Shazam - Musikerkennung für unterwegs

Wissen, was man hört

Ob im Radio, beim Bäcker, in der Disco, im Café oder im Aufzug - immer wieder läuft Musik, die gefällt und deren Titel brennend interessiert. Mit einer Musikerkennungssoftware für Mobile Devices wie Shazam lassen sich unbekannte Musikstücke leicht identifizieren. Egal wo.

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Shazam ist eine Musikerkennung für Smartphones. Sie wird mit einem Klick auf "Tag" gestartet und zeichnet dann 10 Sekunden lang die in der Umgebung abgespielte Musik auf. Es ist hilfreich, das eingebaute Mikrofon in Richtung der Boxen zu halten, um ein gutes Signal zu bekommen. Wird die Musik zu leise gespielt, wird die Erkennung schwieriger. Aber auch bei schlechten Bedingungen - etwa bei Nebengeräuschen - erzielt Shazam gute Ergebnisse. Eine weitere Voraussetzung für das Gelingen der Suche ist eine Internetanbindung.

 

Das mobile Gerät verbindet sich dann mit der Datenbank von Shazam und vergleicht den aufgezeichneten Soundschnipsel mit den in der Datenbank archivierten Liedern. Nach weiteren 10 Sekunden liefert die Software das Ergebnis. Shazam zeigt ein kleines Bild des CD-Covers an, nennt den Titel, den Künstler, das Album, das Genre und das Label.

Shazam gibt es für iPhone und iPod Touch, für Android sowie Symbian und ist bei vielen Sony-Ericsson-Handys vorinstalliert. Eine komplette Liste der Geräte, für die Shazam verfügbar ist, findet sich unter shazam.com.

Nach eigenen Angaben besitzt Shazam derzeit die größte Musikdatenbank dieser Art - mit 8 Millionen Musiktiteln. Die bilden die rasch wachsende Basis für die Musikerkennung. Titel aus den 1950er Jahren werden ebenso gefunden wie brandneue Veröffentlichungen. Frische Musiktitel werden, noch bevor sie überhaupt auf den Markt kommen, von der Firma in London archiviert.

Das klappt in einigen Genres besser als in anderen. Weltmusik wird zum Beispiel nur zu einem Bruchteil erkannt, Klassik gibt es generell nicht im Programm und auch bei Livekonzerten räumt Shazam Schwierigkeiten ein - es sei denn, das Konzert ist bereits auf CD erschienen.

Shazam unterstützt die Anbindung an Twitter und Facebook. Dort können die gefundenen Musikstücke mit einem Klick veröffentlicht und kommentiert werden.

Im täglichen Einsatz eignet sich die Anwendung für Wissbegierige und Musikliebhaber - sie liefert schnell die gewünschte Information. Ärgerlich ist allerdings die Einschränkung von fünf Tracks pro Monat bei der kostenlosen Variante der iPhone-Applikation; die Android-Variante ist ohne zahlenmäßige Beschränkung nutzbar. Die Applikationen Shazam Encore beziehungsweise Shazam RED (eine Spezialausgabe, mit der die Stiftung Joinred unterstützt wird) kosten im iTunes Shop jeweils 3,99 Euro.

Für PC gibt es Shazam nicht. Hier ist zum Beispiel Tunatic eine kostenlose Alternative. Sie benötigt lediglich eine Internetverbindung und ein Mikrofon. Im Schnelltest lieferte sie gute Ergebnisse. Bei Midomi hingegen handelt es sich um eine kostenlose Software für den PC, die Musikstücke erkennt, die gesummt werden. Auch hier braucht man ein Mikrofon am PC und einen Internetanschluss. Midomi ist auch als kostenpflichtige Applikation für das iPhone zu haben.

Der Werkzeugkasten von Golem.de ist eine Sammlung kleiner Hilfsprogramme, die die Redaktion einsetzt. Vielleicht gibt es Alternativen, die ein Problem besser lösen? Wir freuen uns über Rückmeldungen und Tipps zu vergleichbaren Werkzeugen - auch für andere Betriebssysteme - im Forum.


Kaffeesatzleser 29. Aug 2010

Das Nichterkennen von klassischer Musik dürfte eher ein technisches Problem von Shazam...

Frage 06. Jul 2010

Kann man so einfach eine Playlist von einem DJ-Set erstellen?

recognizer 08. Mär 2010

Gibt es eine funktionierende Software für den Desktop, die auch Videos wie z.B. wmv oder...

spinger 02. Mär 2010

Hi, die bieten das auf der Shazam-Website auch für Blackberrys an - auch neueste Geräte...

ThomasB 01. Mär 2010

Ist doch schön für Dich, mein kleines Kind !

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