Weltweites Botnetz aufgespürt

Täter sollen aus Osteuropa und China stammen

Ein US-Sicherheitsunternehmen ist einem Botnetz auf die Spur gekommen, dem über 74.000 Rechner in knapp 200 Ländern angehören. Die infizierten Computer stehen unter anderem in Großunternehmen und Regierungsbehörden. Die Urheber hätten über die Malware Zugangsdaten zu Profilen in sozialen Netze und Bankkonten sowie vertrauliche Unternehmensdokumente ausspähen können.

Anzeige

Malware-Anwendern ist es gelungen, in die Computersysteme von mehreren tausend Unternehmen und Behörden in knapp 200 Ländern einzudringen und vertrauliche Daten zu stehlen. Die Täter seien in China und Osteuropa ansässig. Der Ausgangspunkt der Attacke soll in Deutschland gewesen sein.

Entdeckt bei Routinekontrolle

Entdeckt worden war der Angriff Ende Januar 2010 vom US-Sicherheitsunternehmen Netwitness, das 2007 von Amit Yoran gegründet wurde. Yoran war von 2003 bis 2004 Leiter der National Cyber Security Division (NCSD), die beim US-Heimatschutzministerium angesiedelt ist. Die Experten entdeckten bei der Überprüfung der Computersysteme eines Kunden einen infizierten Rechner. Darüber seien sie einem Botnetz, das aus über 74.000 Computern besteht, auf die Spur gekommen. Sie konnten nach eigenen Angaben über 74 Gigabyte an gestohlenen Daten sammeln und analysieren.

Ende 2008 hätten die Täter begonnen, ihr Botnetz aufzubauen. Sie brachten die Mitarbeiter von Unternehmen und Behörden dazu, mit Malware präparierte Websites zu besuchen, auf E-Mail-Anhänge oder Werbebanner zu klicken. So schmuggelten sie die Botnetz-Software Zeus auf die Computer. Zeus ist die derzeit am zweithäufigsten eingesetzte Botnetz-Software. Zudem seien mehr als die Hälfte der Computer zusätzlich noch mit der Botnetz-Software Waledac infiziert gewesen. Nach der E-Mail-Adresse, unter der mehrere der präparierten Websites registriert wurden, nannten die Entdecker das Botnetz Kneber.

Zugang zu vertraulichen Daten

Die Software Zeus macht sich eine Sicherheitslücke in Windows-Betriebssystemen zunutze und sammelt beispielsweise die Zugangsdaten zum Onlinebanking, zum E-Mail-Konto oder zu Nutzerkonten bei sozialen Netzen. Darüber hätten sich die Angreifer Zugang zu Profilen in sozialen Netzen, Bankkonten und in über 100 Fällen zu Unternehmensservern verschafft, auf denen vertrauliche Geschäftsdaten, die E-Mails der Mitarbeiter und sogar noch nicht veröffentlichte Versionen von Software gespeichert waren. In einem Fall drangen die Täter in einen Server ein, über den Kreditkartenzahlungen abgewickelt werden.

Weltweites Botnetz aufgespürt 

d3wd 18. Jun 2010

Das BKA setzt den sog. "Bundestrojaner" nicht ein. Hacker sind bloß im Starbucks wie...

TheDragon 23. Feb 2010

Das thema Client-Virtualisierung (von nichts anderem redest du ja) steht momentan im Hype...

Pro... 20. Feb 2010

Wie man an diesem Beispiel gut erkennen kann. Es nimmt einem Arbeit ab. Super.

Anonymer Nutzer 19. Feb 2010

Da muss ich aber wieder sprechen. Es ist völlig egal ob Du einen kostenlosen Scanner...

Hubwagenfahrer 19. Feb 2010

Mit sonem Ding ausspioniert zu werden ist vermutlich deshalb unmöglich, weil der...

Kommentieren




Anzeige

  1. Java Entwickler (m/w)
    Siemens AG, Erfurt
  2. Entwicklungsingenieur/in Hands Free Akustik
    Daimler AG, Sindelfingen
  3. DB2 Senior Consultant (m/w)
    ORDIX AG, Wiesbaden, Köln oder Neu-Ulm
  4. Tagungstechniker/IT Supporter/IT Techniker (m/w)
    BB onsite GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  2. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  3. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  4. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen

  5. Lulzsec

    FBI soll von Anonymous-Hacks profitiert haben

  6. Opera Coast 3.0

    Der Gesten-Browser fürs iPhone ist da

  7. Linux 3.13

    Canonical übernimmt erneut Kernel-Langzeitpflege

  8. Klötzchen

    Dänemark in Minecraft nachgebaut

  9. Netcat

    Musikalbum als Linux-Kernel-Modul veröffentlicht

  10. Haswell Refresh

    Neue Xeon E3 mit bis zu 4,1 GHz



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Energieversorgung: Forscher übertragen Strom drahtlos über 5 Meter
Energieversorgung
Forscher übertragen Strom drahtlos über 5 Meter

Südkoreanische Wissenschaftler haben einen Fernseher aus 5 Metern Entfernung ohne Kabel mit Strom versorgt. Sie träumen von öffentlichen Bereichen, in denen Nutzer ihre Geräte drahtlos laden können - vergleichbar mit heutigen öffentlichen WLANs.

  1. Genetik Forscher wollen Gesicht aus Genen rekonstruieren
  2. Leslie Lamport Turing-Award für LaTeX-Erfinder
  3. Bionik Pimp my Plant

LG LED Bulb ausprobiert: LED-Leuchtmittel als Ersatz für 100- und 150-Watt-Glühlampen
LG LED Bulb ausprobiert
LED-Leuchtmittel als Ersatz für 100- und 150-Watt-Glühlampen

Light + Building Zur vergangenen Lichtmesse in Frankfurt hat LG zwei LED-Lampen angekündigt, die vor allem Philips Konkurrenz machen werden. Mit 20 und 33 Watt zieht LG mit Philips gleich beziehungsweise überholt die Niederländer sogar. Wir konnten uns das 20-Watt-Exemplar bereits anschauen.

  1. Rückruf durch ESTI Schweizer Starkstrominspektorat warnt vor Billig-LED-Lampen
  2. Power over Ethernet Philips will Lichtsysteme mit Netzwerkkabeln versorgen
  3. Intelligentes Licht von Osram Lightify als Hue-Konkurrent

Test The Elder Scrolls Online: Skyrim meets Standard-MMORPG
Test The Elder Scrolls Online
Skyrim meets Standard-MMORPG

Es ist so groß wie mehrere Rollenspiele zusammen und bietet auch Soloabenteurern Unterhaltung für Wochen und Monate. Vieles in The Elder Scrolls Online erinnert an Skyrim - und leider noch mehr an das altbekannte Strickmuster gängiger MMORPGs.

  1. The Elder Scrolls Online Zenimax deaktiviert umstrittene Bezahlmethoden
  2. Abopflicht Verbraucherschützer mahnen The Elder Scrolls Online ab
  3. Zenimax Online The Elder Scrolls Online ohne Server-Schlangen gestartet

    •  / 
    Zum Artikel