrim: Update für Kämpfe hoch zu Ross
The Elder Scrolls 5 Skyrim
Update für Kämpfe hoch zu Ross

Die Kavallerie hält Einzug in Himmelsrand: Mit Patch 1.6 liefert Bethesda die Möglichkeit nach, in Skyrim auch auf dem Rücken von Pferden zu kämpfen. PC-Spieler dürfen bereits jetzt hoch zu Ross das Schwert schwingen.

  1. Skyrim unterstützt Kinect Der Drachenschrei ins Mikrofon
  2. The Elder Scrolls 5 Patch 1.5 macht Skyrim schöner
  3. Selbstbau-VR Skyrim mit Videobrille, Headtracker und Kinect

PGP vs. Geheimdienste: "PGP ist weiterhin sicher"
PGP vs. Geheimdienste
"PGP ist weiterhin sicher"

Symantec hat sich zu den Aussagen der Bundesregierung geäußert, nach denen Geheimdienste in der Lage seien, SSH oder PGP zu knacken oder zu umgehen. Mathematisch gesehen sei kein wirksamer Angriff bekannt.

  1. Bundesregierung Deutsche Geheimdienste können PGP entschlüsseln
  2. Mobilfunk Achtung, Eltern lesen mit!
  3. Überwachungskameras Aldi-Manager zoomten Kundinnen unter den Rock

Schadsoftware: Empfänger von Angry-Birds-SMS muss Strafe zahlen
Schadsoftware
Empfänger von Angry-Birds-SMS muss Strafe zahlen

14.000 Android-Nutzer weltweit haben sich eine gefälschte Angry-Birds-App heruntergeladen, die beim Öffnen eine 15 Pfund teure Kurznachricht per SMS verschickt. Der Dienstleister, dessen Kontrolle versagte, muss das Geld nun zurückzahlen und 50.000 Pfund Strafe zahlen.

  1. Rovio Angry Birds rasen mit Kimi durch Monaco
  2. Rovio Eine Milliarde Angry Birds
  3. Rovio Entertainment 48 Millionen Euro Gewinn mit Angry Birds

Zum Artikel