Falsch eingestellte Smartphones belasten Mobilfunknetzwerke

NSN-Chef für intelligente Netzwerke, um Daten-Overhead zu senken

Das Datenvolumen in Mobilfunknetzwerken soll bis 2015 explosionsartig ansteigen. Dem sei nur mit intelligenten Netzwerken und richtig konfigurierten Endgeräten zu begegnen, erklärt der Chef von Nokia Siemens Networks.

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Das Volumen der mobilen Datennutzung wird bis 2015 um 10.000 Prozent ansteigen. Das hat Nokia-Siemens-Networks-Chef Rajeev Suri auf dem Mobile World Congress 2010 in Barcelona vorgerechnet. "Wenn Sie glauben, starken Datentraffic bereits zu kennen, dann kann ich Ihnen sagen: Das ist alles noch gar nichts. Der Traffic wird weiter ansteigen", sagte Suri.

Im Jahr 2015 würde in den Mobilfunknetzen durch die Verwendung von Smartphones, Tablets, Notebooks mit Datenstick und Machine-to-Machine-Verbindungen ein Datenvolumen von 23 Exabytes erreicht. Ein Exabyte entspricht 1 Milliarde GByte.

Das Datenvolumen mit Sprachtelefonie werde als kleinster Posten um 50 Prozent ansteigen. Laptops mit Datensticks würden um 1.000 Prozent zum Wachstum beitragen, andere intelligente Endgeräte um 10.000 Prozent. "Viele Mobilfunknetzwerke werden unter dieser Last mit einschneidenden Blockaden zu kämpfen haben.". Sie stünden vor einer wirklich großen Herausforderung, so Suri.

Im Juni 2009 habe beispielsweise die Software iPhone 3.0, ein großes Update des Betriebssystems für das iPhone und iPod touch von Apple, binnen einer Woche zu einer Zunahme des Datenvolumens um 50 Prozent geführt, erklärte Suri.

Die Gefahr sei, die Datenkunden mit Engpässen in Mobilfunknetzen zu frustrieren. Das könne ganz leicht passieren, wenn jemand sich in einem anderen Land ins Mobilfunknetz einwähle, um seine E-Mails abzurufen, und dabei scheitere, weil jemand in der Nähe gerade ein hochauflösendes Youtube-Video aufruft, sagte Suri.

Ein Problem beim Ausbau sei, dass die Datenumsätze mit dieser Volumenentwicklung nicht Schritt hielten. 2008 sei Nokia Siemens Networks von einer Verdreifachung der Umsätze bis 2015 ausgegangen. Dies sei nicht schlecht, reiche aber nicht aus, so der Chef des Ausrüsters. Es genüge auch nicht, einfach nur die Kapazität der Netzwerke auszubauen und zu hoffen, dass das bei gleichbleibenden Kosten schon ausreichen werde.

Gefragt seien vielmehr intelligente Netzwerke für intelligente Endgeräte. Ein Weg sei, die Signalisierung zu reduzieren. Suri: "Signalisierung reduzieren, darunter verstehen wir, die allgemeine Kommunikation zwischen Netzwerk und Endgerät zu senken, was zudem auch die Akkulaufzeit verbessert."

Ein weiterer Hebel seien richtig konfigurierte Endgeräte: Die zunehmende Verbreitung der Smartphones und ähnlichen Geräten erhöhe die Signalleistung in der Netzinfrastruktur, da Anwendungen wie Push E-Mail oder Instant Messaging ständig Daten zwischen Netzwerk und Smartphone übertragen, was bis zu 21 Signalisierungsnachrichten pro Statusmeldung erreichen kann. Ein schlecht eingestelltes Smartphone habe im Netz eines Mobilfunkbetreibers, der Kunde von Nokia Siemens Networks sei, 25.000-mal im Monat sinnlose Verbindungen aufgebaut, um E-Mails abzufragen.

Andere Netzbetreiber hätten herausgefunden, dass gut konfigurierte Netzwerke und Endgeräte die Nutzung von GPS-Diensten beim Kunden deutlich verstärkt hätten.


p14nk41ku3hl 20. Feb 2011

Du solltest weniger oft zu Kostenlos-Apps greifen.

Casandro 20. Feb 2011

http://www.youtube.com/watch?v=BT7YZpJ4oks Besonders beeindruckend finde ich das Bild bei...

Casandro 20. Feb 2011

Die Zeit von "intelligenten Netzen" ist halt vorbei. Heute sollen solche Netze primär...

leser123456789 17. Feb 2010

Er hat sich aber verbessert. Er macht inzwischen nicht mehr ganz soviele...

leser123456789 17. Feb 2010

Würde es einen einzigen einheitlichen Browser für alle Mobilen Endgeräte geben wäre das...

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