Prominente Unterstützung für australische Filtergegner

Google und Yahoo schließen sich Protest gegen australische Internetfilter an

Google und Yahoo haben sich in einer Erklärung zusammen mit weiteren Organisationen gegen die Einführung von Internetfiltern in Australien ausgesprochen. Die Gegner befürchten, dass die Software nicht nur jugendgefährdende Inhalte oder Kinderpornografie ausfiltert, sondern auch politisch kontroverses Material.

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Die Gegner der Internetfilter, die der australische Kommunikationsminister Stephen Conroy im kommenden Jahr einführen will, haben prominenten Zuwachs bekommen: Google und Yahoo haben sich einer Interessensgruppe angeschlossen, die sich gegen die Filter einsetzt.

Was wird gefiltert?

Die Gegner befürchten, dass die Filter nicht nur Kinderpornografie oder Gewaltverherrlichungen blockieren, sondern auch "Inhalte von großem sozialen oder pädagogischen Wert", heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme des Bibliothekarsverbandes Australian Library and Information Association (ALIA), der Jugendschutzorganisation Inspire Foundation, von Google und Yahoo.

Das legt auch die von australischen Wissenschaftlern durchgeführte Studie Untangling The Net: The Scope of Content Caught By Mandatory Internet Filtering nahe. Darin kamen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass "eine sehr viel breitere Auswahl an Material als das am extremen Ende des Spektrums blockiert werden" könnte. Grundlage der Studie, die im Dezember 2009 veröffentlicht wurde, ist ein freiwilliges Filtersystem, das bereits im Einsatz ist.

Fahnden statt Filtern

Ein weiteres Argument wird gegen die Filter ins Feld geführt, dass kinderpornografisches Material kaum auf Websites zu finden sei, sondern hauptsächlich in Chaträumen oder Tauschbörsen weitergegeben werde. Filter wären dagegen machtlos. Deshalb sollte die Regierung lieber Polizisten abstellen, die solche Angebote systematisch auf Kinderpornografie untersuchen, fordert die Gruppe.

Es bestehe sogar die Gefahr, dass sich die Filter sogar kontraproduktiv auswirken, da sie Eltern im Glauben ließen, dass ihre Kinder dadurch keine für sie ungeeigneten Inhalte aufrufen könnten. Das könnte die Eltern dazu bringen, ihre Kinder nicht mehr bei der Internetnutzung zu beaufsichtigen.

Überforderte Filter

Schließlich könnten die Filter das Aufrufen von großen Websites wie Youtube oder Wikipedia deutlich verlangsamen. Ein Test des australischen Telekommunikationsunternehmens Telstra ergab, dass die Filterprogramme Probleme bekommen, wenn einzelne Inhalte von solchen Sites auf dem Index landen. Inhalte von diesen Angeboten würden dann nur sehr langsam ausgeliefert.

Die Aktivistengruppe Anonymous hat für den kommenden Samstag zu Demonstrationen gegen die Internetfilter aufgerufen. Allerdings war die Gruppe in die Kritik geraten, weil sie Distributed-Denial-of-Service-Attacken auf diverse Websites der australischen Regierung durchgeführt hatte.


Jurastudent 17. Feb 2010

http://www.melonfarmers.co.uk/inap.htm#Australia_Inspires_the_Repressive_5535 Grosses...

Eee 17. Feb 2010

frage ich mich, wann die Australische Regierung kleinbei gibt. Hat man denn nichts aus...

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