Bundesregierung bestätigt Löschgesetz gegen Kinderpornos

Franziska Heine bezeichnet Initiative als unnötig

Laut FDP-Staatssekretär Max Stadler arbeitet die Bundesregierung nun offiziell an einem Löschgesetz gegen Kinderpornografie im Internet. Franziska Heine, die gegen das Sperrgesetz mit einer Petition angetreten war, will dagegen ein Aufhebungsgesetz.

Anzeige

Ein Vertreter der Bundesregierung hat bestätigt, dass an einem Löschgesetz gegen Kinderpornografie gearbeitet wird. Das sei bisher nicht geschehen, weil der Status des Sperrgesetzes unsicher gewesen sei. "Es war nicht klar, ob der Bundespräsident das Gesetz unterzeichnet", sagte Max Josef Stadler (FDP), Parlamentarischer Staatssekretär im Justizministerium. Daher hätte die Bundesregierung bislang nicht aktiv werden können. Nachdem Horst Köhler unterschrieben hat, werde an einer Gesetzesinitiative zur Löschung von Kinderpornografie in Internet gearbeitet, so Stadler.

Am 22. Februar 2010 hatte der Petitionsausschuss des Bundestages in öffentlicher Anhörung die Petition gegen das Gesetz zur Sperrung von Internetseiten, dem sogenannten Zugangserschwerungsgesetz, behandelt. 134.000 Menschen hatten die Petition unterzeichnet.

Die Initiatorin der Petition, Franziska Heine, forderte bei der Anhörung standhaft die Aufhebung des Zugangserschwerungsgesetzes: "Wir brauchen eine überparteiliche Koalition der rechtsstaatlichen Vernunft, die gemeinsam ein Aufhebungsgesetz für das Netzsperrengesetz in den Bundestag einbringt". Auch ein neues Löschgesetz sei nicht notwendig: "Dafür ist die bestehende Gesetzeslage ausreichend", sagte Heine. Bei Phishingseiten werde dies bereits praktiziert, wenn sie in heute durchschnittlich vier Stunden aus dem Internet genommen würden. "Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, werden wir den Weg der Klage vor dem Bundesverfassungsgericht beschreiten", kündigte Heine an.

Nach der Unterzeichnung durch den Bundespräsidenten wird das Gesetz am 23. Februar 2010 inkrafttreten. Die Bundesregierung hatte aber bereits klargestellt, die Sperranordnung aus dem Gesetz nicht anzuwenden. Ein Experte des Innenministeriums erklärte im Ausschuss, dass dem Bundeskriminalamt mitgeteilt worden sei, keine Sperrlisten an die Internetprovider auszugeben. "Wir werden einstweilen nicht sperren, das wurde dem Bundeskriminalamt unmissverständlich dargelegt", sagte er.


datoke 26. Feb 2010

Ich habe noch nicht mitgekriegt, dass es gesetzliche Lücken gibt, die ein neues...

firehorse 23. Feb 2010

es die CDU auch schon in der DDR gab: WIR SIND DDR ;) siehe China. Auch dort hat sich...

7bit 22. Feb 2010

50 Euro pro Nase für jeden hinzugefügten Buchstaben in den Gesetzbüchern von den Diäten...

DooMRunneR 22. Feb 2010

Vermutlich wird durch das Löschgesetz ein Zugriff durch das BKA auf jeden deutschen...

VielleichtSo 22. Feb 2010

Vielleicht gab es in der Vergangenheit mal Probleme einen Provider kurzfristig dazu zu...

