USA nur bedingt cyberabwehrbereit

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Privatunternehmen schlecht vorbereitet

Ein anderes Problem ist der Umgang mit den Privatunternehmen, die kritische Infrastrukturen wie die Telekommunikationsnetze oder Energieversorgung betreiben. Viele sind nur bedingt auf Cyberattacken vorbereitet, wie etwa eine Untersuchung der Systeme des Energieversorgers Tennessee Valley Authority im Jahr 2008 zeigte. Auch hier tauchte schnell die Frage auf, welche Eingriffsmöglichkeiten die Regierung in einem Notfall hat.

Die Teilnehmer forderten im Anschluss mehr Kompetenzen für den Präsidenten in einem solchen Krisenfall - mit weitreichenden Folgen für die Bürger: "Die Amerikaner müssen sich bewusst sein, dass sie nicht erwarten können, dass ihre Mobiltelefone und andere Kommunikationsgeräte ihre Privatsache sind - zumindest dann nicht, wenn die Regierung harte Maßnahmen ergreifen muss, um einer Bedrohung Herr zu werden", sagte Gorelick.

Doch nicht nur innen-, auch außenpolitisch stellte ein solches Angriffsszenario die Teilnehmer vor schwierige Fragen: Der Ursprung der Attacke auf Smartphones und Computer sollte in Russland sein. Was aber soll eine US-Regierung in einem solchen Fall tun? Ist das ein Angriff, den sie mit Waffengewalt beantworten kann oder darf? Was passiert, wenn sie ihrerseits versucht, die Server in Russland, zu denen die Angriffe sich zurückverfolgen ließen, lahmzulegen? Ist das ein kriegerischer Akt?

Bedrohung vor Augen führen

Ziel des Spiels war, der Öffentlichkeit in den USA vorzuführen, wie wenig vorbereitet die Nation auf eine solche Cyberattacke ist, dass eine solche Aktion aber durchaus im Rahmen des Möglichen ist. "Die Menschen können sich Bedrohungen nur schwer vorstellen", sagte John McLaughlin. Erst seit dem 11. September sähen sie, was alles möglich sei, so der ehemalige CIA-Direktor, der in der Simulation die Rolle des Direktors Nationale Nachrichtendienste spielte. Eine Simulation wie Cyber Shockwave könne helfen, ihnen die Bedrohung vor Augen zu führen.

Die Einrichtungen der US-Regierung und Infrastrukturen wie Energieversorgung oder Telekommunikation sind ständig Angriffen ausgesetzt: Ein Bericht der US-China Economic Security Review Commission legte Ende 2009 dar, dass in der ersten Hälfte des Jahres 2009 knapp 44.000 Cyberattacken auf das US-Verteidigungsministerium durchgeführt wurden. Im ganzen Jahr 2008 waren es knapp 55.000. Der US-Thinktank Center for Strategic and International Studies (CSIS) hatte kürzlich berichtet, dass Angriffe auf kritische Infrastrukturen wie Energieunternehmen, Telekommunikation, Transport, Strom- und Wasserversorgung zum Alltag gehören.

 USA nur bedingt cyberabwehrbereit

bedingt bereit 17. Feb 2010

Wieso denn das ? Wenn Deine Kreditkarten-Firma "geowned" werden kann zitiere ich R.S...

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