LHC ist aus der Winterpause zurück

Erste Teilchenstrahlen kreisten am frühen Sonntagmorgen

Am Sonntagmorgen um 4:10 Uhr haben Wissenschaftler wieder einen Teilchenstrahl durch den Large Hadron Collider geschickt. Damit ist die Winterpause in Genf beendet. In den kommenden Wochen sollen die ersten Strahlen mit 7 Teraelektronenvolt kollidieren.

Anzeige

Nach gut drei Monaten Winterpause ist der Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) am frühen Sonntagmorgen wieder in Betrieb genommen worden. Um 4:10 Uhr am Sonntag sei der erste Teilchenstrahl durch die 27 km lange Röhre unter dem schweizerisch-französischen Grenzgebiet bei Genf gejagt worden, twitterte das europäische Kernforschungszentrum Cern.

Zwei Strahlen, keine Kollision

Die Wissenschaftler schickten erst einen Strahl in der einen, später einen zweiten in der anderen Richtung durch den Teilchenbeschleuniger. Kollisionen gab es keine - die seien für die kommende Woche geplant, berichtet die Neue Zürcher Zeitung. Zunächst wollen die Wissenschaftler die Energie der Strahlen schrittweise auf 3,5 Teraelektronenvolt (TeV) steigern. Dann sollen gegenläufige Strahlen zur Kollision gebracht werden.

 

Im November 2009 waren nach über einjähriger Reparatur wieder die ersten Teilchenstrahlen durch die Röhre gekreist. Kurz darauf kam es zu den ersten Kollisionen. Ende November erreichten die Strahlen eine Energie von je 1,18 TeV, was einen Weltrekord darstellt. Danach wurden weitere Arbeiten an der Anlage durchgeführt. Ursprünglich war erwogen worden, den LHC nach der langen Zwangspause den gesamten Winter hindurch zu betreiben.

Volle Leistung erst in anderthalb Jahren

Ausgelegt ist der LHC dafür, dass Teilchenstrahlen mit einer Energie von je 7 TeV auf die Reise geschickt werden. Wegen eines Zwischenfalls im September 2008 soll der LHC jedoch aus Sicherheitsgründen etwa anderthalb Jahre lang nur mit halber Kraft betrieben werden. In dieser Zeit werden die Teilchenstrahlen mit höchstens 3,5 TeV eingespeist und mit 7 TeV kollidieren. Bevor der LHC dann mit voller Kraft betrieben wird, muss er noch einmal komplett überholt werden.

Von den Experimenten im LHC versprechen sich die Teilchenphysiker Antworten auf grundlegende Fragen über das Universum. Ein wichtiges Ziel ist der Nachweis des Higgs-Bosons. Benannt ist es nach dem schottischen Physiker Peter Higgs, der die Existenz dieses subatomaren Teilchens in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts vorhergesagt hatte. Bislang konnte es jedoch noch nicht nachgewiesen werden. Die Teilchenphysiker messen diesem Teilchen eine große Bedeutung bei. Mit seiner Hilfe wollen sie erklären, woher Elementarteilchen ihre Masse bekommen.


vondeinerintell... 09. Mär 2010

wow, du kannst aber tolle wörter =-O

MayaKalender 04. Mär 2010

...und vorallem nicht verstanden, dass der Mayakalender umdatiert wurde... http://www...

PanicMan 02. Mär 2010

Ja genau, weil ein Schwarzes Loch ja auch weiss in der Mitte ist... *stupid* Sieht eher...

Pixer 02. Mär 2010

Hmm, wenn Du das zu einem Artikel über Armut, Massenimmigration und Lissabon-Vertrag...

GodsBoss 01. Mär 2010

Aber natürlich sind Zeitreisen möglich, ich beispielsweise reise jeden Tag ca. 24 Stunden...

Kommentieren




Anzeige
  1. Stellvertretender Teamleiter (m/w) IT-Helpdesk
    Rhenus AG & Co. KG, Holzwickede
  2. Head Technical Customer Implementation (m/w)
    Wirecard Technologies GmbH, Aschheim bei München
  3. Head of Development (m/w)
    aboutbooks GmbH, München
  4. Inhouse Consultant (m/w)
    PAYBACK GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Sailfish-Smartphone

    Jolla stellt "The Other Half" vor

  2. Internet und Krieg

    Wenn Social Networks zum Schützengraben werden

  3. Instant Messenger

    Whatsapp in Deutschland immer beliebter

  4. Milliarden-Deal

    Yahoo kauft Blogging-Plattform Tumblr

  5. Electronic Arts

    Leitender EA-Entwickler bezeichnet Wii U als "Mist"

  6. Apple-Zulieferer

    Wieder drei Suizide bei Foxconn

  7. Cast AR

    Gefeuerte Valve-Entwickler zeigen Räumliche-Objekte-Brille

  8. Ventus

    Mit der Netzgemeinde gegen den Klimawandel

  9. Offline-Karten-App für Android

    Maps With Me Pro gratis in Amazons App-Shop

  10. Linux-Kernel

    P-States verringern Leistungsaufnahme auf Intel-CPUs



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Opensuse: Erster Milestone für Opensuse 13.1
Opensuse
Erster Milestone für Opensuse 13.1

Die Entwicklung von Opensuse 13.1 beginnt mit einigen Paketupdates. Bis November will das Team komplett auf Sysvinit verzichten können und GCC 4.8 als Standard-Compiler verwenden.

  1. Wayland KWin läuft in Weston-Compositor
  2. Linux Freie ARM-GPU-Treiber auf holprigem Weg
  3. Gnome 3.8 im Test Alt und Neu passt nur schwer zusammen

Bundestags-LAN: Rösler will Spiele-Champions
Bundestags-LAN
Rösler will Spiele-Champions

Wirtschaftsminister Rösler bekennt sich bei einer Gaming-Veranstaltung im Bundestag ausdrücklich zu Großproduktionen aus Deutschland - und erzählt, welchen Heimcomputer-Klassiker er als Jugendlicher hatte.

  1. Apple-Patentantrag Blitzen im sozialen iPhone-Verbund
  2. Verfassungsgericht Anti-Terror-Datei ist in Teilen verfassungswidrig
  3. 2. Politiker-LAN Der Bundestag spielt wieder

Larry Page: "Microsoft will uns ausnutzen"
Larry Page
"Microsoft will uns ausnutzen"

Larry Page hat sich darüber beschwert, dass Microsoft bei Chatprogrammen kleingeistig sei, und sich für Interoperabilität eingesetzt. "Das ist wirklich traurig, so ist kein Fortschritt möglich", sagte er auf der Entwicklerkonferenz Google I/O.

  1. Google-Chef Larry Page leidet an einer Stimmbandlähmung
  2. Eric Schmidt Google Glass kommt später
  3. Multiscreen-Welt Google macht 3,35 Milliarden US-Dollar Gewinn

Zum Artikel