Kommentieren




Anzeige
  1. IT Manager (m/w)
    Seaarland Shipmanagement GmbH & Co. KG, Hamburg (Reisebereitschaft)
  2. Softwareentwickler Java (m/w)
    Payment Network AG, Wetzlar bei Frankfurt
  3. Produktmanager / Produktmanagerin
    econda GmbH, Karlsruhe
  4. Softwareentwickler MATLAB / Simulink (m/w)
    dSPACE GmbH, Paderborn

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Tablet-Nachfolger

    iPad-3-Teile aufgetaucht

  2. Gema-Vermerk

    Youtube sperrt irrtümlich Acta-Video von Bruno Kramm

  3. Tim Schafer

    40.000 US-Dollar für einen Konsolenpatch

  4. ProLiant Gen8

    HP macht Server unabhängig

  5. Linux-Handbuch

    Umfassendes Nachschlagewerk als Openbook erhältlich


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 13:50 Uhr

  3. Kommentare: 186 | letzter Beitrag 15:40 Uhr

  4. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 12:39 Uhr

  5. Kommentare: 96 | letzter Beitrag 15:22 Uhr

Mehr


  1. Deutsche Gamestage

    Call for Papers der Quo Vadis verlängert

  2. Vodafone

    LTE auf dem Smartphone kostet monatlich 10 Euro mehr

  3. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße

  4. Proview Technology

    Ausfuhrverbot soll Apple von iPad-Herstellern abschneiden

  5. HTC Velocity 4G

    Android-Smartphone mit LTE und 4,5-Zoll-Touchscreen

  6. Farmville & Co.

    Patentklage gegen Zynga

  7. Document Foundation

    Libreoffice 3.5 ist fertig

  8. Pegatron

    Übt Apple Druck auf OEM-Hersteller von Ultrabooks aus?

  9. Blackhole Toolkit

    Cryptome gehackt und mit Malware infiziert

  10. Piranha Bytes

    Risen 2 geht am 20. Februar in den geschlossenen Betatest



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Bing, Blekko, Duck Duck Go: Googeln ohne Google?
Bing, Blekko, Duck Duck Go
Googeln ohne Google?

Die überarbeitete Version der Google-Suche "Search, plus Your World" hat heftige Debatten ausgelöst. Vor allem der Datenschutz steht mal wieder im Vordergrund der Kritik. "Geht es eigentlich auch ohne Google?", fragen sich daher viele Nutzer. Der Blogger Marcel Weiß hat es 18 Monate lang getestet.

  1. "Focus on the User" Facebook und Twitter zeigen Google, wie soziale Suche geht
  2. Neuer Algorithmus Google straft Seiten mit zu viel Werbung ab
  3. Theseus-Projekt Quote soll die erste Zitate-Suchmaschine Deutschlands werden

Samsung Galaxy Tab 2: 7-Zoll-Tablet mit Android 4.0 und Glonass-Unterstützung
Samsung Galaxy Tab 2
7-Zoll-Tablet mit Android 4.0 und Glonass-Unterstützung

Samsung hat mit dem Galaxy Tab 2 ein weiteres Android-Tablet vorgestellt. Es ist das erste Tablet von Samsung, auf dem gleich Android 4.0 alias Ice Cream Sandwich läuft und das den russischen Ortungsdienst Glonass unterstützt.

  1. Ice Cream Sandwich HTC bringt erste Updates auf Android 4.0 erst Ende März
  2. Notizprogramm Microsofts Onenote nun auch für die Android-Plattform
  3. Android-Verbreitung Ice Cream Sandwich und Donut sind gleichauf

Test X-Plane 10: Flugsimulator mit Openstreetmap und vielen Rechnern
Test X-Plane 10
Flugsimulator mit Openstreetmap und vielen Rechnern

Ernsthafte Flugsimulationen gibt es kaum noch. Eine der letzten verbliebenen ist X-Plane 10 für Windows, Mac OS X und Linux. Golem.de hat sich ins virtuelle Cockpit gesetzt und den Flugsimulator mit mehreren Rechnern und iPads als Instrumente gespielt.


  1. Re: weltweite Rechte - in zehn Staaten ??

    tingelchen | 16:00

  2. Re: Jetzt bleibt aber die Frage: 100¤ für WAS?

    neocron | 15:59

  3. Re: Ich weiß genau, wo das wieder endet...

    Xstream | 15:58

  4. Re: Man wird in die Illegalität gedrängt

    samy | 15:57

  5. Re: was

    The Howler | 15:57


  1. 15:24

  2. 14:36

  3. 14:14

  4. 14:09

  5. 12:28

  6. 12:12

  7. 12:02

  8. 11:56


Zum Artikel